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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Zaungast ()
Datum: 25. Mai 2006 02:28

Mein Lieblingsthread. Ganz große Kino, wirklich. Logisch, dass ich ihn nicht auf Seite 2 verkommen lassen kann und wieder nach oben holen muss.

Die Aktion Butterbrot hat es in zehn Jahren nicht einmal fertig gebracht, eine optisch ansprechende Homepage ins Netz zu stellen. Glaubt also bloss nicht, dass die für euch die Kohle aus dem Feuer holen. Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr. Gleiches gilt für die GEW, die in ihrem Kampf gegen Studiengebühren kläglich versagt hat. Keine Ahnung wie die GEW dass macht: die Taschen voller Geld, aber nicht in der Lage, die Öffentlichkeit zu mobilisieren.

Und ihr, die Betroffenen? Ihr wartet auf den Messias und hofft auf bessere Zeiten, oder wie?

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: uwe meyeringh ()
Datum: 21. August 2006 10:37

Für alle, die nicht aufgeben: Die Einladung zum DozentInnen-Treffen am 16.09.! Wir freuen uns auf Euch!

Viele Grüße

Uwe Meyeringh


Samstag, 16. September, 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr, Heinrich-Thöne-Volkshochschule, Bergstr. 1-3, 45479 Mülheim. Der Tagungsraum wird durch Aushang an der Pförtnerloge bekannt gegeben.

Thema: Festanstellung von DozentINnen


Abdruck des diesbezüglichen Schreibens vom 28. Juni 2006 an die kommunalen Spitzenverbände, die Landtagsfraktionen, den Landesverband der Volkshochschulen und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge



Sehr geehrte ... ,

die Gewerkschaften GEW und ver.di vertreten auch Dozentinnen und Dozenten, die im Rahmen der Integrationskurse an den nordrhein-westfälischen Volkshochschulen und anderen Weiterbildungseinrichtungen eingesetzt werden.

Wir laden Sie herzlich zu einem Fachgespräch zum o.g. Thema ein.

Es findet statt am Samstag, dem 16. September 2006, von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr, in der Heinrich-Thöne-Volkshochschule, Bergstr. 1 – 3, 45479 Mülheim. Der Veranstaltungsraum wird durch Aushang an der Pförtnerloge bekannt gegeben.

Nach unserem Kenntnisstand setzen die kommunalen Volkshochschulen für unterrichtliche Tätigkeiten in den Integrationskursen ausschließlich Honorardozentinnen und –dozenten ein.

Mit dieser Praxis werden prekäre Beschäftigungsverhältnisse auch an den beteiligten Volkshochschulen praktiziert, mit denen wir uns nicht einverstanden erklären können:

1. Volkshochschule sind öffentliche Einrichtungen, die ganz zu Recht einer besonderen Fürsorgepflicht gegenüber ihren Beschäftigten und Auftragnehmern unterliegen.

2. Die aktuelle politische Diskussion über die Integration zeigt, welchen hohen Stellenwert dieses Politikfeld in der öffentlichen Wahrnehmung erfährt. Einschlägige gesetzliche Regelungen unterstreichen die gesellschaftliche und politische Bedeutung. Wie in anderen Bereichen der öffentlichen Aufgabenerledigung hängen Qualität und Nachhaltigkeit im wesentlichen vom Engagement der eingesetzten Beschäftigten ab. Dieses wiederum kann sich nur voll entfalten, wenn sich die gesellschaftliche Wertschätzung auch in abgesicherten Arbeitsverhältnissen niederschlägt. Diese sind jedoch bei den Honorardozentinnen und –dozenten nicht gegeben: Sie werden z.Zt. nur semesterweise beschäftigt, sehen keine langfristige Perspektive und fühlen sich zudem mit Stundensätzen von deutlich unter 20,- EUR abgespeist, von denen sie auch noch vollständig ihre soziale Absicherung vornehmen müssen. Unter diesen Bedingungen können die Betroffenen ihr Berufsleben nicht in einer derartigen Tätigkeit planen. Es kommt zu einer andauernden Fluktuation, deren Leidtragende die Einrichtungen ebenso wie die Kursteilenehmerinnen und –teilnehmer sind. Erforderlich sind Maßnahmen, die den Dozentinnen und Dozenten eine Identifikation mit ihrer Volkshochschule und ihren Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Sicherheit und Verlässlichkeit möglich machen.

