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Re: der, die, das Demonstrativpronomen oder bestimmter Artikel?
geschrieben von:
Franziska
()
Datum: 04. Juni 2008 23:01
Der Schöne ist also ein Adjektiv. Und der Arbeitslose, der Angestellte? Ein Angestellter? Alles Adjektive, ah ja.
(Mich würde ja wirklich mal interessieren, ob du jemals Deutsch unterrichtet hast.)
Im Übrigen fungiert "dieser" vor dieser Mann als Demonstrativartikel.
(Mich würde ja wirklich mal interessieren, ob du jemals Deutsch unterrichtet hast.)
Im Übrigen fungiert "dieser" vor dieser Mann als Demonstrativartikel.
Re: der, die, das Demonstrativpronomen oder bestimmter Artikel?
geschrieben von:
Redeker, Bangkok
()
Datum: 05. Juni 2008 01:04
Guten Morgen Herr Michael Schmitz,
machen Sie sich hier einen Spaß oder
kann es wirklich sein, dass Sie den Unterschied zwischen einer Wortart und dem Gebrauch / der Funktion eines Wortes in einer Nomengruppe / in einem Satz nicht sehen wollen oder können? Die blau unterlegten Wörter in den Beiträgen oben sind Links zur Grammatik. Die Links sind nur dann sinnvoll, wenn sie gelesen werden.
(Kennen Sie wirklich den Unterschied zwischen Nomen und Adjektiven nicht? Das kann doch nicht sein?)
Mit freundlichen Grüßen
Michael Redeker
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.06.08 01:55.
machen Sie sich hier einen Spaß oder
kann es wirklich sein, dass Sie den Unterschied zwischen einer Wortart und dem Gebrauch / der Funktion eines Wortes in einer Nomengruppe / in einem Satz nicht sehen wollen oder können? Die blau unterlegten Wörter in den Beiträgen oben sind Links zur Grammatik. Die Links sind nur dann sinnvoll, wenn sie gelesen werden.
(Kennen Sie wirklich den Unterschied zwischen Nomen und Adjektiven nicht? Das kann doch nicht sein?)
Mit freundlichen Grüßen
Michael Redeker
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.06.08 01:55.
Re: der, die, das Demonstrativpronomen oder bestimmter Artikel?
geschrieben von:
Lara0011
()
Datum: 05. Juni 2008 11:51
Ich danke allen, dass sie sich so viel Mühe gemacht haben, dieses Thema zu erklären!
Aber troztdem muss ich zugeben, dass diese Unterteilung, Form und Inhalt, mich etwas verwirrt.
Der Grund dafür ist nicht, dass ich das Prinzip nicht verstehe, sondern folgendes:
Dieser, jener, solcher sind als Demonstrativpronomen, die man auch als Artikelwörter benutzen kann. (Form = Demonstrativpronomen, Inhalt, Gebrauch = Artikel)
Pronomen in ihrer ursprünglichen Bedeutung stehen für Substantive / Substantive plus Artikel.
Wenn man aber Deutsch als Fremdsprache lernt, womit fängt man an?
Mit Demonstrativpronomen in Funktion eines Artikels (diese CD), erst viel später folgt Demonstrativpronomen in substituierendem Gebrauch.
Verwirrend für mich ist also, dass etwas, was ich eigentlich in attributiendem Gebrauch kennenlerne, eigentlich ein Pronomen ist, bei dem die ursprügliche Funktion stellvertrentende Funktion des Substantiv ist.
Warum heißt es dann überhaupt Pronomen?
Vielen Dank Im Voraus für Anworten!
Schöne Grüße!
dass die grammatische Terminologie zur Bezeichnung der Pronomina recht uneinheitlich ist?
Aber troztdem muss ich zugeben, dass diese Unterteilung, Form und Inhalt, mich etwas verwirrt.
Der Grund dafür ist nicht, dass ich das Prinzip nicht verstehe, sondern folgendes:
Dieser, jener, solcher sind als Demonstrativpronomen, die man auch als Artikelwörter benutzen kann. (Form = Demonstrativpronomen, Inhalt, Gebrauch = Artikel)
Pronomen in ihrer ursprünglichen Bedeutung stehen für Substantive / Substantive plus Artikel.
