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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: dimitra ()
Datum: 04. Dezember 2005 22:50

Gott sei Dank, lieber Andres!
Bedeutet das, dass du dich nicht mehr einklinkst?

Vielleicht hast du ja Recht: wir sind (oder zumindest ich) nicht genug intelligent für deine "Lösungsvorschläge"...............

Danke dir
D.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.12.05 22:52.

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Simone11 ()
Datum: 25. Januar 2006 22:26

Hallo,
schaut noch jemand bei diesem Thread hier rein und hat sich mittlerweile etwas getan? Ich unterrichte auch einen Integrationskurs auf Stundenhonorarbasis und würde mich gern an der Diskussion und Weiterarbeit beteiligen.
Viele Grüße
Simone

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Dörte ()
Datum: 26. Januar 2006 10:38

Hallo, Simone!

Aus ich weiß nicht welchen Gründen ist in diesem Forum zur Zeit ziemliche Stille eingekehrt. Einige sehen den Grund dafür in dem Anschluss an die Aktion Butterbrot, die derzeit ja in Planung für die Aktivitäten dieses Jahres ist. Ich selbst denke, dass wir eben im Moment nicht so wahnsinnig viel tun können. Überall, wo es sich anbietet, verweise ich auf unsere Situation (so z. B. im Tacheles-Forum) mit Link auf die Aktion Butterbrot etc.

Sobald aber ein Eintrag hier erfolgt, kriege - ich zumindest; bei den anderen ist es wohl nicht anders - einen automatischen Hinweis vom Forumssystem, dass ein neuer Eintrag vorliegt.

Ich denke, man muss im Moment abwarten, was sich tut.

Liebe Grüße

Dörte

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: liuska ()
Datum: 27. Januar 2006 16:37



das bamf bezahlt jetzt schon den trägern E7,50 pro ue verwaltungspauschale. ein teil der verwaltungsarbeit machen wir!

das bamf hat eine erhöhung des stundensatzes auf 2,50 versprochen!

wir wollen aus diesen gründen mehr honorar verlangen!

warum sollten nicht alle dozenten in integrationskurse das gleiche tun?

es geht nicht, dass alle kürzungen der letzten jahre von den dozenten getragen werden, schließlich machen wir die "sprachintegration, und das zu diesen löhnen!!!!!

Liuska

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Simone11 ()
Datum: 27. Januar 2006 18:36

Woran liegt es eigentlich, dass DaF-Lehrkräfte grundsätzlich freiberuflich arbeiten und auf Stundenbasis bezahlt, aber nicht fest angestellt werden?

Viele Grüße

Simone

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Claudia Q ()
Datum: 27. Februar 2006 17:39

Liebe KollegInnen!

Habt ihr jetzt etwa alle ein Mindesthonorar von 23 € oder noch besser: eine Festanstellung?
Oder warum kümmert es hier im Forum keinen mehr wie die Arbeitsbedingungen für DaFler/DaZler sind?

Die Aktion Butterbrot-Leute sind dabei FürsprecherInnen in den Parteien und Verbänden für unsere miese Arbeitssituation zu kontaktieren. Außerdem fordern sie auf ihnen unsere Honorarsätze mitzuteilen. Schaut euch die Liste mal an!

[www.aktionbutterbrot.de]

Schöne Grüße

Claudia

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Dörte ()
Datum: 28. Februar 2006 10:52

Hallo, Claudia!

Der Eindruck täuscht sicherlich.... dass sich hier im Forum niemand mehr für unsere Arbeitsbedingungen interessiert. Viele von uns machen eh mit Aktion Butterbrot und die arbeiten ja gerade Aktionen für dieses Jahr aus. Wenn wir hier im Forum tagtäglich schreiben, wie beschissen unsere Situation ist, bringt uns das auch nicht weiter. Im Moment liegt einfach nichts an - deshalb wohl die "Stille" hier!

mfg Dörte

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: sabine martin ()
Datum: 28. Februar 2006 16:29

Hallo!

