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Umfrage zu gendergerechter Sprache in DaF/DaZ-Lehrwerken
geschrieben von:
Nora Kögler
()
Datum: 04. Mai 2025 12:32
Hallo zusammen,
ich studiere Deutsch als Fremd- und Fachsprache an der TU Berlin und untersuche im Rahmen meiner Masterarbeit, wie gendergerechte Sprache in DaF/DaZ-Lehrwerken verwendet und wahrgenommen wird.
Dafür habe ich eine kurze Umfrage erstellt (max. 10 Minuten), die sich an DaF/DaZ-Lehrkräfte in der Erwachsenenbildung richtet – egal ob mit oder ohne Erfahrung mit gendergerechter Sprache.
Hier geht’s zur Umfrage.
Ich freue mich riesig über jede Teilnahme – und gerne auch teilen!
Danke euch!
Nora Kögler
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.05.25 13:18.
ich studiere Deutsch als Fremd- und Fachsprache an der TU Berlin und untersuche im Rahmen meiner Masterarbeit, wie gendergerechte Sprache in DaF/DaZ-Lehrwerken verwendet und wahrgenommen wird.
Dafür habe ich eine kurze Umfrage erstellt (max. 10 Minuten), die sich an DaF/DaZ-Lehrkräfte in der Erwachsenenbildung richtet – egal ob mit oder ohne Erfahrung mit gendergerechter Sprache.
Hier geht’s zur Umfrage.
Ich freue mich riesig über jede Teilnahme – und gerne auch teilen!
Danke euch!
Nora Kögler
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.05.25 13:18.
Re: Umfrage zu gendergerechter Sprache in DaF/DaZ-Lehrwerken
geschrieben von:
Frank Brand
()
Datum: 02. Juni 2025 13:56
Ich wollte es ausfüllen, aber man muss sich dafür bei Google anmelden. Google, die Schufa, Facebook sind Vereine um die man wg. Datenschutz einen Riesenbogen machen sollte.
Re: Umfrage zu gendergerechter Sprache in DaF/DaZ-Lehrwerken
geschrieben von:
Nora Kögler
()
Datum: 13. Juni 2025 09:11
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung und Ihr Interesse an der Umfrage!
Das Ausfüllen des Fragebogens ist auch ohne Anmeldung bei Google möglich – die Anmeldefunktion wird von Google zwar angezeigt, ist aber nicht verpflichtend. Sie können den Fragebogen anonym ausfüllen, ohne persönliche Daten preiszugeben.
Liebe Grüße
Das Ausfüllen des Fragebogens ist auch ohne Anmeldung bei Google möglich – die Anmeldefunktion wird von Google zwar angezeigt, ist aber nicht verpflichtend. Sie können den Fragebogen anonym ausfüllen, ohne persönliche Daten preiszugeben.
Liebe Grüße
Re: Umfrage zu gendergerechter Sprache in DaF/DaZ-Lehrwerken
geschrieben von:
hteckenbrock
()
Datum: 05. Juli 2025 17:01
Hallo Nora,
Ist die Anfrage zur Umfrage noch aktuell ? (Da Anfang Mai eingestellt.)
Ich habe vor 2 Jahren an der Uni Essen die DaZ-Weiterbildung für Integrationslehrkräfte besucht und abgeschlossen. Ich erinnere mich, dass eine meiner Kommilitoninnen ein Referat über genau dieses Thema gemacht hat.
Ich müsste in meinen analogen und digitalen Unterlagen mal nachsehen, ob ich die Ausführungen finde.
Falls Interesse besteht, bitte per Mail melden: hteckenbrock@yahoo.de
Liebe Grüße und viel Erfolg.
Heike
Ist die Anfrage zur Umfrage noch aktuell ? (Da Anfang Mai eingestellt.)
Ich habe vor 2 Jahren an der Uni Essen die DaZ-Weiterbildung für Integrationslehrkräfte besucht und abgeschlossen. Ich erinnere mich, dass eine meiner Kommilitoninnen ein Referat über genau dieses Thema gemacht hat.
Ich müsste in meinen analogen und digitalen Unterlagen mal nachsehen, ob ich die Ausführungen finde.
Falls Interesse besteht, bitte per Mail melden: hteckenbrock@yahoo.de
Liebe Grüße und viel Erfolg.