3. Dem Status von selbständigen Dozentinnen und Dozenten treten wir auch rechtlich entgegen, weil die gesetzlichen Vorgaben und die Integrationskursverordnung der Bundesregierung und die Anforderungen der Volkshochschulen deren Arbeitsalltag weitgehend determinieren:

o die Betroffenen haben oft für die Kursdauer von 6 bis 8 Monaten fest zugewiesene Arbeitsplätze und Teilnehmendengruppen und praktizieren ein erhebliches Unterrichtsvolumen
o die Betroffenen haben feste Arbeits- bzw. Unterrichtszeiten,
o die Betroffenen müssen die Lehrpläne einhalten, vorgegebene Lehrmaterialien verwenden und auf vorgegebene Prüfungen vorbereiten
o die Betroffenen müssen zahlreiche administrative Tätigkeiten für die Einrichtungen und Volkshochschulen verrichten, zum Beispiel das Führen von Anwesenheitslisten, das Einholen und Kontrollieren von Entschuldigungen für Fehlzeiten sowie die Vorbereitung von Informationen über eine ordnungsgemäße Kursteilnahme, welche an Ausländerbehörden und Sozialagenturen/Arges übermittelt werden müssen,
o die Betroffenen müssen Prüfungen abnehmen, die zeitlich und inhaltlich fremdbestimmt sind,
o viele andere Dozentinnen und Dozenten verrichten die gleiche Tätigkeit.

Nach unserem Arbeitsrechtsverständnis passt dieses Korsett nicht zu einer selbständigen Tätigkeit, sondern erfüllt die Anforderungen der Arbeitnehmereigenschaft.


Gemeinsam mit den von uns vertretenen Dozentinnen und Dozenten in den Integrationskursen erheben wir deshalb die Forderung an die kommunalen Volkshochschulen, die Beschäftigungsverhältnisse dieses Personenkreis so auszugestalten, dass sie als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt werden. Damit verbinden wir vor allem eine angemessene Vergütungshöhe und die dringend erforderliche soziale Absicherung aus der Tätigkeit heraus, die sicherlich auch in der gesetzlichen Finanzausstattung ihren Niederschlag finden muss.

Bis zum 31. Dezember 2009 erlaubt eine Übergangsfrist noch den Einsatz von Lehrkräften ohne abgeschlossenes Studium Deutsch als Fremdsprache bzw. Deutsch als Zweitsprache. Über dieses Datum hinaus ist dies nur möglich, wenn die Lehrkraft an einer vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge vorgegebenen Qualifizierung teilgenommen hat. Durch die Eingliederung der Dozentinnen und Dozenten in den Personalkörper der Volkshochschulen sehen wir auch eine Basis für eine Personalentwicklung, die nicht ausschließlich die Betroffenen mit dem Kosten- und Zeitaufwand belastet, sondern auch die Kursträger als Auftraggeber in die Pflicht nimmt. Nicht zuletzt müssen die Kosten für vorgeschriebene Qualifizierung auch vom Auftraggeber getragen werden.

Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn Sie unserer Einladung folgen und einen Beitrag zur Wertschätzung der Arbeit der Dozentinnen und Dozenten und zur Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen leisten könnten.


Mit freundlichen Grüßen


gez. Berthold Paschert gez. Uwe Meyeringh
GEW-Landesverband NRW ver.di-Landesbezirk NRW

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Jemand-ohne-Frust ()
Datum: 22. August 2006 13:57

[www.panasera.de]

...folgender o.a. link gibt ergänzend eine gute Zusammenfassung
der derzeitigen Bedingungen, unter denen wir arbeiten. Sachlich und ernüchternd zwar, aber absolut der Realität entsprechend. Somit klären sich wohl viele Fragen derjenigen, die neu in den DaF-Bereich drängen.

Gruss, M.

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Bianka ()
Datum: 25. September 2006 10:20

Hallo,

die Idee "Interessenvertretung" klingt ganz gut, aber wäre es nicht sinnvoller, sich einer bereits bestehenden Interessenvertretung anzuschließen als unbedingt einen neuen gründen zu wollen?

