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Fachdiskurs Deutsch als Fremdsprache

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Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache
geschrieben von: Monika W ()
Datum: 04. Dezember 2012 20:11

Hallo,

ich besuche eine unverkürzte Zusatzqualifizierung im Bereich Deutsch als Zweitsprache und muss ein Portfolio schreiben. Könnte mir jemand, der schon so eine Arbeit verfasst hat, mir ein fertiges Portfolio per Mail zukommen lassen (gerne gegen Bezahlung). Ich würde es gerne anschauen- als Beispiel.
Ich werde Euch sehr dankbar, herzlichen Dank im Voraus. Liebe Grüße Magdalena

Meine Email: womagdalena@gmail.com



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.12.12 20:17.

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Portfolio
geschrieben von: Grammatikus ()
Datum: 04. Januar 2013 07:35

Portfolio bezeichnet:

Portfolio, eine Sammlung von Objekten
Portfolio (Zeitschrift), Name einer Zeitschrift
Atari Portfolio, ein Palmtop-Computer von 1989

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Re: Portfolio
geschrieben von: Credentia ()
Datum: 14. Februar 2013 20:24

Zitat

Portfolio bezeichnet:....

Ich habe ein Haustier, und das heißt auch so...LOL

(Klapperschlange)

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Portfolio
geschrieben von: Selma ()
Datum: 13. Februar 2017 07:52

Hallo,
ich muss ein Portfolio schreiben. Ich habe Probleme damit. Kann mir jemnd dabei helfen? Ich würde eure Hilfe selbstverdtändlich honorieren.
Selma1047@outlook.de

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Re: Portfolio
geschrieben von: Redeker, Bangkok ()
Datum: 13. Februar 2017 09:13

Guten Morgen Selma,

schauen Sie sich zur Anregung und Hilfe Beispiele an.


Jede gute Universitätsbibliothek sollte fertige Arbeiten (auch Examensarbeiten und Dissertationen) zur Ansicht haben.

Portfolio, Unterrichtsfeinplanung, BAMF

Wenn ein Proband diese Muster dann aber einfach kopiert, kann der Prüfer das mit einer Plagiatssoftware wie Turnitin feststellen.



Mit freundlichen Grüßen

Michael Redeker

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Re: Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache
geschrieben von: Charles Trojan ()
Datum: 13. Februar 2017 18:28

Die Leidtragenden des hanebüchenen Unsinns "Portfolio" und der dahinter stehenden Konzeption von Sprachunterricht sollten seitens der hier häufig beitragenden erfahrenen DaF-Kollegen keine gutwilligen moralischen oder konkreten Hilfestellungen erfahren.
Vielmehr wäre es unserem Fach und allen daran Beteiligten von Nutzen, wenn die hinter dem Portfolio - Unsinn stehende Banalisierung der anspruchsvollen DaF-/ DaZ - Arbeit beim Namen genannt, analysiert und mit Gegenentwürfen untermauert ad absurdum würde.
C.T.

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Re: Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache
geschrieben von: Charles Trojan ()
Datum: 13. Februar 2017 21:06

das Wort "geführt" fehlt im letzten Satz !

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Re: Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache
geschrieben von: Bingo ()
Datum: 14. Februar 2017 12:03

Eine solche Analyse liefere ich sehr gerne. Dazu muss ich allerdings etwas tiefer ausholen.