Heike
Re: Umfrage zu gendergerechter Sprache in DaF/DaZ-Lehrwerken
geschrieben von:
tetsack
()
Datum: 22. Juli 2025 13:17
Nora Kögler schrieb:
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> Hallo zusammen,
> ich studiere Deutsch als Fremd- und Fachsprache an
> der TU Berlin und untersuche im Rahmen meiner
> Masterarbeit, wie gendergerechte Sprache in
> DaF/DaZ-Lehrwerken verwendet und wahrgenommen
> wird.
> Dafür habe ich eine kurze Umfrage erstellt (max.
> 10 Minuten), die sich an DaF/DaZ-Lehrkräfte in
> der Erwachsenenbildung richtet – egal ob mit
> oder ohne Erfahrung mit gendergerechter Sprache.
> spiele hier.
> Ich freue mich riesig über jede Teilnahme – und
> gerne auch teilen!
> Danke euch!
> Nora Kögler
Ich werde gerne teilnehmen und den Link auch in meinem Netzwerk teilen. Viel Erfolg bei deiner Masterarbeit!
3-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.07.25 13:20.
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> Hallo zusammen,
> ich studiere Deutsch als Fremd- und Fachsprache an
> der TU Berlin und untersuche im Rahmen meiner
> Masterarbeit, wie gendergerechte Sprache in
> DaF/DaZ-Lehrwerken verwendet und wahrgenommen
> wird.
> Dafür habe ich eine kurze Umfrage erstellt (max.
> 10 Minuten), die sich an DaF/DaZ-Lehrkräfte in
> der Erwachsenenbildung richtet – egal ob mit
> oder ohne Erfahrung mit gendergerechter Sprache.
> spiele hier.
> Ich freue mich riesig über jede Teilnahme – und
> gerne auch teilen!
> Danke euch!
> Nora Kögler
Ich werde gerne teilnehmen und den Link auch in meinem Netzwerk teilen. Viel Erfolg bei deiner Masterarbeit!
3-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.07.25 13:20.
Re: Umfrage zu gendergerechter Sprache in DaF/DaZ-Lehrwerken
geschrieben von:
Gernot Back
()
Datum: 22. Juli 2025 15:39
Ich finde allein schon die Fragestellung in Ihrer Umfrage tendenziös! Was ist denn »gendergerechte« Sprache? Für mich ist das das generische Maskulinum! In den Niederlanden haben die Medien das Motionssuffix abgeschafft. Das ist wahre, diskriminierungsfreie Gleichberechtigung!
[eurotext.de]
Ist Ihnen für Ihre Abschlussarbeit im Aufbaustudium »Deutsch als Fremdsprache« kein anderes, wirklich relevantes Thema eingefallen?
[eurotext.de]
Ist Ihnen für Ihre Abschlussarbeit im Aufbaustudium »Deutsch als Fremdsprache« kein anderes, wirklich relevantes Thema eingefallen?
Re: Umfrage zu gendergerechter Sprache in DaF/DaZ-Lehrwerken
geschrieben von:
Anna78
()
Datum: 25. Juli 2025 14:39
Zitat
Gernot Back: Was ist denn »gendergerechte« Sprache? Für mich ist das das generische Maskulinum!
Richtig: Für Sie! Sie sind ja aber nicht allein auf der Welt und andere sehen dies offensichtlich anders.
Zitat
In den Niederlanden haben die Medien das Motionssuffix abgeschafft. Das ist wahre, diskriminierungsfreie Gleichberechtigung!
[eurotext.de]
Und den Rest des verlinkten Textes und vor allem das Fazit unterschlagen Sie? Auch die Niederländer scheinen sich durchaus Gedanken darüber zu machen, was gendergerechte Sprache bedeutet. (Und was bitte ist denn "diskriminierungsfreie Gleichberechtigung"? Gleichberechtigung ist per Definition diskriminierungsfrei.)
Im Fazit des Artikels heißt es:
Geschlechtergerechtes Schreiben und Übersetzen ist auch im Niederländischen für viele Texte problemlos möglich, auch wenn sich im Vergleich zu vielen anderen Sprachen noch nicht so viele Strategien entwickelt und durchgesetzt haben. Es gibt jedoch viele Leitfäden, in denen geschlechtergerechte Alternativen vorgestellt werden. Wenn mit der Intention der Geschlechtsneutralität die männliche Form verwendet wird, wie dies die niederländischen Zeitungen tun, empfiehlt sich zumindest ein Hinweis, dass diese Personenbezeichnungen alle Geschlechter einschließen.