Wenn man aber Deutsch als Fremdsprache lernt, womit fängt man an?
Mit Demonstrativpronomen in Funktion eines Artikels (diese CD), erst viel später folgt Demonstrativpronomen in substituierendem Gebrauch.
Verwirrend für mich ist also, dass etwas, was ich eigentlich in attributiendem Gebrauch kennenlerne, eigentlich ein Pronomen ist, bei dem die ursprügliche Funktion stellvertrentende Funktion des Substantiv ist.
Warum heißt es dann überhaupt Pronomen?
Vielen Dank Im Voraus für Anworten!
Schöne Grüße!
dass die grammatische Terminologie zur Bezeichnung der Pronomina recht uneinheitlich ist?
Re: der, die, das Demonstrativpronomen oder bestimmter Artikel?
geschrieben von:
Michael Schmitz
()
Datum: 05. Juni 2008 22:03
Hallo Franziska, hallo Michael Redeker
ihr macht mir viel Spass .... haha
Natürlich sind
der Schöne, der Arbeitslose, der Angestellte und auch
der Beamte, der Verdammte und der Bekannte Adjektive und zwar
substantivierte Adjektive
Mit deinem Satz, Franziska:
Zitat: "Mich würde ja wirklich mal interessieren, ob du jemals Deutsch unterrichtet hast.", versuchst du wieder deine grammatische Inkomepetenz durch einen persönlichen Angriff zu kompensieren, eigentlich schade ... aber sehr typisch für dich ...
Wenn dem nicht so wäre, also dass obige Wörter Adjektive sind, wie erklärst du deinen Schülern, dass es
1) die Lampe, eine Lampe, der Hund, ein Hund
heißt aber
2 der Angestellte, ein Angestellter
Oder ist dir der Unterschied bisher noch nicht aufgefallen?
Und auch Michael Redeker meint, dass der Angestellte, der Schöne, etc. Substantive sind, kann ich fast nicht glauben.
Und noch was, auch wenn jemand grammatisch ganz anders denkt als du, so sollte es doch immer auf der Ebene der Grammatik bleiben, Franziska, du greifst ständig auf einer persönlichen Ebene an, anstatt grammatische Argumente zu grammatischen Themen zu bringen. Das ist irgendwie unerträglich.
Mit freundlichen Grüssen
Michael Schmitz
ihr macht mir viel Spass .... haha
Natürlich sind
der Schöne, der Arbeitslose, der Angestellte und auch
der Beamte, der Verdammte und der Bekannte Adjektive und zwar
substantivierte Adjektive
Mit deinem Satz, Franziska:
Zitat: "Mich würde ja wirklich mal interessieren, ob du jemals Deutsch unterrichtet hast.", versuchst du wieder deine grammatische Inkomepetenz durch einen persönlichen Angriff zu kompensieren, eigentlich schade ... aber sehr typisch für dich ...
Wenn dem nicht so wäre, also dass obige Wörter Adjektive sind, wie erklärst du deinen Schülern, dass es
1) die Lampe, eine Lampe, der Hund, ein Hund
heißt aber
2 der Angestellte, ein Angestellter
Oder ist dir der Unterschied bisher noch nicht aufgefallen?
Und auch Michael Redeker meint, dass der Angestellte, der Schöne, etc. Substantive sind, kann ich fast nicht glauben.
Und noch was, auch wenn jemand grammatisch ganz anders denkt als du, so sollte es doch immer auf der Ebene der Grammatik bleiben, Franziska, du greifst ständig auf einer persönlichen Ebene an, anstatt grammatische Argumente zu grammatischen Themen zu bringen. Das ist irgendwie unerträglich.
Mit freundlichen Grüssen
Michael Schmitz
Re: der, die, das Demonstrativpronomen oder bestimmter Artikel?
geschrieben von:
Redeker, Bangkok
()
Datum: 05. Juni 2008 23:25
Guten Morgen Herr Schmitz,
"substantivieren" oder "nominalisieren" bedeutet per Definition laut Grammatik und Wörterbuch "ein Wort in die Form und Funktion eines Substantivs überführen". Aus z. Bsp. einem Adjektiv oder einem Verb wird dann ein Substantiv.