Mit Begeisterung lese ich davon, dass man an das Bmf geschreiben hat, da ich Gleiches auch schon vorhatte.

Wo kann man den Brief an das Bamf lesen?

Grüße
Sabine

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: sabine martin ()
Datum: 28. Februar 2006 16:37

Hallo Levent,

lese gerade, dass du um Erfahrungsberichte o.ä. bittest.
Arbeite auch als Dozentin (Jhrg. '64) und war über unsere "innerbetriebliche Situation" so wütend, dass ich auch schon an das Bamf schreiben wollte. Hat sich schon ein neues Papier o.ä. ergeben?

Was mich auch interessiert, du schreibst, du "zahlst" an die Baf.Bisher verzichtete ich darauf (d.h. seit meiner freien Tätigkeit seit 1 Jahr),um mich privat zu versichern. Ist es einem nicht freigestellt oder muss man zahlen (so oder so)?

Hast du zufällig Erfahrung mit Deutsch-Unterricht in Frankreich?

Viele Grüße
Sabine

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Franziska ()
Datum: 28. Februar 2006 19:23

Hallo Sabine,

ich hoffe, es ist okay, wenn ich (zumindest teilweise) antworte. Ja, du bist als freiberufliche Dozentin leider dazu verpflichtet, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Privat reicht nicht, gesetzlich gesehen.
Hier auch unser Thread dazu:
[www.deutsch-als-fremdsprache.de]

Dir trotzdem viel Glück weiterhin!

Franziska

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: levent kilic ()
Datum: 28. Februar 2006 21:06


liebe sabine

zum einen: levent kilic ist ein pseudonym. normalerweise liegt mir so etwas nicht, aber die erfahrungen in diesem forum zeigten, dass ein pseudonym wirklich angesagt ist.
tatsächlich bin ich eine frau. nachdem ich für eine weile hier sehr intensiv nach infos gesucht habe, habe ich mich in den letzten wochen/monaten stark zurückgezogen. zum einen, weil ich jetzt in einem frauenhaus einen integrationskurs leite, den ich selbst beantragt habe. (dauer des wartens auf die zulassung: 1 jahr). ich habe mir einen festvertrag ausgebeten (ohne arbeite ich nicht mehr in diesem bereich) und jetzt so viel zu tun mit all den frauen und ihren existentiellen problemen, dass ich nur noch selten dazu komme, hier rein zu schauen. aber ich bin zufrieden: die arbeit macht mir spaß und INDIVIDUELL habe ich mir akzeptable bedingungen erkämpft.
zum anderen: mir brannte die lage von uns allen sehr lange auf den nägeln. dazu gehört u.a., wie franziska richtig sagt, dass man rentenversicherungsbeiträge bezahlen MUSS. wogegen ja nichts zu sagen wäre, aber das steht eben in keinem verhältnis zur realen einkommensituation von daf-dozentInnen.
ich war aber sehr enttäuscht. mein persönlicher eindruck ist, dass die meisten leute den ernst ihrer lage noch immer nicht realisieren. vielleicht sind auch die meisten wesentlich jünger als ich und denken, es geht schon irgendwie. das tut es - meines erachtens nach -leider nicht. aber das muss dann jede und jeder für sich entscheiden.
einige von uns engagieren sich jetzt für die "aktion butterbrot". das ist okay, aber ich denke eben: das ist lange nicht genug. ich bin der diskussion ein bisschen müde und habe für mich persönlich gute arbeitsbedingungen ausgehandelt. (bin aber auch sehr beschäftigt).
ich kann allen nur raten: entweder auf einem festvertrag BESTEHEN oder den job wechseln. das mit dem gemeinsam kämpfen - das haut ja offenbar nicht so richtig hin.
es gibt einen text über die lage von daf-dozentInnen, den ich dir gerne mal zumailen kann. aber ich denke, du kennst die lage ja selbst.
liebe grüße an alle
"levent"