Wenn bereits bei der Erstellung von Texten für den Online-Shop auf geschlechtergerechte Formulierungen geachtet wird, erleichtert dies oft die Übersetzung, ohne dass zusätzliche Kosten entstehen. Die spezifischen Aspekte, die im E-Commerce und in der Übersetzung zu beachten sind, wenn es um die Verwendung einer geschlechtergerechten Sprache im Allgemeinen geht, haben wir bereits in diesem Artikel behandelt. Gerade weil im Niederländischen noch nicht viele Alternativen zum generischen Maskulinum etabliert sind, und auch weil es regionale Unterschiede im Sprachgebrauch gibt, empfiehlt es sich, bei Übersetzungen eine Person hinzuzuziehen, die mit den in der Zielregion etablierten Formen des geschlechtergerechten Sprachgebrauchs vertraut ist und über professionelle Erfahrung im Umgang mit der Ziel- und Ausgangssprache verfügt. eurotext
Zitat
Ist Ihnen für Ihre Abschlussarbeit im Aufbaustudium »Deutsch als Fremdsprache« kein anderes, wirklich relevantes Thema eingefallen?
Aus meiner Erfahrung ist dies ein Thema, das im Unterricht Deutsch als Fremdsprache durchaus relevant ist. In meinem Unterricht kommen dazu regelmäßig Nachfragen, zum einen weil man eben in deutschen Texten verschiedenen Varianten begegnet und zum anderen, weil sich die Teilnehmer durchaus dafür interessieren, wie man gendergerecht/inklusiv (nennen Sie es, wie Sie wollen) formulieren kann.
Viel Erfolg auf jeden Fall bei der Abschlussarbeit!
@Gernot Back: Sie müssen sich jetzt auch nicht nochmal wiederholen. Ihre Meinung zum Thema ist klar... "Sprachvorschriften"
Re: Umfrage zu gendergerechter Sprache in DaF/DaZ-Lehrwerken
geschrieben von:
Gernot Back
()
Datum: 25. Juli 2025 18:35
Anna78 schrieb:
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> @Gernot Back: Sie müssen sich jetzt auch nicht
> nochmal wiederholen. Ihre Meinung zum Thema ist
> klar...
> "Sprachvorschriften"
Lieb von Ihnen, dass Sie meinen damaligen Beitrag verlinkt haben. Das erspart mir in der Tat einiges an Wiederholung.
> Richtig: Für Sie! Sie sind ja aber nicht allein
> auf der Welt und andere sehen dies offensichtlich
> anders.
Was ich damals allerdings noch nicht wissen konnte, war, dass Eckhard Meineke nur ein halbes Jahr später die methodischen Schwächen »empirischer Untersuchungen« so gründlich sezieren würde, die angeblich belegen, dass sich ein relevanter Bevölkerungsanteil vom generischen Maskulinum nicht repräsentiert fühlt.
2-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.07.25 23:30.
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> @Gernot Back: Sie müssen sich jetzt auch nicht
> nochmal wiederholen. Ihre Meinung zum Thema ist
> klar...
> "Sprachvorschriften"
Lieb von Ihnen, dass Sie meinen damaligen Beitrag verlinkt haben. Das erspart mir in der Tat einiges an Wiederholung.
Zitat
Gernot Back: Was ist denn »gendergerechte« Sprache? Für mich ist das das generische Maskulinum!
> Richtig: Für Sie! Sie sind ja aber nicht allein
> auf der Welt und andere sehen dies offensichtlich
> anders.
Was ich damals allerdings noch nicht wissen konnte, war, dass Eckhard Meineke nur ein halbes Jahr später die methodischen Schwächen »empirischer Untersuchungen« so gründlich sezieren würde, die angeblich belegen, dass sich ein relevanter Bevölkerungsanteil vom generischen Maskulinum nicht repräsentiert fühlt.
2-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.07.25 23:30.
Re: Umfrage zu gendergerechter Sprache in DaF/DaZ-Lehrwerken
geschrieben von:
HansenY
()
Datum: 26. Juli 2025 09:47
Anna78 schrieb:
-------------------------------------------------------
>
> deutschen Texten verschiedenen Varianten begegnet
> und zum anderen, weil sich die Teilnehmer durchaus
> dafür interessieren, wie man
> gendergerecht/inklusiv (nennen Sie es, wie Sie
> wollen) formulieren kann.
>
> @Gernot Back: Sie müssen sich jetzt auch nicht
> nochmal wiederholen. Ihre Meinung zum Thema ist
> klar...
