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60-minütige unbezahlte Unterrichtsprobe – üblich?
geschrieben von:
Ninana
()
Datum: 08. Mai 2026 19:40
Hallo zusammen,
Ich würde gerne mal eure Erfahrungen hören.
Ich habe mich bei einem Bildungsträger beworben. Im Gespräch war zunächst von einer kleinen Unterrichtsprobe von ca. 20 Minuten die Rede. Jetzt habe ich per Mail die Bitte bekommen, eine komplette 60-minütige Unterrichtseinheit vorzubereiten und durchzuführen.
Natürlich verstehe ich, dass Träger sehen möchten, wie jemand unterrichtet. Gleichzeitig bedeutet eine vollständige Stunde aber auch entsprechende Vorbereitung. Gerade freiberuflich summiert sich das schnell, wenn mehrere Auftraggeber solche Probestunden verlangen. Dabei liegt das spätere Honorar eher im unteren Bereich, weshalb ich mich zusätzlich frage, wie ihr das Verhältnis zwischen Aufwand und Unterrichtsprobe einschätzt.
Gerade deshalb hat mich die Anfrage etwas überrascht, da ich ein Masterstudium im Bereich DaF/DaZ sowie BAMF-Zulassungen für Integrations- und Berufssprachkurse habe und inzwischen etwa ein Jahr Unterrichtserfahrung gesammelt habe. Bisher waren Bewerbungsgespräche bei mir immer ausreichend.
Wie häufig erlebt ihr so etwas?
Und wie viel Zeit findet ihr für eine unbezahlte Unterrichtsprobe noch angemessen?
Viele Grüße
Nina
Ich würde gerne mal eure Erfahrungen hören.
Ich habe mich bei einem Bildungsträger beworben. Im Gespräch war zunächst von einer kleinen Unterrichtsprobe von ca. 20 Minuten die Rede. Jetzt habe ich per Mail die Bitte bekommen, eine komplette 60-minütige Unterrichtseinheit vorzubereiten und durchzuführen.
Natürlich verstehe ich, dass Träger sehen möchten, wie jemand unterrichtet. Gleichzeitig bedeutet eine vollständige Stunde aber auch entsprechende Vorbereitung. Gerade freiberuflich summiert sich das schnell, wenn mehrere Auftraggeber solche Probestunden verlangen. Dabei liegt das spätere Honorar eher im unteren Bereich, weshalb ich mich zusätzlich frage, wie ihr das Verhältnis zwischen Aufwand und Unterrichtsprobe einschätzt.
Gerade deshalb hat mich die Anfrage etwas überrascht, da ich ein Masterstudium im Bereich DaF/DaZ sowie BAMF-Zulassungen für Integrations- und Berufssprachkurse habe und inzwischen etwa ein Jahr Unterrichtserfahrung gesammelt habe. Bisher waren Bewerbungsgespräche bei mir immer ausreichend.
Wie häufig erlebt ihr so etwas?
Und wie viel Zeit findet ihr für eine unbezahlte Unterrichtsprobe noch angemessen?
Viele Grüße
Nina
Re: 60-minütige unbezahlte Unterrichtsprobe – üblich?
geschrieben von:
Rik Kießling
()
Datum: 13. Mai 2026 20:25
Hallo Nina,
das ist mir auch einmal bei einer Sprachschule passiert, wo die Bezahlung ebenfalls nicht die Höchste war. Letztlich gesehen wurde ich nicht genommen und mir wurde nicht einmal ehrliches Feedback gegeben. Eigentlich finde ich es sehr gut, denn das heißt, die Sprachschule legt wert auf einen einheitlichen Stil und möchte auch sehen, dass du die Theorie in die Praxis umsetzen kannst. Ich hatte schon genug Kollegen erlebt, die letztlich gesehen nur Frontalunterricht machen, aber von den neuesten Methoden eigentlich wissen. Das ist wie im Studium: Die Dozenten halten Vorträge von interaktiven Methoden, womit sie eigentlich die komplette Essenz verfehlen, da sie es selbst nicht anwenden.
Darauf haben natürlich auch die Sprachschulen keine Lust.
Ich würde die Probestunde einfach als kleinen Test sehen, mich selbst zu verbessern und meine Fähigkeiten. Wenn du nur ein Jahr Erfahrung hast, musst du wahrscheinlich relativ viel vorbereiten, wenn du später mehrere Jahre hast, kannst du fast jede Niveaustufe ohne viel Vorbereitung unterrichten. Da dich der Job eh nicht so stark interessiert: Schau doch einfach mal, wie viel Zeit du investieren möchtest.
MfG
Rik
das ist mir auch einmal bei einer Sprachschule passiert, wo die Bezahlung ebenfalls nicht die Höchste war. Letztlich gesehen wurde ich nicht genommen und mir wurde nicht einmal ehrliches Feedback gegeben. Eigentlich finde ich es sehr gut, denn das heißt, die Sprachschule legt wert auf einen einheitlichen Stil und möchte auch sehen, dass du die Theorie in die Praxis umsetzen kannst. Ich hatte schon genug Kollegen erlebt, die letztlich gesehen nur Frontalunterricht machen, aber von den neuesten Methoden eigentlich wissen. Das ist wie im Studium: Die Dozenten halten Vorträge von interaktiven Methoden, womit sie eigentlich die komplette Essenz verfehlen, da sie es selbst nicht anwenden.
Darauf haben natürlich auch die Sprachschulen keine Lust.
Ich würde die Probestunde einfach als kleinen Test sehen, mich selbst zu verbessern und meine Fähigkeiten. Wenn du nur ein Jahr Erfahrung hast, musst du wahrscheinlich relativ viel vorbereiten, wenn du später mehrere Jahre hast, kannst du fast jede Niveaustufe ohne viel Vorbereitung unterrichten. Da dich der Job eh nicht so stark interessiert: Schau doch einfach mal, wie viel Zeit du investieren möchtest.
MfG
Rik
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