Diese Umwandlung heißt "Konversion".
In diesem speziellen Fall, wenn wir also ein Adjektiv in ein Substantiv konvertieren, heißt das "Nomenableitung", bzw. genauer Adjektiv zu Nomen: Konversion.
Das konvertierte Nomen ist dann kein Adjektiv mehr, sondern ein Nomen, Substantiv, Hauptwort oder Dingwort. Es wird großgeschrieben und erhält einen Artikel. Ganz verleugnen kann dieses neue Nomen (Substantiv, Hauptwort oder Dingwort) seine Herkunft von einem (kleingeschriebenen) Adjektiv aber nicht: "Das Nomen hat das gleiche Flexionsmuster wie das Adjektiv. Ein Adjektiv kann in seiner männlichen, weiblichen oder sächlichen Form in ein Nomen umgewandelt werden."
Wenn wir ein Adjektiv in ein Nomen umwandeln, sprechen wir von einem Nomen (oder Substantiv, Hauptwort oder Dingwort). Das Adjektiv "schön" wird dann zu den Nomen (Substantiven, Hauptwörtern, Dingwörtern) "der Schöne", "die Schöne", "das Schöne". "Der Schöne" ist dann ein Nomen (Substantiv, Hauptwort oder Dingwort). Und wahrhaftig, dass kann ein jeder nicht nur glauben, sondern wissen, ich nenne ein Substantiv "Substantiv".
Mit substantiellen Grüßen
Michael Redeker
"substantivieren" oder "nominalisieren" bedeutet per Definition laut Grammatik und Wörterbuch "ein Wort in die Form und Funktion eines Substantivs überführen". Aus z. Bsp. einem Adjektiv oder einem Verb wird dann ein Substantiv.
Diese Umwandlung heißt "Konversion".
In diesem speziellen Fall, wenn wir also ein Adjektiv in ein Substantiv konvertieren, heißt das "Nomenableitung", bzw. genauer Adjektiv zu Nomen: Konversion.
Das konvertierte Nomen ist dann kein Adjektiv mehr, sondern ein Nomen, Substantiv, Hauptwort oder Dingwort. Es wird großgeschrieben und erhält einen Artikel. Ganz verleugnen kann dieses neue Nomen (Substantiv, Hauptwort oder Dingwort) seine Herkunft von einem (kleingeschriebenen) Adjektiv aber nicht: "Das Nomen hat das gleiche Flexionsmuster wie das Adjektiv. Ein Adjektiv kann in seiner männlichen, weiblichen oder sächlichen Form in ein Nomen umgewandelt werden."
Wenn wir ein Adjektiv in ein Nomen umwandeln, sprechen wir von einem Nomen (oder Substantiv, Hauptwort oder Dingwort). Das Adjektiv "schön" wird dann zu den Nomen (Substantiven, Hauptwörtern, Dingwörtern) "der Schöne", "die Schöne", "das Schöne". "Der Schöne" ist dann ein Nomen (Substantiv, Hauptwort oder Dingwort). Und wahrhaftig, dass kann ein jeder nicht nur glauben, sondern wissen, ich nenne ein Substantiv "Substantiv".
Mit substantiellen Grüßen
Michael Redeker
Re: der, die, das Demonstrativpronomen oder bestimmter Artikel?
geschrieben von:
Redeker, Bangkok
()
Datum: 06. Juni 2008 00:29
Guten Morgen Lara0011,
Sie schreiben:
"Verwirrend für mich ist also, dass etwas, was ich eigentlich in attributiendem Gebrauch kennenlerne, eigentlich ein Pronomen ist, bei dem die ursprüngliche Funktion stellvertretende Funktion des Substantiv ist. Warum heißt es dann überhaupt Pronomen?"
Grammatik wird im DaF-Unterricht auf eigenartig verschiedene Weisen vermittelt, manche DaF-Lehrenden verzichten ganz darauf. Wenn Ihr DaF-Lehrer keine klare Vorstellung grammatischer Erscheinungen hat, aber trotzdem grammatische Termini benutzt, kann das sehr verwirrend sein.
Im Anfängerunterricht, zu Beginn eines Kurses, werden viele Formen gebraucht, die erst später, wenn es denn nötig ist, erklärt werden.