> "Sprachvorschriften"
Ja, dieser Trend ist in vielen Ländern zu beobachten. In der deutschen, französischen und spanischen Sprache wird die Frage nach Femininformen und neutralen Formulierungen immer relevanter. Doch im E-Commerce sollte man nicht nur auf sprachliche Korrektheit, sondern auch auf Benutzerfreundlichkeit achten.
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.08.25 09:45.
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>
> [/quote] Wer sich näher mit inklusiver Sprache im Deutschen beschäftigen möchte – auch im Hinblick auf konkrete Formulierungen oder aktuelle Diskussionen – findet auf Seiten wie site hilfreiche Ressourcen und praktische Beispiele.Zitat
Gernot Back: Was ist denn »gendergerechte«
> Sprache? Für mich ist das das generische
> Maskulinum!
>
>
> deutschen Texten verschiedenen Varianten begegnet
> und zum anderen, weil sich die Teilnehmer durchaus
> dafür interessieren, wie man
> gendergerecht/inklusiv (nennen Sie es, wie Sie
> wollen) formulieren kann.
>
> @Gernot Back: Sie müssen sich jetzt auch nicht
> nochmal wiederholen. Ihre Meinung zum Thema ist
> klar...
> "Sprachvorschriften"
Ja, dieser Trend ist in vielen Ländern zu beobachten. In der deutschen, französischen und spanischen Sprache wird die Frage nach Femininformen und neutralen Formulierungen immer relevanter. Doch im E-Commerce sollte man nicht nur auf sprachliche Korrektheit, sondern auch auf Benutzerfreundlichkeit achten.
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.08.25 09:45.
Re: Umfrage zu gendergerechter Sprache in DaF/DaZ-Lehrwerken
geschrieben von:
grevels
()
Datum: 26. Juli 2025 15:31
Das Niederländische taugt kaum als Vergleich, da es dort bei den Nomina sowieso keine Unterscheidung in Maskulinum und Femininum, sondern nur ein Utrum als Gegensatz zum Neutrum gibt. Da wird also eine weibliche Genderung nur durch Movierungssuffixe angezeigt, und ich weiß nicht, ob das überhaupt durchgehend gemacht wurde oder nur bei bestimmten Nomen (wie etwa im Englischen). Da ist es leichter möglich, auf die Movierung zu verzichten und das Stamm-Nomen für neutral zu erklären. Dort ist also so ein Ent-Gendern eine sehr elegante, einfache Möglichkeit für geschlechtergerechte Sprache.
Dagegen sind im Deutschen Personenbezeichnungen nahezu durchgehend gegendert (d.h. es liegen für fast alle entsprechenden Nomina zwei auf das außergrammatische Geschlecht bezogene Varianten vor), und zwar nicht nur durch Movierungssuffixe, sondern i.d.R. auch durch die Markierung des grammatischen Geschlechts per Artikel. Außerdem stimmen grammatisches und außergrammatisches Geschlecht auch fast immer überein (mit wenigen Ausnahmen wie "das Weib"). Und schließlich ist die dementsprechende Verwendung m.E. auch zumindest dann fast zwingend, wenn es um konkrete, bekannte Einzelpersonen geht ("Sabine ist Arzt" wäre m.E. falsch oder mindestens extrem ungewöhnlich). Das sog. generische Maskulinum bezieht sich ja nur auf Pluralformen bei gemischten Gruppen oder auf den Singular bei Personen unbkannten Geschlechts.
Das alles macht eine Entgenderung, wie der Verzicht auf Movierungssuffixe im Niederländischen es wäre, im Deutschen um ein Vielfaches schwieriger, wenn nicht unmöglich. Daher ist es nicht verwunderlich, dass im Deutschen ein anderer Weg für geschlechtergerechte Sprache gewählt wird, nämlich die korrekte Genderung: die passende genderbezogene Variante wird nicht nur (wie sowieso üblich bis zwingend) bei Personen bekannten geschlechts im Singular verwendet, sondern auch sonst - bei Bedarf mit sprachlichen Neuerungen.
Ich handhabe das im Unterricht i.d.R. so, dass ich die verschiedenen Varianten, die heute tatsächlich vorkommen (also sowohl generisches Maskulinum als auch Doppelnennungen, Sonderzeichen-Formen, Partizipialformen usw.), neutral vorstelle und erkläre. ("Neutral" heißt: Ich erkläre sachlich, mit welcher Motivation Leute die Varianten benutzen.)