1. Der/die Selma-Poster/in und andere, die hier (unzulässigerweise) auf der Suche nach gekauften fertigen Portfolios sind, um dann von diesen sehr wahrscheinlich abzukupfern (wofür investiert man denn sonst noch eigenes Geld?), sind alle Teil eines Systems, das auf die Niveau-Absenkung der DaF-Lehrer-Ausbildung ausgerichtet ist, damit sie den wirtschaftlichen Interessen kommerzieller Sprachklitschen-Betreiber als billige Arbeitskräfte, die jederzeit auswechselbar sind, dienen können. Im Bereich von Englisch als Fremdsprache gibt es diese eigentlich unhaltbaren Zustände seit langem. Die Folge davon ist, dass da in der englischsprachigen Szene Leute als „Lehrer“ ohne einschlägigen Studienabschluss herumlaufen, aus deren Postings man schließen muss, dass diese noch nicht mal zehn zählen können und sich nun „Lehrer“ schimpfen. In ihren jeweiligen Heimatländern sind sie als frühere Hot-Dog-Verkäufer oder Türsteher beruflich gescheitert und gehen nun ins Ausland, wo sie niemand kennt, als „Lehrer“. Auch wegen Urkundenfälschung oder Mandantenverrats geschasste Rechtsanwälte und vorbestrafte Kinderschänder befinden sich darunter. In manchen asiatischen Ländern, wo die Standards und Kontrollen weniger strikt sind wie z. B. in China (aber da ändert sich einiges gerade) werden dann solche Leute dann u.a. auf Schüler an Gymnasien oder Studenten an Unis losgelassen. Die Skandale (u.a. sexueller Missbrauch von Kindern, gefälschte Bewerberzeugnisse, katastrophale „Lehrer“leistungen u.a.m.) waren dann hin und wieder mal die Folge an solchen Einrichtungen, die solche „Leerer“ beschäftigt hatten. Die einzelnen Akteure und Umstände waren natürlich in jedem Fall verschieden; in allen Fällen waren aber fehlende Arbeitsethik sowie ein verantwortlicher Umgang mit den Lernenden ein all diesen Fällen gemeinsames Merkmal sowie der Umstand, dass die jeweilige Arbeitsumgebung nicht eine solche war, wo ein anständiger Lehrer, der etwas auf sich und seinen Beruf hält, gerne arbeiten würde.

2. Nach dieser deskriptiven Skizzierung des Umfeldes, in dem sich die Niveau-Absenkung der Fremdsprachen-Lehrer-Ausbildung vollzieht (wofür ich die mir sehr gut bekannte ESL-Szene als extremes Beispiel genommen habe, aber eben auch Manches auf DaF übertragbar ist), nun zur DaF-Lehrer-Ausbildung selbst: Wie für jede andere Fremdsprache auch gehören dazu grammatische, linguistische fachpädagogische Studienanteile in dem Maße, wie sie für die Praxis wichtig sind. Grammatik und Linguistik erfordern nicht nur einen hohen Grad an Faktenwissen, sondern auch an Abstraktions- und Analysefähigkeit, die man in der Regel nur durch ein grundständiges Studium erwerben kann. Bei den fachpädagogischen Anteilen spielen oft (aber nicht nur) Ideologien und subjektive Vorlieben eine Rolle, selbst bei denen, die solche Fächer an der Uni lehren. Unter den studierenden Kollegen zu meiner Zeit galten diese letzteren Fächer als „Schwafelfächer“ mit viel Blabla und sonst nichts dahinter. Wenn das so stimmt, ist es sicher nachvollziehbar, dass eine Niveauabsenkung am ehesten in den fachpädagogischen Anteilen Erfolg hat. Grammatik und Linguistik lässt man dann einfach weg, und fertig ist die Niveauabsenkungskiste.

3. In der Praxis sehen wir das sehr gut bei all den privaten Maßnahmeträgern, die DaF-Leer- oder Lehrkräfte für die BamF-Integrationskurse ausbilden. Ebenso bei den VHS-Trägern solcher Maßnahmen. Ich habe mir die Curricula vieler solcher Maßnahmeträger im Einzelnen angeschaut und konnte nur immer wieder mit dem Kopf schütteln. Ohne hier wegen der fehlenden Zeit und des dafür zur Verfügung stehenden Raumes in weitere Einzelheiten gehen zu können, möchte ich nur festhalten, dass in all diesen Fällen kein grammatisch-linguistischer Anteil in solchen Curricula vorgesehen war. Bei den GI-Fernkursen z. B. ist dieser nur optional statt obligatorisch (wie es sich eigentlich gehörte) und auch nur in Ansätzen und damit unzureichend abgedeckt.