Ich dachte da an die "Aktion Butterbrot" oder an "fadaf". (es gibt natürlich noch mehr)

die o.g. haben schon mitglieder und suchen auch immer neue! (ich denke viele Leute in EINER Vetretung ist allemal besser als viele kleine orgas, oder?)

Liebe Grüße
Bianka

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: uwe meyeringh ()
Datum: 01. Oktober 2006 06:42

Liebe Mitlesende,

GEW und ver.di laden die DaF/DaZ-DozentInnen zum nächsten Treffen ein. Es findet statt am 28. Oktober 2006 in Duisburg. Thema: Wie die ab 01.01.2010 erforderliche Zusatzqualifikation erwerben?

Interessenten können gerne teilnehmen. Bitte mailen, dann gibt's die Einladung!

Viele Grüße

Uwe Meyeringh

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Dörte ()
Datum: 01. Oktober 2006 13:15

Wie jetzt - die Zusatzquali ist erst ab 2010 erforderlich? Ich habe gedacht, schon ab 2009???

Leute, macht langsam! Kein Mensch weiß, wie sich das mit den Iks weiterentwickelt! Einerseits will Schäuble die Mittel kürzen, andererseits plädiert die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung dafür, das Stundenvolumen von 600 auf 900 Stunden zu erhöhen!

Wir müssen auch bedenken, dass wir derzeit mit den IKs noch den "Berg" an sogenannten "Bestandsausländern" abarbeiten. Irgendwann ist der Hipe dann auch vorbei; was neu hinzukommt, hält sich in Grenzen, zumal ja auch die Russlanddeutschen dann nicht mehr so viel Quantität ausmachen.

Stürzt euch bloß nicht in (private) Unkosten für eine Quali, von der man jetzt noch gar nicht abschätzen kann, in welchem Umfang die wirklich nötig ist bzw. in welchem Umfang man hinterher an dieser "verdienen" kann. Wenn mir da keine ganz komoden Lösungen angeboten werden, ziehe ich mich auf meine übrigen Deutschkurse zurück, für die ich diese Mist-Quali nicht brauche!

Für die Einladung nach Duisburg danke ich herzlichst - und grätsche in dem Abyss zwischen Interesse und politischem Verantwortungsbewusstsein auf der einen, meiner eklatanten materiellen Schieflage auf der anderen Seite. Ich habe nur noch Lebensmittelgeld für 2 Wochen, die Miete für Oktober ist überhaupt nicht in Sicht, mein Gastank ist leer, dafür steht aber der Winter vor der Tür..... Das wird wohl mit Duisburg nichts werden....


Bibber-Dörte

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: claudia-storm ()
Datum: 01. Oktober 2006 16:05

Das wird aber schwierig für Verdi und GEW. Denn auf der einen Seite müssen die sich ja für die Beschäftigten des Goethe Institutes einsetzen

[www.gew.de]

'Zum Thema „Umstrukturierung im Goethe-Institut“ hatte die GEW um aktuelle Informationen gebeten. Für Herrn Mayer, den Finanzvorstand des Goethe-Instituts, war die Umstrukturierung kein Thema, das mit der GEW zu erörtern wäre.'

und auf der anderen Seite ja noch die DAF Dozenten vertreten, die diese völlig sinnlose Qualifikation machen müssen. Wenn man das aber abschafft, dann haben die Angestellten des Goethe Institutes ja nichts mehr zu tun. Also das ist ein echtes Problem.

Und wieso kann man die hochwichtigen Mitteilungen bezüglich DAF Qualifizierung eigentlich nicht einfach ins Internet setzen? Kostet das etwa was, die Teilnahme? Zockt Verdi und GEW hier ab? Denken die darüber nach in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut die Kurse selber zu organisieren, so eine Art interne Aktion Butterbrot, also die Butter für Verdi, das Brot für die anderen?

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Zaungast ()
Datum: 19. Oktober 2006 18:32

Dieser Thread ist recht lang und inzwischen auch ein wenig unübersichtlich geworden. Ich fasse in mal kurz zusammen:

A. Hey Leute, wir sollten mal eine Interessensvertretung gründen.

B: Super Idee. Dann mach doch mal.

