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Petition gegen Mindestbeitrag bei Krankenkasse - unterschreibt bis zum 23.12.!!!
geschrieben von: AktionButterbrot ()
Datum: 08. Dezember 2009 15:04

Liebe KollegInnen,

als FreiberuflerInnen müssen wir uns selber krankenversichern. Bei der Berechnung der Beiträge gehen die gesetzlichen Krankenkassen von einem fiktiven durchschnittlichen (!) Monatsgewinn von 1890,- aus, auch wenn viele von uns im Schnitt viel weniger Gewinn (NICHT: Umsatz!) machen. Das führt dazu, dass manch eine(r) über 20% seines Einkommens für die Krankenkasse bezahlt, mehr als jeder Angestellte, bei denen grundsätzlich nur das reale Einkommen als Berechnungsgrundlage herangezogen wird.

Michael Schmidt hat am 20.10.09 eine Petition eingereicht um den sog. "gesetzlichen Mindestbemessungsbetrag" der Krankenkassen, nach dem die monatlichen Beiträge von uns FreiberuflerInnen berechnet werden, endlich abzuschaffen.

Wenn man sich unter https://epetitionen.bundestag "registrieren" lässt, kann man mit einem Mausklick mitzeichnen. Es müssen aber 50.000 (!) Unterschriften bis zum 23.12.09 zusammenkommen, damit der Petitionsausschuss "verpflichtet" ist, sich damit zu befassen.

Wenn man sich registrieren lässt, bekommt man einen Benutzernamen und ein Passwort. So ausgerüstet begibt man sich auf diese Seite: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=7923

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Re: Petition gegen Mindestbeitrag bei Krankenkasse - unterschreibt bis zum 23.12.!!!
geschrieben von: Peter Silie ()
Datum: 14. Dezember 2009 22:26

AktionButterbrot schrieb:
-------------------------------------------------------
> Liebe KollegInnen,
>
> als FreiberuflerInnen müssen wir uns selber
> krankenversichern. Bei der Berechnung der Beiträge
> gehen die gesetzlichen Krankenkassen von einem
> fiktiven durchschnittlichen (!) Monatsgewinn von
> 1890,- aus, auch wenn viele von uns im Schnitt
> viel weniger Gewinn (NICHT: Umsatz!) machen. Das
> führt dazu, dass manch eine(r) über 20% seines
> Einkommens für die Krankenkasse bezahlt, mehr als
> jeder Angestellte, bei denen grundsätzlich nur das
> reale Einkommen als Berechnungsgrundlage
> herangezogen wird.
>
> Michael Schmidt hat am 20.10.09 eine Petition
> eingereicht um den sog. "gesetzlichen
> Mindestbemessungsbetrag" der Krankenkassen, nach
> dem die monatlichen Beiträge von uns
> FreiberuflerInnen berechnet werden, endlich
> abzuschaffen.
>
> Wenn man sich unter [epetitionen.bundestag]
> "registrieren" lässt, kann man mit einem Mausklick
> mitzeichnen. Es müssen aber 50.000 (!)
> Unterschriften bis zum 23.12.09 zusammenkommen,
> damit der Petitionsausschuss "verpflichtet" ist,
> sich damit zu befassen.
>
> Wenn man sich registrieren lässt, bekommt man
> einen Benutzernamen und ein Passwort. So
> ausgerüstet begibt man sich auf diese Seite:
> [epetitionen.bundestag.de]
> petition;sa=details;petition=7923


Das ist ausschließlich unterstützenswert!!!

Aber ich wüsste doch gerne, ob die Freiberufler, die gegen dieses fiktive Mindesteinkommen protestieren, auch gegen dieses fiktive Mindesteinkommen bei der freiwilligen Arbeitslosenversicherung protestieren, denn dort bringt es ja den Vorteil, ein gutes Arbeitslosengeld zu bekommen, auch wenn man nie entsprechend verdient hat (sofern man natürlich diese freiwillige ALV überhaupt abschließen darf!).

Bin mal auf die Antworten gespannt. Man kann sich ja nicht immer einfach das Beste von allem heraussuchen wollen, oder?

Peter

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Re: Petition gegen Mindestbeitrag bei Krankenkasse - unterschreibt bis zum 23.12.!!!
geschrieben von: Anna2 ()
Datum: 15. Dezember 2009 14:07

Ach Peter, geht's nicht mal ohne Gemecker?

In die freiwillige Arbeitslosenversicherung kommen wir doch eh nicht mehr rein. Dafür hat die Politik ja schon gesorgt...

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Re: Petition gegen Mindestbeitrag bei Krankenkasse - unterschreibt bis zum 23.12.!!!
geschrieben von: Peter Silie ()
Datum: 16. Dezember 2009 20:40

Sei nicht sauer, Anna. Ich unterstütze diese Forderung schon lange, lange, lange und immer noch!


Ich finde es nur so interessant. Was uns nützt, darf auch ruhig ungerecht sein. Was uns hingegen schadet, da empören wir uns, weil es ungerecht ist. Aber sonst, ja, unterschreibt diese Petition. Aber wenn sie Erfolg hat, vergesst die anderen nicht!