Die Lernenden benutzen und gebrauchen also z. Bsp. die Artikel der, die, das, ein usw. ohne vielleicht gleich zu hören, dass diese zu der Wortart Artikel im engeren Sinne gehören. Und gebrauchen wohl dann auch andere Wörter, die die Eigenschaften von Artikeln haben, wie zum Beispiel dieser, jener, mein, jeder, kein usw.
An Beispielen, in Sätzen oder Texten wird dann erfahren, dass all diese Artikelwörter auch als Pronomen gebraucht werden können.
In meinem Unterricht versuche ich zu differenzieren. Manche Lerner verweigern sich grammatischen Erklärungen und brauchen die vielleicht auch nicht. Anderen ist mit Erklärungen in kleinen Schritten geholfen.
Die erste auffällige Erscheinung in deutschen Texten (nach den Umlauten und dem Esszett) ist die Großschreibung von Nomen. Zu einem Nomen gehört oft / immer ein Artikel.
Dann kommen wir also von den bestimmten und unbestimmten Artikeln zu den Artikelwörtern, die vor einem Nomen stehen. Von den Artikelwörtern zu den Pronomen.
Auch Pronomen werden zuerst gebraucht und danach erklärt.
Und nur wenn nachgefragt wird, erkläre ich genauer, dass eben nur manche Pronomen (dieser, jener usw., aber nicht er, sie, es usw.) auch als Artikelwörter gebraucht werden können. Usw., usf. Siehe meine Beiträge oben.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Redeker
Sie schreiben:
"Verwirrend für mich ist also, dass etwas, was ich eigentlich in attributiendem Gebrauch kennenlerne, eigentlich ein Pronomen ist, bei dem die ursprüngliche Funktion stellvertretende Funktion des Substantiv ist. Warum heißt es dann überhaupt Pronomen?"
Grammatik wird im DaF-Unterricht auf eigenartig verschiedene Weisen vermittelt, manche DaF-Lehrenden verzichten ganz darauf. Wenn Ihr DaF-Lehrer keine klare Vorstellung grammatischer Erscheinungen hat, aber trotzdem grammatische Termini benutzt, kann das sehr verwirrend sein.
Im Anfängerunterricht, zu Beginn eines Kurses, werden viele Formen gebraucht, die erst später, wenn es denn nötig ist, erklärt werden.
Die Lernenden benutzen und gebrauchen also z. Bsp. die Artikel der, die, das, ein usw. ohne vielleicht gleich zu hören, dass diese zu der Wortart Artikel im engeren Sinne gehören. Und gebrauchen wohl dann auch andere Wörter, die die Eigenschaften von Artikeln haben, wie zum Beispiel dieser, jener, mein, jeder, kein usw.
An Beispielen, in Sätzen oder Texten wird dann erfahren, dass all diese Artikelwörter auch als Pronomen gebraucht werden können.
In meinem Unterricht versuche ich zu differenzieren. Manche Lerner verweigern sich grammatischen Erklärungen und brauchen die vielleicht auch nicht. Anderen ist mit Erklärungen in kleinen Schritten geholfen.
Die erste auffällige Erscheinung in deutschen Texten (nach den Umlauten und dem Esszett) ist die Großschreibung von Nomen. Zu einem Nomen gehört oft / immer ein Artikel.
Dann kommen wir also von den bestimmten und unbestimmten Artikeln zu den Artikelwörtern, die vor einem Nomen stehen. Von den Artikelwörtern zu den Pronomen.
Auch Pronomen werden zuerst gebraucht und danach erklärt.
Und nur wenn nachgefragt wird, erkläre ich genauer, dass eben nur manche Pronomen (dieser, jener usw., aber nicht er, sie, es usw.) auch als Artikelwörter gebraucht werden können. Usw., usf. Siehe meine Beiträge oben.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Redeker
Re: der, die, das Demonstrativpronomen oder bestimmter Artikel?
geschrieben von:
Lara0011
()
Datum: 20. Juni 2008 15:11
Herr Redeker,
vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort!
Schöne Grüße!
vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort!
Schöne Grüße!
Aktuelle Seite: 2 von 2
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