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Unterschied Fragepronomen "welches" zw. Neutrum Nominativ u. Akkusativ
geschrieben von:
Gast
()
Datum: 03. August 2025 04:41
Hallo, ich ein bisschen Schwierigkeiten bei der Unterscheidung und beim Verstehen, worin genau der Unterschied zwischen Nominativ und Akkusativ im Genus Neutrum liegt?
Die Frage ist mir Anhand des Fragepronomens „welches“ aufgekommen, dass im Nominativ und im Akkusativ gleich ist.
Im Genus Maskulin ist es ja offensichtlich, aber ich kann es im Neutrum beim Fragepronomen mit welches nicht nachvollziehen.
Außer dass ja die Bedeutung direktes Objekt/Subjekt klar ist.
Wie kann ich das mit "welches" das unterscheiden?
Die Frage ist mir Anhand des Fragepronomens „welches“ aufgekommen, dass im Nominativ und im Akkusativ gleich ist.
Im Genus Maskulin ist es ja offensichtlich, aber ich kann es im Neutrum beim Fragepronomen mit welches nicht nachvollziehen.
Außer dass ja die Bedeutung direktes Objekt/Subjekt klar ist.
Wie kann ich das mit "welches" das unterscheiden?
Re: Unterschied Fragepronomen "welches" zw. Neutrum Nominativ u. Akkusativ
geschrieben von:
Gernot Back
()
Datum: 04. August 2025 10:16
Gast schrieb:
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> Die Frage ist mir Anhand des Fragepronomens
> „welches“ aufgekommen, dass im Nominativ und im
> Akkusativ gleich ist.
>
> Im Genus Maskulin ist es ja offensichtlich, aber
> ich kann es im Neutrum beim Fragepronomen mit
> welches nicht nachvollziehen.
>
> Außer dass ja die Bedeutung direktes
> Objekt/Subjekt klar ist.
> Wie kann ich das mit "welches" das unterscheiden?
Im Maskulinum sind die Flexionsendungen des Frageartikels »welcher« bzw. »welchen« im Nominativ und im Akkusativ unterscheidbar, da ist das klar, wie du richtig erkannt hast.
Gleiches gilt auch für die Unterscheidbarkeit anderer maskuliner Artikel. So kann ich z.B. unabhängig von der Reihenfolge im Satz jeweils beides sagen:
Im Femininum und im Neutrum ist jedoch aufgrund der Formengleichheit der Artikel im Nominativ und Akkusativ die Reihenfolge im Satz entscheidend:
Hier kann sich die Bedeutung nur aus dem Kontext und dem außersprachlichen Weltwissen erschließen, was etwa im Falle von Marx' obigem Zitat schwierig ist:
Genau genommen hat Marx hier aber auch gar nichts geklärt, denn für Relativpronomen gilt ja eine ebenso feste Position als linke Satzklammer des Nebensatzes: Beim Relativpronomen »das«, das sich auf »Sein« oder »Bewusstsein« beziehen kann, bleibt die Funktion als Subjekt oder Objekt also ebenfalls unklar. Im Zweifel handelt es sich beim immer zuerst genannten Relativpronomen also um das Subjekt, wenn noch ein anderes Satzglied folgt, das man als Akkusativobjekt interpretieren kann.
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.08.25 09:23.
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> Die Frage ist mir Anhand des Fragepronomens
> „welches“ aufgekommen, das
> Akkusativ gleich ist.
>
> Im Genus Maskulin ist es ja offensichtlich, aber
> ich kann es im Neutrum beim Fragepronomen mit
> welches nicht nachvollziehen.
>
> Außer dass ja die Bedeutung direktes
> Objekt/Subjekt klar ist.
> Wie kann ich das mit "welches" das unterscheiden?
Im Maskulinum sind die Flexionsendungen des Frageartikels »welcher« bzw. »welchen« im Nominativ und im Akkusativ unterscheidbar, da ist das klar, wie du richtig erkannt hast.
Gleiches gilt auch für die Unterscheidbarkeit anderer maskuliner Artikel. So kann ich z.B. unabhängig von der Reihenfolge im Satz jeweils beides sagen:
Der Fisch frisst den Wurm. Den Wurm frisst der Fisch. Der Wurm frisst den Fisch. Den Fisch frisst der Wurm.Es ist dennoch anhand der unterschiedlichen Artikel jeweils klar, wer wen frisst.
Im Femininum und im Neutrum ist jedoch aufgrund der Formengleichheit der Artikel im Nominativ und Akkusativ die Reihenfolge im Satz entscheidend:
Die Katze frisst die Ratte. Die Ratte frisst die Katze. Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Das Bewusstsein bestimmt das Sein.Bei W-Fragen (Fragen mit Fragewort) kann die Reihenfolge jedoch nicht als Unterscheidungskriterium für Subjekt und Objekt dienen, denn das Fragewort besetzt unabhängig von seiner syntaktischen Funktion als Subjekt oder Objekt immer das Vorfeld (Position 1) im Satz.
Hier kann sich die Bedeutung nur aus dem Kontext und dem außersprachlichen Weltwissen erschließen, was etwa im Falle von Marx' obigem Zitat schwierig ist:
Was bestimmt das (Bewusst-)Sein?In vorausschauender Weitsicht hat Marx diese Frage aber explizit geklärt:
[de.wikiquote.org])Zitat
Karl Marx, Zur Kritik der Politischen Ökonomie. Vorwort. MEW 13, S. 9, 1859
„Es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt.“
Genau genommen hat Marx hier aber auch gar nichts geklärt, denn für Relativpronomen gilt ja eine ebenso feste Position als linke Satzklammer des Nebensatzes: Beim Relativpronomen »das«, das sich auf »Sein« oder »Bewusstsein« beziehen kann, bleibt die Funktion als Subjekt oder Objekt also ebenfalls unklar. Im Zweifel handelt es sich beim immer zuerst genannten Relativpronomen also um das Subjekt, wenn noch ein anderes Satzglied folgt, das man als Akkusativobjekt interpretieren kann.
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.08.25 09:23.
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