Peter



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.02.10 23:33.

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Re: Petition gegen Mindestbeitrag bei Krankenkasse - unterschreibt bis zum 23.12.!!!
geschrieben von: Teresa Pollara-Gennaro ()
Datum: 22. Dezember 2009 11:35

Ich befürworte, dass der sog. "gesetzliche Mindestbemessungsbetrag" der Krankenkassen, nach dem die monatlichen Beiträge von uns Freiberuflerinnen berechnet werden,abzuschaffen.

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Re: Petition gegen Mindestbeitrag bei Krankenkasse - unterschreibt bis zum 23.12.!!!
geschrieben von: Peter Silie ()
Datum: 31. Dezember 2009 10:41

ZITAT:
--------------------------------------------------------------------------
Zertifikatskurs für DaF-Lehrer NEU
geschrieben von: Gratinka (IP-Adresse bekannt)
Datum: 30. Dezember 2009 11:44


Hallo,

ich möchte eine DaF-Lehrer-Ausbildung machen. Kennt jemand eine günstigere Alternative (kein Studium) als den vierwöchigen IH-Zertifikationskurs ?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Es grüßt
Gratinka

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Peter



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.02.10 23:34.

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Re: Petition gegen Mindestbeitrag bei Krankenkasse - unterschreibt bis zum 23.12.!!!
geschrieben von: Marika ()
Datum: 18. Januar 2010 12:44

Ich habe leider zu spät von dieser Petition erfahren, hätte ich gerne auch unterschrieben. Was ist nun draus geworden?

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Re: Petition gegen Mindestbeitrag bei Krankenkasse - unterschreibt bis zum 23.12.!!!
geschrieben von: Marika ()
Datum: 18. Januar 2010 12:45

50 000??? Für unsere relativ kleine Berufsgruppe ist es eher unrealistisch, oder?

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Re: Petition gegen Mindestbeitrag bei Krankenkasse - unterschreibt bis zum 23.12.!!!
geschrieben von: Brigitta Staiger ()
Datum: 28. Januar 2010 10:45

Ich schließe mich Marikas Kommentar vorbehaltlos an. Auch ich habe leider erst soeben von dieser Petition erfahren...bin gleichfalls in unzumutbarer Weise von dieser "ungerechten" Beitragshöhe der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht - als freiwillige(r) Beitragszahler/In - schwer betroffen. Ich rufe hiermit öffentlich zu einem andauernden Widerstand gegen diese Ungerechtigkeit auf. Motto: "Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt." -- (Nur Einigkeit macht stark. Meine Einzelkampfaktionen in dieser Sache haben mich teilweise bereits finanziell ruiniert.) - Wir sollten weiterhin für soziale Gerechtigkeit kämpfen! Schließlich leisten wir in Ausübung unserer beruflichen Tätigkeit auch einen angemessenen Beitrag für die Gesamtgesellschaft...Britta

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Re: Petition gegen Mindestbeitrag bei Krankenkasse - unterschreibt bis zum 23.12.!!!
geschrieben von: Marika ()
Datum: 08. Februar 2010 23:45

Bin auch dafür!!! Heute habe ich es genau ausgerechnet, sicherlich bin ich nicht die erste, aber: Wenn ich 15 Euro/h kriege (mehr kriegt man selten), arbeite ich die ersten 23h/Monat wirklich für 15 Euro (OK, Ausgaben wie Bücher, Bürobedarf etc. sind noch nicht dabei), die nächsten 33 Stunden/Monat (!!!!! muss man sich überlegen!!!!) arbeite ich für 0 Euro, bin am Anfang sogar noch im Minus. Erst ab 58.Stunde fängt es wieder an zu steigen. Und erst bei 127h Monat habe ich 9 ¤/h erreicht. 127h bedeuten 32h/Woche, ohne Urlaub, Krankheiten und wirklich JEDE Woche. Wo gibt's denn so was? Kann man denn gegen diese Berechnungsgrundlage irgendwie gesetzlich vorgehen, einen Anwalt einschalten? Wurde das schon von jemand versucht? Eigentlich sollte sich unser "toller" Fachverband" damit beschäftigen, aber bisher habe ich nicht den Eindruck, dass sie das etwas tun würden. Im Gegenteil,der Mitgliedsbeitrag für Selbständige ist bei denen fast doppel so hoch wie für Angestellte. Als ob wir Selbständige mehr Geld hätten...

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Re: Petition gegen Mindestbeitrag bei Krankenkasse - unterschreibt bis zum 23.12.!!!
geschrieben von: Marika ()
Datum: 09. Februar 2010 00:27

Was bleibt uns übrig?

1. genau aufpassen und die Grenze von 350 nicht überschreiten (wenn man es sich leisten kann, d.h. wenn man einen Ehemann/eine Ehefrau hat, der/die mehr verdient.
2. schwarz arbeiten, zumindest was RV angeht, nach dem Motto "No risk, no fun"...
3. den Beruf wechseln...
4. weiter 33 h/Monat für 0 ¤/h arbeiten uns sich jeden Monat/Tag ärgern...
5. weniger arbeiten, den Rest der Zeit in die Briefe an die Bundesregierung, A. Merkel u.a. investieren...