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: fink ()
Datum: 28. Februar 2006 23:30

hallo levent,


das tut mir gut, dein posting zu lesen.

ich habe mir hier im forum einiges über die honorardiskussion durchgelesen. gleichzeitig habe ich dennoch weiter mein ziel verfolgt, mein seit 5 jahren brach liegengelassenes daf-zertifikat zu beenden, für das mir nur noch ein kleines scheinchen fehlte. mein magister in geisteswissenschaften bringt mich momentan nicht wirklich weiter. deshalb bin ich bzgl. des daf-zertifikats ganz dankbar, zumindest einen studienabschluss zu haben, der ein konkretes berufsziel hat.

nun habe ich das zertifikat und hatte am freitag mein erstes vorstellungsgespräch, in dem mir 12 euro pro ue geboten wurden. ich habe dann schnell mit der krankenkasse telefoniert , um festzustellen, dass die tatsächlich von mir um die 250 euro verlagen würden- ohne anspruch auf krankengeld. mir wären bei einer wochenzahl von 20 ue netto ungefähr 505 bis 600 euro übriggeblieben. abzüglich miete also um die 150 euro.

das entsprach übrigens einem nettolohn von ca. 6.30 euro.....

ich habe eine nacht lang nicht geschlafen, so sehr hat mich diese krankenkassenregelung belastet. von langjährigen freunden habe ich mir dann sagen lassen, so sei eben nun mal die wirtschaftliche situation in deutschland. ich solle das angebot doch annehmen.

um es abzukürzen: ich habe mich dagegen entschieden, warte noch auf eine zu- oder absage einer anderen bewerbung und werde mich dann vorbereiten, mit diesem job ins ausland zu gehen. auch wenn die lohnsituation nicht unbedingt besser sein muss, muss ich zumindest nicht 250 euro nur für die monatliche gesetzliche krankenversicherung ausgeben.

was mir in deinem posting mut gemacht hat: du hast mich in meiner entscheidung bekräftigt, diesen job in deutschland nicht auszuüben, zumindest nicht mit dem status selbstständig und hauptberuflich.

ich finde es toll, wenn du die stärke bewiesen hast, dir einen festvertrag auszuhandeln. klasse! das hat dich bestimmt viele nerven gekostet.

ansonsten: kann mir jemand den unterschied zwischen 'freiberuflich' und 'selbstständig' erklären?

fink


















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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Dörte ()
Datum: 01. März 2006 11:22

Hallo, Fink!

Es tut gut hier mal von DaF-Leuten zu lesen, die in Kontakt mit der Realität sind.....

Einen Unterschied zwischen "Freiberufler" und "Selbstständiger" gibt es nur hinsichtlich mancher Steuerfragen. Ein Freiberufler z. B. muss in der Regel kein Gewerbe anmelden und damit auch keine Gewerbesteuer zahlen. Also: Rechtsanwälte, Ärzte, Honorardozenten, Publizisten etc.

Hilft?

LG Dörte

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: levent kilic ()
Datum: 01. März 2006 20:46


