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Unpersönliches Pronomen "es"
geschrieben von:
nickchen
()
Datum: 16. Juli 2009 19:55
Guten Abend!
"Es waren früher viele Geschäfte hier.
Früher waren viele Geschäfte hier."
Meine Frage: Was ist das Subjekt im ersten Satz und im zweiten?
Wenn Subejkt im zweiten Satz "Geschäfte" ist, was ist dann "es" im ersten?
Und noch was: wie kann man den Leuten erklären, dass "es" mal im Satz bleibt bleibt, mal wegfällt?
z.B.
Es zieht hier. Hier zieht es. - "es" bleibt.
Und mein obiges Beispiel, wo es wegfällt?
Vielen Dank!
"Es waren früher viele Geschäfte hier.
Früher waren viele Geschäfte hier."
Meine Frage: Was ist das Subjekt im ersten Satz und im zweiten?
Wenn Subejkt im zweiten Satz "Geschäfte" ist, was ist dann "es" im ersten?
Und noch was: wie kann man den Leuten erklären, dass "es" mal im Satz bleibt bleibt, mal wegfällt?
z.B.
Es zieht hier. Hier zieht es. - "es" bleibt.
Und mein obiges Beispiel, wo es wegfällt?
Vielen Dank!
Re: Unpersönliches Pronomen "es"
geschrieben von:
Redeker, Bangkok
()
Datum: 16. Juli 2009 20:44
Guten Abend,
das unpersönliche "es" war schon mehrmals Thema in diesem Forum.
Das "es als Platzhalter für das Subjekt" wird in der Canoo-Net Grammatik ausführlich dargestellt.
In Ihren Beispielsätzen
Es waren früher viele Geschäfte hier.
Früher waren viele Geschäfte hier.
und
Hier waren früher viele Geschäfte.
ist jeweils "viele Geschäfte" das Subjekt. Steht das Subjekt nicht an erster Stelle, kann dort das "es" als Platzhalter stehen.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Redeker
das unpersönliche "es" war schon mehrmals Thema in diesem Forum.
Das "es als Platzhalter für das Subjekt" wird in der Canoo-Net Grammatik ausführlich dargestellt.
In Ihren Beispielsätzen
Es waren früher viele Geschäfte hier.
Früher waren viele Geschäfte hier.
und
Hier waren früher viele Geschäfte.
ist jeweils "viele Geschäfte" das Subjekt. Steht das Subjekt nicht an erster Stelle, kann dort das "es" als Platzhalter stehen.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Redeker
Re: Unpersönliches Pronomen "es"
geschrieben von:
Tomas
()
Datum: 17. Juli 2009 22:51
Mal wieder auf die Gefahr hin, es dort regnen zu lassen, wo es ohnehin schon nass ist (eine wörtlich ins Deutsche übersetzte brasilianische Redewendung), schreibe ich noch mehr zu diesem Thema:
"Es waren früher viele Geschäfte hier."
Formal grammatisch ist, glaube ich, "es" das Subjekt. Das sieht man an der Umkehrprobe. Man kann nicht sagen: "Viele Geschäfte waren früher "es"". Das geht nicht.
"es" ist also ein Subjekt, ein Platzhalter für eine im folgenden dann kommende Existenzaussage (Welche Existenz? Die Existenz vieler Geschäfte).
Formal grammatisch ist diese Existenzbehauptung, glaube ich, dann das Prädikativ zum Subjekt "es".
Dass das "es" bei "Hier zieht es" bleibt und bei "Früher waren viele Geschäfte hier" wegfällt, hat einen einfachen grammatischen Grund:
Das Verb "ziehen" braucht wie alle üblichen Verben im Deutschen eben eine Subjektergänzung, also hier das Wort "es".
Das Verb "sein" hat ja schon sein mögliches Subjekt (viele Geschäfte), falls mal nicht "es" das Subjekt ist. Dann werden eben einfach die "vielen Geschäfte" zum Subjekt.
Der Unterschied zwischen Subjekt und Prädikativ zum Subjekt ist eben oft hauchdünn bei diesen Koppelverben ("sein") und in Ermangelung des Subjekts übernimmt dann das Prädikativ die Subjektfunktion.