WAS NUN???

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Petition
geschrieben von: lehrtaetigkeit ()
Datum: 09. Februar 2010 09:01

n



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.10.12 14:50.

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gerechter?
geschrieben von: Sabine Grill ()
Datum: 04. März 2010 21:33

Was ist aus der Petition geworden?

Es wäre sicherlich sinnvoll gewesen, diese Petition im Vorfeld zu diskutieren, denn so gerecht die Forderung auf den ersten Blick aussieht, so trickreich könnte damit umgegangen werden. Beispiel: Ich lasse meine Ehefrau als freiberufliche Assistentin arbeiten und im Geschäftsjahr leichten Verlust machen. Wie sähen dann ihre Krankenkassenbeiträge aus? Wohl bei null. Das würde dazu führen, dass die Krankenkassen mehr Zuschüsse, mehr Beiträge benötigen, d.h., die Versicherten müssten mehr zahlen. Das ist vielleicht nicht ungerechter als der Status quo, dennoch: Das Minimum hat einen guten Grund - Lohndumping und Trickserei der schwarzen Schafe unter Freiberuflern und Selbstständigen wird damit ein wenig schwieriger und das kommt den Versicherten der GK zugute.
Oder habe ich etwas Entscheidendes übersehen?

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Re: Petition gegen Mindestbeitrag bei Krankenkasse - unterschreibt bis zum 23.12.!!!
geschrieben von: Anna2 ()
Datum: 04. März 2010 22:54

Zitat
Sabine: Oder habe ich etwas Entscheidendes übersehen?

Ja, allerdings...

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Re: Petition gegen Mindestbeitrag bei Krankenkasse - unterschreibt bis zum 23.12.!!!
geschrieben von: Marika ()
Datum: 06. März 2010 23:47

Wenn die Ehefrau einen Verlust macht, also kein Einkommen hat, bleibt sie eh in der Familienversicherung und muss nichts zahlen.Oder?

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Re: Petition gegen Mindestbeitrag bei Krankenkasse - unterschreibt bis zum 23.12.!!!
geschrieben von: Sabine Grill ()
Datum: 10. März 2010 16:29

Nein: Nicht, wenn die Ehefrau hauptberuflich selbstständig ist. 'War aber auch nur ein Beispiel dafür, dass niedrige Sozialabgaben oft -nicht immer- nur zu Dumping-Löhnen und -Honoraren führen. Siehe das Gejammere der FDP über zu hohe Steuern und Sozialabgaben, vorgeblich macht die Mövenpick-Partei damit gegen den starken Staat mobil, aber im Prinzip schlägt sie auf die Schwachen ein.

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Re: Petition gegen Mindestbeitrag bei Krankenkasse - unterschreibt bis zum 23.12.!!!
geschrieben von: nickchen ()
Datum: 18. März 2010 19:44

Guten Abend!


Und wie wäre es mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht? Ist es nicht verfassungswidrig, beim Honorar von ca.600 Euro den Krankenkassenbeitrag in Höhe von 307 Euro zu verlangen? Die kRankenkassen sagen direkt, die Freiberufler sollten sich gut überlegen, bevor sie sich auf solche Dummheiten wie schlechtbezahlte Jobs einlasen.

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Re: Petition gegen Mindestbeitrag bei Krankenkasse - unterschreibt bis zum 23.12.!!!
geschrieben von: MichaelOchs ()
Datum: 18. März 2010 21:31

Alles, was in diesem Thread geposted wurde, bestätigt mich in meiner Auffassung, dass DaF eine "Hausfrauenbeschäftigung" ist- und dies auch bleiben, wird, da sich an den bestehenden Strukturen nichts, aber auch rein gar nichts ändert. Man kann davon nicht existieren. Man kann das nur als Hobby betreiben, aber nicht als existenzsichernde Vollzeiterwerbstätigkeit.

Ich ziehe für mich demnächst die Konsequenzen - trotz aller Freude am Unterrichten - und verabschiede mich nach rd. 10 Jahren in dieser Branche und werde "Hartzer"....

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Re: Petition gegen Mindestbeitrag bei Krankenkasse - unterschreibt bis zum 23.12.!!!
geschrieben von: Susu ()
Datum: 19. März 2010 09:21

Ich habe versucht, gegen die Mindestbeitragsbemessungsgrenze mit Hilfe der Gewerkschaft juristisch vorzugehen. Doch der war das Kostenrisiko zu groß, da sie wenig Aussicht auf Erfolg sah.

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Re: Petition gegen Mindestbeitrag bei Krankenkasse - unterschreibt bis zum 23.12.!!!
geschrieben von: Hellenna ()
Datum: 07. November 2010 19:23

Hallo Marika,

die Grenze von 350 .... Also unter 400 bleiben? ist es die einzige Möglichkeit, die ganze Geschichte mit den versicherungen und Steuer zu vermeiden? es ist dann nur 1 Tag /Woche... bei mir würden es dann 320¤... tja... und wie soll man dann damit leben? leider so was interessiert niemanden... außer uns selbst....

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