4. Mein persönlicher Gegenentwurf ist relativ einfach und klar:
a. Grammatisch-linguistische Studienanteile müssen für DaF-Lehrer-Ausbildungen zwingend obligatorisch sein.
b . So etwas kann nur in universitären Studiengängen vermittelt werden; alle anderen Optionen als diese sind zumindest fragwürdig, oft unterhalb des notwendigen Niveaus und damit substandard.
c. Substandard führt zur Heranbildung von Leer- statt Lehrkräften.
d. Wie man in der Praxis eine gute/solide Fremdsprachenlehrer-Ausbildung konzipieren und auch erfolgreich für Quereinstieger durchführen kann, habe ich selbst ausprobiert mit dem von mir fachlich verantwortetem Ausbildungsprojekt für Englisch-Lehrer in den weniger entwickelten Ländern. Einzelheiten dazu hatte ich in diesem Forum schon an anderer Stelle beschrieben.

Last not least: Ich fühle mich nicht berufen, mich im DaF-Unterrichts-Betrieb weiterhin aktiv zu beteiligen. Systemkritik werde ich allerdings weiterhin in aller Offenheit betreiben. In meiner persönlichen Lebensphase als Rentner, wo die noch vorhandene Zukunft eher endlich erscheint, konzentriere ich mich lieber auf für mich inhaltlich lohnendere Projekte wie z. B. die in der Mitarbeit bei der Ausbildung von westlichen Akupunkteur-Therapeuten, die übrigens wie DaF-Lehrkräfte auch eine eine sprachliche und auch kulturelle Distanz zu überwinden haben. Das andere Gerangel im DaF-Bereich möchte ich mir nun weitgehend ersparen. Es reicht einfach.

Jetzt muss ich aber einen guten Kaffee mit etwas Gift versetzt trinken. Ist gut für meine Denkmaschine....LOL

C.T. hat geschrieben:

Vielmehr wäre es unserem Fach und allen daran Beteiligten von Nutzen, wenn die hinter dem Portfolio - Unsinn stehende Banalisierung der anspruchsvollen DaF-/ DaZ - Arbeit beim Namen genannt, analysiert und mit Gegenentwürfen untermauert ad absurdum (geführt, eingefügt von mir, Bingo) würde.

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Re: Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache
geschrieben von: Charles Trojan ()
Datum: 14. Februar 2017 19:21

Obiges kann ich nur doppelt unterstreichen, wohl wissend, daß einzelne Rufer in der Wüste, die mit ihrem Wissen nicht hinter´m Berg halten, im postfaktischen Überlegenheitsbewußtsein als arrogant und alt, das heißt ignorierbar abgetan werden und sowieso gegen den monopolisierten Betrieb keine Wende provozieren können.
Schade...
C.T.

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Re: Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache
geschrieben von: Bingo ()
Datum: 15. Februar 2017 03:38

Naja, ganz so pessimistisch bin ich (noch) nicht.

Allerdings wird im Neuen Testament berichtet, wie Jesus über die "Verstorrtheit" der Jerusalemer Bevölkerung weinte. Im Falle von DaF möchte ich mir das nun nicht antun.

Und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

So, jetzt noch einen weiteren Kaffee mit Gift....Hahahhahahaha

Zitat

Obiges kann ich nur doppelt unterstreichen, wohl wissend, daß einzelne Rufer in der Wüste, die mit ihrem Wissen nicht hinter´m Berg halten, im postfaktischen Überlegenheitsbewußtsein als arrogant und alt, das heißt ignorierbar abgetan werden und sowieso gegen den monopolisierten Betrieb keine Wende provozieren können.
Schade...

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