Dagegen sind im Deutschen Personenbezeichnungen nahezu durchgehend gegendert (d.h. es liegen für fast alle entsprechenden Nomina zwei auf das außergrammatische Geschlecht bezogene Varianten vor), und zwar nicht nur durch Movierungssuffixe, sondern i.d.R. auch durch die Markierung des grammatischen Geschlechts per Artikel. Außerdem stimmen grammatisches und außergrammatisches Geschlecht auch fast immer überein (mit wenigen Ausnahmen wie "das Weib"). Und schließlich ist die dementsprechende Verwendung m.E. auch zumindest dann fast zwingend, wenn es um konkrete, bekannte Einzelpersonen geht ("Sabine ist Arzt" wäre m.E. falsch oder mindestens extrem ungewöhnlich). Das sog. generische Maskulinum bezieht sich ja nur auf Pluralformen bei gemischten Gruppen oder auf den Singular bei Personen unbkannten Geschlechts.
Das alles macht eine Entgenderung, wie der Verzicht auf Movierungssuffixe im Niederländischen es wäre, im Deutschen um ein Vielfaches schwieriger, wenn nicht unmöglich. Daher ist es nicht verwunderlich, dass im Deutschen ein anderer Weg für geschlechtergerechte Sprache gewählt wird, nämlich die korrekte Genderung: die passende genderbezogene Variante wird nicht nur (wie sowieso üblich bis zwingend) bei Personen bekannten geschlechts im Singular verwendet, sondern auch sonst - bei Bedarf mit sprachlichen Neuerungen.
Ich handhabe das im Unterricht i.d.R. so, dass ich die verschiedenen Varianten, die heute tatsächlich vorkommen (also sowohl generisches Maskulinum als auch Doppelnennungen, Sonderzeichen-Formen, Partizipialformen usw.), neutral vorstelle und erkläre. ("Neutral" heißt: Ich erkläre sachlich, mit welcher Motivation Leute die Varianten benutzen.)
Re: Umfrage zu gendergerechter Sprache in DaF/DaZ-Lehrwerken
geschrieben von:
Frank Brand
()
Datum: 08. Oktober 2025 15:53
Eine Schülerin war begeistert von dem lustigen Ausdruck "die tote Radfahrende". Das ist jetzt ein running gag im Unterricht. Also dieser grüne, wenn auch meist blödsinnige Gebrauch des "gendergerechten" Partizip1 hat auch sein Gutes.
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.10.25 15:56.
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.10.25 15:56.
Re: Umfrage zu gendergerechter Sprache in DaF/DaZ-Lehrwerken
geschrieben von:
Gernot Back
()
Datum: 09. Oktober 2025 12:42
Frank Brand schrieb:
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> Eine Schülerin war begeistert von dem lustigen
> Ausdruck "die tote Radfahrende".
Im Singular ist »(eine/die) Radfahrende« im Sinne der »Gendergerechtigkeit« ohnehin vollkommen belanglos, denn eine Person hat ja jeweils nur eins von zwei biologisch möglichen Geschlechtern, das explizit benannt werden kann, was mit Artikel ohnehin passiert, ganz gleich ob es sich dabei nun um eine Form mit Motionssuffix (-in) oder um ein substantiviertes Partizip handelt.
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> Eine Schülerin war begeistert von dem lustigen
> Ausdruck "die tote Radfahrende".
Im Singular ist »(eine/die) Radfahrende« im Sinne der »Gendergerechtigkeit« ohnehin vollkommen belanglos, denn eine Person hat ja jeweils nur eins von zwei biologisch möglichen Geschlechtern, das explizit benannt werden kann, was mit Artikel ohnehin passiert, ganz gleich ob es sich dabei nun um eine Form mit Motionssuffix (-in) oder um ein substantiviertes Partizip handelt.
Re: Umfrage zu gendergerechter Sprache in DaF/DaZ-Lehrwerken
geschrieben von:
Frank Brand
()
Datum: 09. Oktober 2025 16:56
Aiyo, Kollege-richtig oder falsch, belanglos oder nicht, das interessiert die Partizip1 Fanatiker einen Sch. Wenn du dazu gehören möchtest, kreierst du auf Teufel komm raus Partizip1 Formen. In dem SZ Artikel mit der toten Radfahrenden wurde auch über die Studierenden in Auerbachs Keller gesprochen, die immer lauter wurden-sehr zum Amusement des Autors. Er meinte, wenn schon Partizip1, dann höchstens "die Saufenden". Ansonsten gehe es bei der erwähnten Gruppe einfach nur um Studenten, die es sich abends gut gehen ließen.
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