A: Na klar, aber ihr müsst auch mitmachen.

B: Nö, keine Lust. Aber wenn du uns nicht hilfst, dann kann ja vielleicht die GEW etwas für uns tun.

C: Oder die Aktion Butterbrot.

D: Ehy, macht mal, ich habe bald kein Geld mehr. Meine Krankenkasse schmeißt mich sonst noch raus.

C: Ja, dann mach du doch mal was.

D: Nee, wieso denn, ist ja noch nicht soweit.

F: Die BfA will 4900 Euro von mir.

C: Echt, da musst du was machen.

F: Nee, kann nicht, ich bin wütend.

Eine Runde allgemeines Mitleid für F. Plötzlich kommt das böse G.

G: Ihr seid unfähige Jammerlappen.

A,B,C,D,E,F: Selber!

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: uwe meyeringh ()
Datum: 31. Oktober 2006 19:09

Liebe Interessent/innen,

auf vielfachen Wunsch hier die nächste Einladung und die Informationen zum Thema Qualifizierung. Um Mißverständnissen vorzubeugen: Natürlich setzen sich die Gewerkschaften GEW und ver.di für ihre Mitglieder in Beschäftigungsverhältnissen ein. Das bedeutet aber nicht, dass wir nicht auch den Kursleitenden in ihren prkären Beschäftigungsverhältnissen helfen, zu besseren Bedingungen zu kommen. Wir freuen uns über Anregungen und faire Zusammenarbeit!




Einladung
Zum Fachgespräch des nordrhein-westfälischen Beschäftigtenforums der Honorardozent/innen in DaF/DaZ-Kursen



Am Samstag, dem 13. Januar 2007,
von 10.00 Uhr – 13.00 Uhr,
VHS Mülheim an der Ruhr
Bergstr. 1-3
45479 Mülheim a. d. Ruhr
(Anreise: [www.muelheim-ruhr.de])

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

die Gewerkschaften GEW und ver.di setzen sich für bessere Bedingungen für Honorardozent/innen ein und ermöglichen organisierten und unorganisierten Betroffenen mit dem Beschäftigtenforum eine wirksame Vernetzung.

Auf unserem nächsten Fachgespräch, zu dem wir herzlich einladen, werden folgende Themen behandelt:

1. Arbeits- und Wegeunfälle von Honoradozent/innen: Wann ist ein Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung gegeben, wie lassen sich Wegeunfälle vermeiden und welche freiwillige Absicherung ist möglich?

Zu diesem Thema begrüßen wir zwei Gesprächspartner/innen des Rheinischen Gemeindeunfallversicherungsverbandes, Düsseldorf

2. Informationen über die Besoldung und Vergütung von Lehrer/innen im Schuldienst – Was können wir daraus für die Honorare von Dozent/innen ableiten?

Aus organisatorischen Gründen ist die Teilnahme am Fachgespräch an eine Anmeldung bis zum 08.01.2007 an monika.tomek@verdi.de gebunden.







Düsseldorf, im November 2006


Bericht über das Fachgespräch des nordrhein-westfälischen Beschäftigtenforums der Honorardozent/innen in DaF/DaZ-Kursen am 28. Oktober 2006

Die 16 anwesenden Kolleg/innen widmeten sich dem Thema der vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geforderten Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte in Integrationskursen.. Am 31. Dezember 2009 läuft die Übergangsfrist aus, die es Lehrkräften ohne abgeschlossenes Studium DaF/DaZ oder Gleichwertiges ermöglicht, in den Integrationskursen, die vom BAMF gefördert werden, zu unterrichten. Das sind zur Zeit etwa achtzig Prozent aller Kursleitenden. Nach diesem Stichtag müssen selbst langjährige Dozent/innen für einen Einsatz in den Integrationskursen die erfolgreiche Teilnahme an einem speziellen Qualifikationskurs nachweisen. Dies sind bei den nordrhein-westfälischen Volkshochschulen etwa 400 Kursleitende.