liebe sabine und alle anderen
nein: ich zahle nicht an die bfa. zumindest nicht als freiberuflerin. ich hatte vor jahren mal so ein "angebot": 45 leute in der klasse, alle niveaus, und dann 18,- die stunde.
ich habe mir das ausgerechnet, also bfa und krankenkasse und steuern abgezogen und blieb dann doch lieber eine weile arbeitslos. das war eine durststrecke, aber die hat sich gelohnt: ich habe gesucht und dann einen job als daf-lehrerin bekommen und zwar sozialversichert.
bei dem integrationskurs, den ich jetzt leite, habe ich auf einem festvertrag bestanden. ich verdiene auch so keine reichtümer, aber im gegensatz zu so vielen freundInnen und kollegInnen von mir habe ich zumindest einen (geringen) rentenanspruch, bin kranken- und arbeitslosenversichert und muss mich um den ganzen scheiß nicht kümmern.
ich halte aber die ganze situation für einen skandal. da dieser skandal so viele leute betrifft, wundere ich mich darüber, dass es nur verhaltenen protest gibt. freundInnen von mir sind offenen auges in ihr unglück gerannt, d.h. sie haben gearbeitet und gearbeitet, nur um zum schluss mit einem schuldenberg dazustehen.
aber zur zeit gibt es, denke ich, eine gute nachricht: das bundesamt für migration und flüchtlinge hat eine firma damit beauftragt, alle träger zu überprüfen, die integrationskurse durchführen. (es wird die entsprechenden erfahrungen gemacht haben.) d.h. dass die träger jetzt etwas mehr wert auf qualität legen müssen, also u.a. auf gut ausgebildete lehrerInnen. diese haben also, denke ich, eine bessere verhandlungsposition: einen integrationskurs zu leiten, das ist ein knochenjob. Da muss jede minute vorbereitet sein. und wer das auf honorarbasis macht, den oder die kann ich nicht verstehen.
ich denke also, dass wir bessere verhandlungschancen bekommen. ins ausland zu gehen, wie fink das tut, ist auch kein schlechter gedanke. dann habe ich persönlich ja noch die altmodische hoffnung, dass so viele betroffene sich massiv zur wehr setzen. zusammen oder individuell. ich persönlich mache einfach keinen honorarjob. prinzipiell. und fertig. lieber hartz iv und weitersuchen.
darüber hinaus würde ich mich gerne weiterhin gegen diesen skandal engagieren. "aktion butterbrot" ist okay. aber die sammeln schon seit 20 jahren unterschriften und überreichen petitionen. und? ich bin eher der quirlige, aufsässige typ. rein persönlich geht mir das zu langsam. aber auf der poltitischen ebene sind wir hier ja wohl etwas gestrandet.
von daher sollten wir vielleicht alle den honorarjob an sich boykottieren. oder?

viel glück für alle
gute nerven
"levent"

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Natasha ()
Datum: 01. März 2006 23:01

Hallo Levent,

also, ich finde es wirklich toll, dass du das mit dem Festvertrag durchsetzt. Wenn das alle machen würden, dann sähe die Situation ganz anders aus. Und du hast mir Mut gemacht. Ich stand nämlich just in diesen Tagen vor einer großen Entscheidung. Ich musste auch im Januar Hartz 4 beantragen, da ich keinen Auftrag mehr hatte. Letzte Woche hatte ich ein Vorstellungsgespräch bei einer Sprachschule, die zu einer großen Kette gehört, die wahrscheinlich jeder kennt. Im Vorstellungsgespräch sagten sie mir stolz, dass ihre Schule nur Hochschulabsolventen nehme, das gehöre zu ihrem Prinzip. So weit so gut, aber dann kam das Honorar. 10 Euro pro UE. Ich kenne 14 Euro,aber das war ein schlechter Scherz. Dazu gab es einen Vertrag, der ein absoluter Witz ist. Nur Forderungen, aber keinerlei Rechte. Ich habe das ganze Wochenende nachgedacht, ob ich das Angebot annehmen soll, aber ich habe eine große Wut im Bauch. Und dann habe auch ich entschlossen, nein, und wenn ich für 4 Euro Kisten packen werde, aber ich werde mich niemals von solchen Schulen ausbeuten lassen. Dein Posting hat mich psychisch noch sehr unterstützt. Ich hoffe, dass sich immer mehr DaF-ler so wie wir verhalten, denn NUR dann wird sich etwas ändern.
Viele Grüße
Natasha

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Murat ()
Datum: 02. März 2006 07:39

