Foren für E-Mail-Partnersuche, DaF-Diskussionen und -Jobsuche
Sprachberatung
Bitte in den Foren nur auf Deutsch schreiben!
Auch fremdsprachliche Beiträge (d. h. Beiträge über andere Sprachen) müssen wir leider löschen.
Betont werden muss, dass die deutsche Syntax nicht ganz leicht ist
geschrieben von:
Tomas
()
Datum: 06. Juli 2008 17:40
Hallo,
Ich las einen Satz in einem Schulbuch, wo in Anfangsstellung die einleitende Phrase "Betont werden muss" vorkam, gefolgt von einem "dass-Satz".
Geht das?
Also in etwa war dieser Satz so:
"Betont werden muss, dass die Syntax des Deutschen nicht ganz leicht ist."
Und falls ja, inwieweit können im Deutschen überhaupt vollständige Nebensätze als Subjekte oder Objekte verwendet werden? Ich weiß, dass dies in meiner Lieblingsfremdsprache möglich ist.
Ich weiß aber nicht, wie es damit in meiner einzigen Muttersprache, dem Deutschen, aussieht.
Also ich verstehe das doch ungefähr so:
"Man betont die Schwierigkeit der Syntax des Deutschen" (erster Schritt)
"Man betont, dass die Syntax des Deutschen nicht ganz leicht ist" (zweiter Schritt - Auflösung des Objekts in einen vollständigen Nebensatz)
"Betont werden muss, dass die Syntax des Deutschen nicht ganz leicht ist."
(dritter Schritt, der Nebensatz wird zum Subjekt der Passiv-Konstruktion?)
Ähnliche Fragen hatte ich auch schon mal beim Verb "wissen":
Man kann sagen:
"Er weiß nicht, dass der Film gut ausgeht."
Man kann hingegen zumindest nicht völlig problemlos sagen:
"Er weiß nicht das Happy-End des Filmes."
Das Verb "wissen" widersetzt sich irgendwie einem Objekt, welches kein vollständiger Nebensatz ist?
Und nun zum Passiv:
"Gewusst wurde, dass fast alle amerikanischen Filme ein Happy-End haben."
Geht das?
Ich las einen Satz in einem Schulbuch, wo in Anfangsstellung die einleitende Phrase "Betont werden muss" vorkam, gefolgt von einem "dass-Satz".
Geht das?
Also in etwa war dieser Satz so:
"Betont werden muss, dass die Syntax des Deutschen nicht ganz leicht ist."
Und falls ja, inwieweit können im Deutschen überhaupt vollständige Nebensätze als Subjekte oder Objekte verwendet werden? Ich weiß, dass dies in meiner Lieblingsfremdsprache möglich ist.
Ich weiß aber nicht, wie es damit in meiner einzigen Muttersprache, dem Deutschen, aussieht.
Also ich verstehe das doch ungefähr so:
"Man betont die Schwierigkeit der Syntax des Deutschen" (erster Schritt)
"Man betont, dass die Syntax des Deutschen nicht ganz leicht ist" (zweiter Schritt - Auflösung des Objekts in einen vollständigen Nebensatz)
"Betont werden muss, dass die Syntax des Deutschen nicht ganz leicht ist."
(dritter Schritt, der Nebensatz wird zum Subjekt der Passiv-Konstruktion?)
Ähnliche Fragen hatte ich auch schon mal beim Verb "wissen":
Man kann sagen:
"Er weiß nicht, dass der Film gut ausgeht."
Man kann hingegen zumindest nicht völlig problemlos sagen:
"Er weiß nicht das Happy-End des Filmes."
Das Verb "wissen" widersetzt sich irgendwie einem Objekt, welches kein vollständiger Nebensatz ist?
Und nun zum Passiv:
"Gewusst wurde, dass fast alle amerikanischen Filme ein Happy-End haben."
Geht das?
Re: Betont werden muss, dass die deutsche Syntax nicht ganz leicht ist
geschrieben von:
charles trojan
()
Datum: 06. Juli 2008 19:29
Lieber Thomas,
alles, was Sie geschrieben und intuitiv interpretiert haben, ist richtig.
Die Unsicherheit bei vielen rührt aus der traditionellen grammatischen Beschreibung her, die von den Formen an statt der Funktionen ausgeht - so entsteht die unglückliche Differenzierung zwischen Haupt- und Nebensatz.
Logischer, wirklichkeitsnäher und damit verständlicher ist die Einteilung "eingebetteter" Sätze nach ihren Funktionen als Ergänzungen, Angaben (Adverbiale) und Attributen, also in Ergänzungs-, Angaben- und Attributsätze.
Wenn man sich dazu noch dessen bewusst ist, dass Satzglieder einzelne Wörter, Wortgruppen oder ganze Sätze sein können, ist vieles in der Syntax (nicht nur des Deutschen) klarer.
C.T.
alles, was Sie geschrieben und intuitiv interpretiert haben, ist richtig.
Die Unsicherheit bei vielen rührt aus der traditionellen grammatischen Beschreibung her, die von den Formen an statt der Funktionen ausgeht - so entsteht die unglückliche Differenzierung zwischen Haupt- und Nebensatz.
Logischer, wirklichkeitsnäher und damit verständlicher ist die Einteilung "eingebetteter" Sätze nach ihren Funktionen als Ergänzungen, Angaben (Adverbiale) und Attributen, also in Ergänzungs-, Angaben- und Attributsätze.
Wenn man sich dazu noch dessen bewusst ist, dass Satzglieder einzelne Wörter, Wortgruppen oder ganze Sätze sein können, ist vieles in der Syntax (nicht nur des Deutschen) klarer.
C.T.
Bitte in den Foren nur auf Deutsch schreiben!
Auch fremdsprachliche Beiträge (d. h. Beiträge über andere Sprachen) müssen wir leider löschen.