So jetzt habe ich es aber genug ins Nasse regnen lassen.
"Es waren früher viele Geschäfte hier."
Formal grammatisch ist, glaube ich, "es" das Subjekt. Das sieht man an der Umkehrprobe. Man kann nicht sagen: "Viele Geschäfte waren früher "es"". Das geht nicht.
"es" ist also ein Subjekt, ein Platzhalter für eine im folgenden dann kommende Existenzaussage (Welche Existenz? Die Existenz vieler Geschäfte).
Formal grammatisch ist diese Existenzbehauptung, glaube ich, dann das Prädikativ zum Subjekt "es".
Dass das "es" bei "Hier zieht es" bleibt und bei "Früher waren viele Geschäfte hier" wegfällt, hat einen einfachen grammatischen Grund:
Das Verb "ziehen" braucht wie alle üblichen Verben im Deutschen eben eine Subjektergänzung, also hier das Wort "es".
Das Verb "sein" hat ja schon sein mögliches Subjekt (viele Geschäfte), falls mal nicht "es" das Subjekt ist. Dann werden eben einfach die "vielen Geschäfte" zum Subjekt.
Der Unterschied zwischen Subjekt und Prädikativ zum Subjekt ist eben oft hauchdünn bei diesen Koppelverben ("sein") und in Ermangelung des Subjekts übernimmt dann das Prädikativ die Subjektfunktion.
So jetzt habe ich es aber genug ins Nasse regnen lassen.
Re: Unpersönliches Pronomen "es"
geschrieben von:
nickchen
()
Datum: 19. Juli 2009 11:32
Guten Tag!
Da wäre noch was. Im Satz:
"Heute sind in der Bebelstraße viele Geschäfte." Natürlich kommt von den TN-n die Frage: Warum sind das Subjekt und das Prädikat nicht zusammen, wie es sich gehört?
Vielen Dank
Da wäre noch was. Im Satz:
"Heute sind in der Bebelstraße viele Geschäfte." Natürlich kommt von den TN-n die Frage: Warum sind das Subjekt und das Prädikat nicht zusammen, wie es sich gehört?
Vielen Dank
Re: Unpersönliches Pronomen "es"
geschrieben von:
Tomas
()
Datum: 23. Juli 2009 22:43
Die Aufgliederung eines Satzes in Subjekt und Prädikat ist eine logische Vorstellung, die vielleicht nicht immer richtig ist.
Das Verb "sein" ist immer zweiwertig, also es benötigt zwei Ergänzungen. Die erste Ergänzung ist hier "heute", und die zweite Ergänzung ist hier "viele Geschäfte".
Vielleicht ist es bei dem Verb "sein" gar nicht so wichtig, zu schauen, wo das Subjekt ist.
Hauptsache, das Verb wird zweiwertig verwendet, mit einer Ergänzung im Vorfeld (vor dem Verb) und einer zweiten Ergänzung irgendwo hinter dem Verb !
Die Angabe "in der Bebelstraße" kann je nach Kontext und Betonung der zweiten Ergänzung vor- oder nachgestellt werden, also
"Heute sind viele Geschäfte in der Bebelstraße" wäre oft auch gar nicht so falsch. Das hängt vom Kontext ab.
Das Verb "sein" ist immer zweiwertig, also es benötigt zwei Ergänzungen. Die erste Ergänzung ist hier "heute", und die zweite Ergänzung ist hier "viele Geschäfte".
Vielleicht ist es bei dem Verb "sein" gar nicht so wichtig, zu schauen, wo das Subjekt ist.
Hauptsache, das Verb wird zweiwertig verwendet, mit einer Ergänzung im Vorfeld (vor dem Verb) und einer zweiten Ergänzung irgendwo hinter dem Verb !
Die Angabe "in der Bebelstraße" kann je nach Kontext und Betonung der zweiten Ergänzung vor- oder nachgestellt werden, also
"Heute sind viele Geschäfte in der Bebelstraße" wäre oft auch gar nicht so falsch. Das hängt vom Kontext ab.
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