Hallo Leute,
habe zufällig reingeschaut. Die Diskussion finde ich echt interessant. Ich habe ein Jahr lang als DaF-Lehrer (Honorar) gearbeitet. Habe an BfA meine Beiträge bezahlt und mich überschuldet. Zum Glück habe ich dann eine Festanstellung als DaF-Lehrer gefunden, was für mich inzwischen wie ein Wunder ist, da ich nur negative Erfahrungen von Kollegen mitbekomme. Ich würde mich auch gerne engagieren und finde eure Ideen echt gut. Ich finde es unmöglich, dass man versucht, uns auszubeuten. Habe zwar eine Festanstellung, aber fast keine Rechte. Trotzdem ist man natürlich froh, wenn man überhaupt was hat, wenn man auch noch Familie hat. Es ist echt traurig, was man mitmachen muss, obwohl man ja "studiert" hat.:))

Grüße

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: levent kilic ()
Datum: 03. März 2006 21:11


hallo natasha, murat, alle ...

nach meiner persönlichen erfahrung zahlt es sich wirklich aus, wenn man sich nicht alles bieten lässt. wenn man vermittelt, dass man auch einen gewissen stolz hat, qualifiziert ist und entsprechende ansprüche hat.
nun gebe ich zu, dass ich z.b. keine kinder habe und nur für mich selbst verantwortlich bin, dass ich also nicht so unter druck stehe wie andere von euch. aber für mich hat es sich ausgezahlt, "fordernd" zu sein. ich denke, wenn man zu viel mit sich machen lässt, erwirbt man sich keine achtung. dann wird höchstens noch mal nachgetreten.
es läuft ja hier - in einem anderen thread - die diskussion darüber, ob man menschen raten kann, in die brd zu kommen und zu versuchen, hier als daf-lerIn zu überleben. ich persönlich würde auch niemandem abraten. denn grundsätzlich denke ich, dass es mit der abwärtsspirale nicht mehr so weiter gehen kann. und dann gibt es doch immer noch die möglichkeit, sich gewisse unverschämtheiten zu verbitten. natasha beispielsweise hat das richtig gemacht. oder gemeinsam zu kämpfen.
eine andere möglichkeit ist auch (statt jobsuche): selbst ein konzept zu entwickeln und mit diesem dann an einen schon bestehenden träger heranzutreten. und wenn er interessiert ist, seine eigenen konditionen zu formulieren.
irgendso etwas sollte man sich überlegen, wenn man älter wird. das ist - nach meiner erfahrung - ein großes problem in diesem bereich: immer älter, immer erfahrener und somit - theoretisch - teurer zu werden.
viel glück für alle
"levent"

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Thomas Hansen ()
Datum: 09. März 2006 18:16

liebe Leute,

ich möchte in diese traurige Debatte nur mal kurz einwerfen, dass es ja immer noch (!) die Möglichkeit gibt, eine "Ich-AG" zu gründen - vorausgesetzt man hat einen Anspruch darauf. Ein warmer Regen, für den diese Branche ausnahmsweise mal prädestiniert ist.

Grüße
Thomas

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Franziska ()
Datum: 09. März 2006 19:03

Thomas, damit hast du natürlich Recht - drei Jahre lang werden auf diese Weise die Probleme hinausgezögert, es gibt Zuschüsse, die Jahr für Jahr weniger werden und am Ende dieser Zeit hat man genau dieselbe Situation wie die anderen.
Und man kann Ich-AG nur anmelden, wenn man vorher AlG I - Empfänger war, was auch nicht so viele betrifft, wie du ja auch sagst.
Also, ein guter Einwurf, der aber leider gar nichts an der grundsätzlichen Situation ändert, sondern sie nur für ein paar eine Weile erleichtert.
(Für mich zum Beispiel:)
Übrigens - ab Mai oder so wird die Ich-AG-Idee wieder abgeschafft. Wenn also jemand Hoffnung darauf hat - jetzt anmelden!

Tschüs!

Franziska

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Interessensvertretung ()
Datum: 05. April 2006 13:49

Liebe Kollegen und Kolleginnen,

diese Einladung habe ich über den Aktion Butterbrot-Verteiler bekommen. Es wäre schön, wenn sich auch diesem Weg etwas in NRW bewegen würde.

