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Digitalisierung als thematischer Aspekt auch in O-Kursen?
geschrieben von: Pleister ()
Datum: 28. September 2018 00:15

„Digitalisierung“ auch als thematischer Aspekt in Orientierungskursen/DaF?

In den Integrationskursen für Migranten unter der Fachaufsicht des BAMF endet bekanntlich die Sprachausbildung kurz gesagt in der Regel nach 600 Unterrichtsstunden mit dem Deutsch -Test für Zuwanderer (DTZ). Mit einem Umfang von 100 Schulstunden schließt sich ein Orientierungskurs an, für dessen erfolgreichen Abschluss die Teilnehmer/innen ebenfalls eine Prüfung bestehen müssen. Im Orientierungskurs geht es mit Bezug auf Deutschland um die Grundlagen eines demokratischen Gemeinwesens, um Fragen des Staatsaufbaues, die rechtsstaatlichen institutionellen Aufgaben und Verfahrensweisen, um die ihnen zugrunde liegenden Wertvorstellungen, um Aspekte des Sozialstaates, um Parteien, gesellschaftliche Einrichtungen, um Geschichte, Kultur, Interkulturalität sowie religiöse Vielfalt, schließlich geht es auch um Europa, um dessen Institutionen und Politik. Wichtig wäre hier, im Unterricht ergänzend zu Partner- und Gruppenarbeit der Kursteilnehmer/innen seitens der Lehrkraft nicht nur im Hinblick auf die Abfrage von Kenntnissen in der schriftlichen Abschlussprüfung des Orientierungskurses noch einmal in zumeist deklarativer Form auf die Vielfalt der Aspekte und Zusammenhänge einzugehen, also beispielsweise im Sinne von Ergebnissicherung festzuhalten, was unter einer Demokratie in Abgrenzung zu anderen Staatsformen zu verstehen ist, was es mit der Gewaltenteilung auf sich hat, welche Parteien es gibt usw., sondern im Kurs auch Fragen und Sachverhalte anzusprechen, die die derzeitigen Diskussionen in der Bundesrepublik, in Europa oder der Welt prägen, die zu politischen Kontroversen führen können und denen für das Leben der Zuwanderer wie auch aller sogenannten Einheimischen, um es ein wenig pauschal zu sagen, in der Perspektive erhebliche Bedeutung – je nachdem, positiver wie auch negativer Art - zukommen wird. Gedacht sei dabei - in entsprechend sprachlich-kognitiver Ausrichtung auf die Kursteilnehmer/innen - an Sachverhalte oder Aspekte wie „Pluralismus“, „Liberalität“, „Debattenkultur“, vor allem an Themen wie „Klimawandel“, „Migration“, „Rechtsradikalismus“ und auch „Digitalisierung“. Letztere ist in ihrer Komplexität vielleicht als Problemstellung noch nicht hinreichend ins Bewusstsein vieler Menschen gedrungen, zumal bislang in einer eher affirmativen Weise über dieses Thema z.T. in wissenschaftlichen, vor allem aber in politischen Diskursen gesprochen wird. Die Digitalisierung wird vermutlich Umwälzungen von geradezu revolutionärem Ausmaß mit sich bringen, und das betrifft inskünftig – ganz einfach ausgedrückt - auch die Zuwanderer. Möglicherweise entwickeln sich mit dieser Technologie Gefahren für die Menschheit überhaupt. Eine kurze Verlautbarung, die über die unten angeführten Links aufzurufen ist, könnte dazu beitragen, Wahrnehmung und Bewusstsein hier zunächst einmal insbesondere von Lehrkräften auf die Gefahren für Demokratie und Freiheit, in diesem Kontext vor allem auf das Problemfeld „Digitalisierung“ zu lenken:

[www.facebook.com]
(dort unter "Beiträge" > "Besucherbeiträge")

oder ebenso

[www.facebook.com]



Michael Pleister, d.28.09.2018



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.10.18 01:29.

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Re: Digitalisierung als thematischer Aspekt auch in O-Kursen?
geschrieben von: bobaka ()
Datum: 28. September 2018 09:25

Diese Themen des linksliberalen deutschen Bildungsbürgertums könnten so manchen Migranten überfordern und/oder diesen nur am Rande interssieren. In dessen unmittelbarer Lebenswirklichkeit stehen Themen wie Aufenthaltsstatus, das Finden einer eigenen Wohnung, Familiennachzug und ähnlichze Themen im Vordergrund. Statt formalen Unterrichts zu diesen Themen sollte es lokale Beratungsstellen geben, die neben unmittelbarer Lebenshilfe vielleicht auch diese Themen ihnen in geeigneter Weise nahebringen - wenn es sie denn interessiert.

Pragmatiches Handeln ist gefragt statt Theorie- oder sonstige Diskussionen um das Pro oder Con in solchen Fragen. In den Projekten meiner NGO-Organisation in Nepal hatten wir z. B. den Fall von belästigten und/oder vergewaltigten Frauen (ein ähnliches Problem wie oft auch im angrenzenden Indien). Wir haben in der Weise darauf reagiert, dass wir Selbstverteidigungskurse für betroffene Frauen eingerichtet und organisiert haben. Das ist vielleicht nicht Alles, aber immerhin etwas, um mit diesem Probolem praktisch umzugehen.

Der konstruktuvistische Pädagogik-Ansatz ja legt nahe, dass man Menschen mit dem Ziel der Selbstbefähigung ausbilden und trainieren sollte, damit sie sich emanzipieren können von anderen - auch von NGOs und andern Helfern -, um für das eigene Leben selbstbestimmt und unabhängig werden zu können.


Zitat

noch einmal in zumeist deklarativer Form auf die Vielfalt der Aspekte und Zusammenhänge einzugehen, also beispielsweise im Sinne von Ergebnissicherung festzuhalten, was unter einer Demokratie in Abgrenzung zu anderen Staatsformen zu verstehen ist, was es mit der Gewaltenteilung auf sich hat, welche Parteien es gibt usw., sondern im Kurs auch Fragen und Sachverhalte anzusprechen, die die derzeitigen Diskussionen in der Bundesrepublik, in Europa oder der Welt prägen, die zu politischen Kontroversen führen können und denen für das Leben der Zuwanderer wie auch aller sogenannten Einheimischen, um es ein wenig pauschal zu sagen, in der Perspektive erhebliche Bedeutung – je nachdem, positiver wie auch negativer Art - zukommen wird. Gedacht sei dabei - in entsprechend sprachlich-kognitiver Ausrichtung auf die Kursteilnehmer/innen - an Sachverhalte oder Aspekte wie „Pluralismus“, „Liberalität“, „Debattenkultur“, vor allem an Themen wie „Klimawandel“, „Migration“, „Rechtsradikalismus“ und auch „Digitalisierung“.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.09.18 09:34.

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