Je nach Vorqualifikation und erworbener Berufspraxis muss ein kurzer oder ein langer Kurs absolviert werden. Jede/r betroffene Kursleitende erhält über den Bildungsträger eine bis zum 31.12.2009 befristete Ausnahmegenehmigung mit einem exakten Hinweis, welche Qualifizierung bis dahin noch zu erbringen ist.

Zur Zeit gibt es verschiedene Anbieter von Kursleiterqualifizierungen in Nordrhein-Westfalen, darunter das Goethe-Institut, der IB und die VHS Duisburg gemeinsam mit dem Landesverband der Volkshochschulen. Allen Veranstaltungen liegt die gleiche Rahmenkonzeption zugrunde. Danach besteht die kurze Fortbildung aus 70 Unterrichtsstunden Präsenzzeit und 70 Unterrichtsstunden Eigenarbeit. Bei der langen Fortbildung verdoppeln sich beide Stundenzahlen.

Wie die stellvertretende Leiterin der VHS Duisburg, Frau Barbara Aldag, den Honorardozent/innen berichtete, befindet sich das Qualifizierungsangebot der Volkshochschulen zur Zeit in der Pilot- und Akkreditierungsphase. Ab dem Sommer 2007 sollen vermehrt Kurse angeboten werden. Bei der Gestaltung wurde auf die Situation der Kursleitenden abgestellt: So sollen die Veranstaltungen überwiegend an Wochenenden stattfinden, damit kein Ausfall von Honorareinnahmen eintritt. An Kosten fallen 490,- bzw. 980,- EUR an. Davon trägt das BAMF 325,- bzw. 650,- EUR. Die Eigenbeteiligung der Kursleitenden beträgt somit 165,- bzw. 330,- EUR. Bei erfolgreicher Teilnahme der eigenen Kursleitenden gewähren verschiedene VHSen, z.B. die VHS Duisburg, eine fünfzigprozentige Rückerstattung des Eigenanteils.

Frau Aldag konnte keine verbindlichen Auskünfte darüber geben, ob die Kosten für die Teilnahme an der Qualifikation sowie die Zuschüsse durch das BAMF gleich bleiben würden. Es sei nicht erforderlich, die Qualifikation so schnell wie möglich zu absolvieren. Es erscheint andererseits ratsam, nicht bis zum letzten Moment zu warten, da sich Kapazitätsprobleme ergeben könnten.

Die Honorardozent/innen stellten fest, dass

- das BAMF die Berufspraxis der vorhandenen Kursleitenden zu gering schätzt,
- die Anforderungen an die Kursleitenden steigen, während sowohl die Honorare sinken als auch die Möglichkeiten einer kontinuierlichen Unterrichtstätigkeit in Integrationskursen immer unwahrscheinlicher werden,
- das vorgesehene Angebote der Anbieter nicht im Konsens mit den Kursleitenden entwickelt wurden,
- dass der Landesverband der VHSen in NRW das Interesse der Kursleitenden nach Information ignoriert hat und es seites des Landesverbandes Informationsveranstaltungen weder für DozentInnen noch für HPMs gegeben hat,
- es nicht nachvollziehbar ist, nach welchen Kriterien die wenigen Plätze für die Teilnahme an den Pilotdurchgängen durch den Landesverband vergeben worden sind,
- die beschriebenen Qualifizierungen im Interesse der Träger sind und deshalb eigentlich als arbeitsplatzbezogene Fortbildung von diesen zu bezahlen seien.



gez. Uwe Meyeringh
ver.di-Landesbezirk NRW
Karlstraße 123 – 127
40210 Düsseldorf
uwe.meyeringh@verdi.de


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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Ingeborg Wanhutten ()
Datum: 01. November 2006 21:34

Hm, das brachte ja konkrete Ergebnisse. Dann also sofort hin zum zweiten Fachgespräch, dann zum dritten, vierten, fünften, sechsten.

A propos Wegeunfälle vermeiden. Also jetzt im Winter festes Schuhwerk anziehen, warm anziehen. Wenn es doch zum grippalen Infekt gekommen ist, Glühwein, bei Halsschmerzen Meditonsin, bei Kopfweh Aspirin.

