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Sprachberatung
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hin und her
geschrieben von:
Rachel Dose
()
Datum: 17. Dezember 2007 23:33
Warum sagt man "ich komme zu dir herüber" aber "ich komme zu dir hin?"
Liegt das an der Kombination mit "über"? Danke für Eure Hilfe!
Liegt das an der Kombination mit "über"? Danke für Eure Hilfe!
Re: hin und her
geschrieben von:
Charles Trojan
()
Datum: 18. Dezember 2007 09:54
(1) Ihr Beispiel "Ich ...zu dir herüber" ist absolut falsch!
Warum? "Ich" ist immer der Sprecher, "du" ein anderer - folglich kann "ich" nicht zu dir herkommen sondern nur hinkommen
(2) Mit den Fragepronomen "wohin" und "woher" läßt sich immer entscheiden,ob ich "hin" oder "her" (mit Präposition) benutzen muß.
Beste Grüße
CT
Warum? "Ich" ist immer der Sprecher, "du" ein anderer - folglich kann "ich" nicht zu dir herkommen sondern nur hinkommen
(2) Mit den Fragepronomen "wohin" und "woher" läßt sich immer entscheiden,ob ich "hin" oder "her" (mit Präposition) benutzen muß.
Beste Grüße
CT
Re: hin und her
geschrieben von:
Stefan
()
Datum: 18. Dezember 2007 12:26
In der Tat sagt man hierher aber dorthin; -her weist also immer auf den Ort des Sprechers. Allerdings scheint diese Regel im Alltag zu verblassen, weil sie vielen Muttersprachlern nicht mehr bewusst ist; man kann häufig Kannst Du mal hierhin kommen? hören. Ich würde daher das Etikett absolut falsch gegen nicht standardspachlich austauschen.
Re: hin und her
geschrieben von:
jero
()
Datum: 18. Dezember 2007 12:59
Hallo,
ich würde eher in Anlehnung an einen bekannten Spruch sagen, "die Richtigkeit liegt im Auge des Betrachters".
Es kommt auf die Perspektive an: Man kann sowohl sagen (A) "Ich komme zu dir hinüber" als auch (B) "Ich komme zu dir herüber". (A) ist aus der Position des Sprechers formuliert (wohin gehend?); in (B) hat sich der Sprecher aber bereits in die Position des anderen versetzt, schaut quasi umgekehrt auf seine eigene Handlung aus der Sicht des anderen (woher kommend?).
Ähnlich ist es in folgenden Beispielen:
1. Sie schaut aus dem Fenster hinaus. (von sich aus weg = hinaus)
2. Sie schaut aus dem Fenster heraus. (zu uns her = heraus)
Da ist im Alltag vielleicht nicht die Regel durcheinander und das Gefühl verloren gegangen, sondern oft sind einfach beide Perspektiven möglich (Sprecher, Beobachter, Perspektivenwechsel). Daher das - zugegeben lernerunfreundliche - "Kuddelmuddel".
jero
www.cafe-deutsch.de
ich würde eher in Anlehnung an einen bekannten Spruch sagen, "die Richtigkeit liegt im Auge des Betrachters".
Es kommt auf die Perspektive an: Man kann sowohl sagen (A) "Ich komme zu dir hinüber" als auch (B) "Ich komme zu dir herüber". (A) ist aus der Position des Sprechers formuliert (wohin gehend?); in (B) hat sich der Sprecher aber bereits in die Position des anderen versetzt, schaut quasi umgekehrt auf seine eigene Handlung aus der Sicht des anderen (woher kommend?).
Ähnlich ist es in folgenden Beispielen:
1. Sie schaut aus dem Fenster hinaus. (von sich aus weg = hinaus)
2. Sie schaut aus dem Fenster heraus. (zu uns her = heraus)
Da ist im Alltag vielleicht nicht die Regel durcheinander und das Gefühl verloren gegangen, sondern oft sind einfach beide Perspektiven möglich (Sprecher, Beobachter, Perspektivenwechsel). Daher das - zugegeben lernerunfreundliche - "Kuddelmuddel".
jero
www.cafe-deutsch.de
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