Schöne Grüße,

Claudia


Kopie:

Fachbereich Bildung, Wissen-schaft und Forschung
Uwe Meyeringh

Vereinte
Dienstleistungs-
gewerkschaft

ver.di-Landesbezirk NRW • Karlstraße 123 - 127, 40210 Düsseldorf

Telefon: 0211 / 61824-0
Telefax: 0211 / 61824-459

Datum 05.04.06
Ihre Zeichen
Unsere Zeichen mey-tk
Durchwahl 305
Fax-Durchwahl 459










SEB AG Düsseldorf
Konto 1650 208 200
(BLZ 300 101 11)










Einladung zum Beschäftigtenforum „Deutsch als Fremdsprache“


Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,


zum 01. Januar 2005 ist die Integrationskursverordnung in Kraft getreten. Nach mehr als einjährigen Erfahrungen wollen wir für NRW Bilanz ziehen und auf Veränderungsbedarfe hinweisen.

Die Gewerkschaften GEW und ver.di erfahren von ihren Mitgliedern bei den Lehrer/innen von Deutsch als Fremdsprache, dass sich die Lern- und Arbeitsbedingungen in den Sprachkursen drastisch verschlechtert haben.

Wir laden Sie deshalb herzlich zu einer landesweiten Veranstaltung für

Freitag, den 28. April 2006,
13.00 Uhr bis 17.00 Uhr,
in das Haus der Technik, Turmsaal,
Hollestraße 1, 45127 Essen
(siehe Anreisehinweis)


ein. Wir freuen uns, dass die Herren


Erwin Schindler
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge,
Gruppenleiter 32 (Integrationskurse und Finanzangelegenheiten)

und

Detlef Maier
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Leiter der Regionalstelle Köln

zugesagt haben, an unserem Beschäftigtenforum teilzunehmen. Wir wollen uns zunächst auf eine gemeinsame Bestandsaufnahme verständigen, die wir mit unserem Kenntnisstand z.Zt. wie folgt vornehmen:

1. Der vorgesehene Stundenumfang von 600 Unterrichtsstunden ist zu schematisch und in vielen Fällen zu gering. Daraus folgen qualitati-ve Abstriche und unbezahlte Mehrleistungen der Dozent/innen.
2. Neben den bezahlten Unterrichtsstunden erbringen die Do-zent/innen unbezahlten Aufwand für Vorbereitung, Lehrergesprä-che, Konferenzen, Korrekturen, Teilnehmendenbetreuung und Fort-bildung.
3. Als Folge der vorgenommenen Begrenzung des Kostenbeitrags pro Teilnehmendem auf 2,05 EUR unterrichtsstündlich sind die Honora-re der Dozent/innen noch unter den früheren Mindeststandard von 23,00 EUR gefallen und betragen z.B. bei Unternehmen in unserem Bundesland inzwischen teilweise nur noch 12,00 EUR. Bekanntlich müssen die Dozent/innen hiervon auch noch ihre komplette soziale Absicherung bestreiten.
4. Viele der Kursleiter/innen sehen angesichts der Belastungssituation und der gefallenen Einkommen keine Perspektive für einen Verbleib in ihrer Berufsperspektive. Will man „Sprache als integratives Medi-um“, bedarf es anderer Standards und Planungssicherheit. Ohne anständige Arbeitsbedingungen lassen sich die Qualifikationsan-sprüche nicht einlösen.

Wir hoffen, dass sich aus dem Gespräch mit den Herren des Bundesamtes Ansatzpunkte für Veränderungen ergeben. Wenn nicht, würden wir über gemeinsame Initiativen beraten und entsprechende Verabredungen treffen.

Die Mitglieder der einladenden Gewerkschaften erhalten Fahrtkosten bis DB 2.Klasse erstattet. Ein Anreisehinweis ist beigefügt. Damit wir die orga-nisatorischen Rahmenbedingungen passgenau herstellen können, bitten wir um Teilnahmebestätigung bis zum 21.04.06.


Mit freundlichen Grüßen
gez. Berthold Paschert gez. Uwe Meyeringh


i.A. Monika Tomek

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