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Claudia Hofer ()
Datum: 01. November 2006 23:05

Hallo Levent,

ich weiß nicht, ob das genannte Thema noch aktuell ist und ob du noch Interesse an weiteren Berichten hast, aber ich wäre sehr interessiert daran, die Lage der freiberuflichen DaF-Lehrer zu verbessern. Praktisch jeden Monat muss ich mit ansehen, wie sich meine bestens ausgebildeten Kollegen (fast alle von ihnen haben Jahre lange Berufserfahrung im In- und Ausland, z.T. sind sie promoviert etc) nicht nur für lächerliche 13 EUR krumm machen, sondern auch von heute auf morgen einfach rausgekickt werden, wenn nur einmal was nicht passt. Schließlich gibt es in Berlin DaF-Lehrer wie Sand am Meer (was oftmals die Kollegialität auch nicht besser macht).

Na, jedenfalls wäre es mal höchste Zeit, dass sich in Sachen rechtliche Absicherung von Freiberuflern etwas tut. Gibt es denn wirklich keinerlei Stelle oder Institution, an die man sich wenden kann oder die einem hilft, wenn einem so etwas passiert.

Die Schulen können einen jederzeit feuern - ganz zu schweigen von den Zusatzarbeiten und Vor- und Nachbereitungen, die als selbstverständlich vorausgesetzt werden (natürlich unbezahlt!) - während man selbst durch schäbige Verträge an irgendwelche Kündigungsfristen gefesselt wird.

Mehrere meiner Ex-Kollegen krebsen nun am Existenzminimum herum, nur weil sie sich überhaupt nicht auf die Situation einstellen konnten. Man ist einerseits am Rande des Sozialsystems ohne jegliche Absicherung, andererseits wird man per KK oder Rentenversicherung kräftig zur LKasse gebeten. Natürlich arbeiten alle diese Honorarkräfte ebenso am Rande der Legalität (jetzt mal abgesehen von schwarzen Privatstunden), weil sie fast durch die Bank scheinselbständig und meist gar nicht bei der Bfa angemeldet sind. Das machen die doch nicht gerne, sondern sie sind oft gezwungen und haben ständig Angst vor dem Finanzamt oder irgendwelchen Ämtern, ... und das, obwohl sie oft 40 Stunden die Woche unterrichten und sich wirklich Beine ausreißen.

Übrigens: Diesen Idealismus des Unterrichtens habe ich längst abgelegt, weil genau dieser uns zu perfekten Opfern macht, gnadenlos von profitgierigen Sprachschulbesitzern ausgebeutet zu werden.

Noch etwas: Gebt euer Materil nicht alzu freizügig raus. Manche Chefs verdienen damit nebenbei - das Copyright-Geschäft ist nun mal nicht die Sache der netten, naiven, idealistischen DaF-Lehrkräfte, oder?

Liebe Grüße

Claudia

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Christliche Sozialunion ()
Datum: 26. November 2006 01:54

Dörte schrieb:
-------------------------------------------------------

>
> Wir müssen auch bedenken, dass wir derzeit mit den
> IKs noch den "Berg" an sogenannten
> "Bestandsausländern" abarbeiten. Irgendwann ist
> der Hipe dann auch vorbei; was neu hinzukommt,
> hält sich in Grenzen, zumal ja auch die
> Russlanddeutschen dann nicht mehr so viel
> Quantität ausmachen.

Jepp, sehe ich auch so

> Stürzt euch bloß nicht in (private) Unkosten für
> eine Quali,
..
> ziehe ich mich
> auf meine übrigen Deutschkurse zurück, für die ich
> diese Mist-Quali nicht brauche!

genau, kommt gar nicht in Frage, sich in private Unkosten zu stürzen und damit auch noch das GI zu unterstützen. Am Ende kommt doch nur 15 Euro Stundenlohn oder noch weniger raus.
Ist ja zudem auch seltsam, dass man NUR für die IK-Kurse den hohen Anforderungen des BAMF entsprechen muss. Was die Quali der Lehrkräfte für andere Srachkurse (Deutsch oder sonstige) anbetrifft, da kräht kein Hahn danach. Keine staatliche Überprüfung! Da dürfen auch schon mal Nicht-Studierte Kurse abhalten, weil sie 2-3 Monate im Ausland nachweisen können.

