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Haftpflicht - wie sieht es rechtlich aus???
geschrieben von: Dörte ()
Datum: 17. November 2006 11:18

Hallo, Leuts!

Mit einem neuen Sprachkursträger taucht jetzt plötzlich ein Problem auf, mit dem ich es bisher noch gar nie zu tun hatte. Der Träger verlangt von mir, dass ich ihm einen Wisch unterschreibe, worin steht, dass ich für Schäden gegenüber dem Träger oder Dritten (ergo: Teilnehmern) in vollem Umfang selbst hafte bzw. darüber mit meiner Privathaftpflichtversicherung spreche.

Das habe ich nun heute Morgen getan. Wie nicht anders zu erwarten, haben die natürlich mit dem Kopf geschüttelt. Wenn mir Haftpflichtschäden im Rahmen der Ausübung meiner Berufstätigkeit entstehen, kann ich die - selbstverständlich!!! - NICHT über meine Privathaftpflicht absichern. Dazu müsste ich eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen - von den Sch...Honoraren kann man das aber unmöglich auch noch bezahlen!

Frage an Euch:
1. Habt ihr so eine Erklärung auch schon mal bei irgendeinem Träger unterzeichnen müssen?
2. Würde ihr an meiner Stelle dieses Ding unterschreiben?
3. Hat irgend jemand im Rahmen seiner Unterrichtstätigkeit schon mal einen Haftpflichtschaden gehabt (fällt mir als Beispiel ein: man läuft durch die Klasse und wirft versehentlich die Brille eines Teilnehmers vom Tisch; Brille kaputt)? Wenn ja - wie wurde das abgewickelt?
4. Hat jemand von Euch vielleicht eine einigermaßen günstige Berufshaftpflichtversicherung?

Interessehalber habe ich mal bei einem anderen Träger nachgefragt, für den ich auch noch tätig bin. Dort war man völlig erstaunt - die Träger haften für so etwas nicht. Da aber - z. B. Volkshochschulen - überwiegend nebenberuflich tätige Dozenten haben, können die das dann wohl immer über ihre Privathaftpflicht abwickeln.

Freue mich auf Eure Resonanz und Tipps!

LG Dörte

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Re: Haftpflicht - wie sieht es rechtlich aus???
geschrieben von: Tasha ()
Datum: 17. November 2006 12:43

Hallo Dörte,

leider kenne ich mich da rechtlich nicht gut aus, aber ich möchte dir trotzdem darauf antworten, da mich das Verhalten deines Sprachkursträgers richtig wütend macht. Man ist schon als DaF-Lehrkraft an "unterster" Stelle und hat fast nur Pflichten, aber keinerlei Rechte. Ich denke mal, wenn du in den Räumen des jeweiligen Sprachkursträgers unterrichtest, muss er haften. Allerdings ist das nur eine Vermutung. Auf der anderen Seite nimmst du seine Aufträge als freiberufliche Lehrkraft entgegen und musst vielleicht selbst haften. Ich weiß es nicht. Am besten du machst dich mal irgendwo bei Leuten kündig, die davon Ahnung haben-nur wer?
Ich persönlich würde dieses Papier nicht unterschreiben und auch keine private Berufhaftpflichtversicherung abschließen. Die honorare sind so niedrig, dass das eine zusätzliche finanzielle Einschränkung bedeutet. Ich war auch mal bei einer großen Sprachschulkette, bei denen ich auch einen Vertrag unterzeichnen sollte, wo mir meine ganzen Pflichten aufgeschrieben wurden. Zudem sollte ich noch etwas unterschreiben, dass wenn ich im Unterrichtsplan unleserlich schreibe, dass ich dann zwei UE als Strafe abgezogen bekomme. Und das bei einem Honorar von 10 Euro pro UE. Ich habe den Vertrag zerrissen und gesagt, dass ich für diesen Träger nicht arbeiten werde. Seitdem arbeite ich nie wieder unter 14 Euro pro UE (und das ist auch viel zu wenig)
Aber wenn alle sich mehr verweigern würden, für ein Appel und ein Ei zu arbeiten, würde die Situation besser.
Also, kopf hoch, vielleicht wirst du dir ja auch anders einig mit deinem Chef.
Viele Grüße
Tasha

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Re: Haftpflicht - wie sieht es rechtlich aus???
geschrieben von: Franziska ()
Datum: 17. November 2006 21:08

Nur ganz kurz: Ich habe noch nie so einen Wisch gesehen oder davon gehört - und unterschreiben würde ich ihn auch nicht, ha!

F.

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Re: Haftpflicht - wie sieht es rechtlich aus???
geschrieben von: Nadia ()
Datum: 19. November 2006 20:37

Hallo,

ich kenne mich da auch nicht aus, aber evtl. lohnt es sich, bei Anwälten zu fragen, die sich auf Versicherungsrecht bzw. Haftpflicht/Unfallversicherung etc. spezialisiert haben (Fachanwalt für Versicherungsrecht??). Für kurze Anfragen (also z.B. "Wer bzw. wessen Versicherung haftet normalerweise für Schäden, die von einem freiberuflich tätigen Dozenten in den Räumen des Sprachkursträgers entstehen?") nehmen die nach meiner Erfahrung kein Honorar. Vielleicht erfährt man auch bei Erwin Denzler etwas darüber. Ich habe mal gehört, dass man als "Selbständiger" theoretisch auch eine Berufsunfall(nicht Unfähigkeits)versicherung abschließen sollte. Die Frage ist, von welchem Geld...

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Re: Haftpflicht - wie sieht es rechtlich aus???
geschrieben von: Christliche Sozialunion ()
Datum: 26. November 2006 01:38

Wenn deine Haftpflicht sagt, dass sie nicht einspringen würde, lass es, soll heißen unterschreib das nicht. Da könnte so viel passieren: ich denke da nur mal an die schwangeren oder älteren TeilnehmerInnen. Oder irgenwelche TN kriegen sich in die Wolle oder knallen vor Müdigkeit mit dem Kopf auf die Tischkante ;-)
Sag denen, dass du den Job machen willst, aber auf keinen Fall die Haftungserklärung unterschreiben wirst
Ich sollte auch mal für ein Praktikum! (PR) eine Haftung für eventuelle finanzielle Schäden übernehmen. Unterschrieben habe ich das natürlich nicht. Und das Praktikum habe ich daraufhin abgesagt!

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Re: Haftpflicht - wie sieht es rechtlich aus???
geschrieben von: Dörte ()
Datum: 26. November 2006 13:07

Hallo, Leuts!

Also: der Job ist gegessen -ich kriege ihn nicht ohne diese Unterschrift unter die pauschle Haftungsübernahme. Übrigens habe ich mir überlegt, könnte z. B. auch folgende Konstellation eintreten:

Die unterrichten u. a. "Aufbaukurse" (nach dem IK) für die ARGE! Ich könnte mir vorstellen, dass die nur den Unterricht bezahlt bekommen, der auch tatsächlich abgehalten wird. Nehmen wir an, ich erkranke urplötzlich und kann morgens nicht zum Unterricht erscheinen. Eine Vertretung ist auf die Schnelle nicht zu beschaffen - dann können die doch rein theoretisch zu mir kommen und die Hand aufhalten für ihren Verdienstausfall?

Die Krönung allerdings ist die ART des Kursträgers hier: es handelt sich nämlich um die AWO!!!!!!!!!!!!!ARBEITERWOHLFAHRT! Scheiße eben nur, dass wir keine ARBEITER sind, gell?

Dörte, die versonnen ihren Fellen nachschaut, die davonschimmen.....

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