> Für die Einladung nach Duisburg danke ich
> herzlichst - und grätsche in dem Abyss zwischen
> Interesse und politischem
> Verantwortungsbewusstsein auf der einen, meiner
> eklatanten materiellen Schieflage auf der anderen
> Seite. Ich habe nur noch Lebensmittelgeld für 2
> Wochen, die Miete für Oktober ist überhaupt nicht
> in Sicht, mein Gastank ist leer, dafür steht aber
> der Winter vor der Tür..... Das wird wohl mit
> Duisburg nichts werden....

> Bibber-Dörte

*zustimm* :)



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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Marika ()
Datum: 29. November 2006 00:28

Hallo Leute,

ich finde die Diskussion hier unheimlich spannend und die Idee sehr gut, sich gegen diese miserable Situation zu wehren. Die DaF-Verbände interessiert die Lage der Lehrer kaum, da dort nur irgendwelche Uni-Leute sitzen.
Was die BfA angeht, so habe ich über zwei jahre lang nichts bezahlt und dann musste ich nachträglich alles zurückzahlen, seitdem ist die Rentenversicherung mein spezieller Freund, sie "erfreuen" mich ständig mit irgendwelchen Briefchen. Ich finde, ein wesentlicher Schritt nach vorne wäre, wenn es uns gelingen würde, diese Regelung, dass Lehrer verpflichtet sind, in die staatliche Rentenkasse einzuzahlen, abzuschaffen. Ich würde viel lieber statt dessen eine private Rentenversicherung abschlißen, aber dafür bleibt leider kein Geld übrig, nachdem man schon so viel in die staatliche eingezahlt hat.
Allerdings weiß ich nicht, wie man das schaffen kann.Vielleicht mit mehr Druck auf Fachverbände versuchen?

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: uwe meyeringh ()
Datum: 16. Januar 2007 10:19



Düsseldorf, den 15. Januar. 2007

E i n l a d u n g
zum Fachgespräch des nordrhein-westfälischen Beschäftigtenforums der Honorardozent/innen in DaF/DaZ-Kursen


am Samstag, dem 14. April 2007,
von 10.00 Uhr – 14.00 Uhr,
beim ver.di – Landesbezirk NRW, Sitzungssaal 1 (Erdgeschoss),
Karlstraße 123-127, 40210 Düsseldorf
(siehe Anreisehinweis).

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

die Gewerkschaften GEW und ver.di setzen sich für bessere Bedingungen für Honorardozent/innen ein und ermöglichen organisierten und unorganisierten Betroffenen mit dem Beschäftigtenforum eine wirksame Vernetzung.

Auf unserem nächsten Fachgespräch, zu dem wir herzlich einladen, werden folgende Themen behandelt:

1. Wegeunfälle von Honoradozent/innen – wie vorbeugen? Informationen von Frau Dipl. Ing. Melanie Kühne vom Rheinischen Gemeindeunfallversicherungsverband
2. Bericht von der Bundeskonferenz der Freien und Selbständigen in ver.di
3. Vorschläge zu einer Honorarkampagne

Aus organisatorischen Gründen ist die Teilnahme am Fachgespräch an eine Anmeldung bis zum 05.04.2007 an monika.tomek@verdi.de gebunden.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Berthold Paschert gez. Uwe Meyeringh
GEW NRW ver.di NRW

Eine Veröffentlichung des ver.di-Landesbezirks NRW, Fachbereich Bildung, Wissenschaft und Forschung, Karlstr. 123 – 127, 40210 Düsseldorf. Presserechtlich verantwortlich: Uwe Meyeringh, Tel.: 0211/61824305, uwe.meyeringh@verdi.de und GEW Landesverband NRW, Berthold Paschert, Nünningstr. 11, 45141 Essen, berthold.paschert@gew-nrw.de.

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: uwe meyeringh ()
Datum: 17. Januar 2007 12:16

Korrekturmeldung zum Fachgespräch am 14.04.2007

Frau Dipl.-Ing. Melanie Kühne kann an diesem Tag nicht teilnehmen. Das Thema wird auf einer späteren Sitzung wieder aufgerufen.

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Nataly ()
Datum: 28. Februar 2007 14:06

Hallo!

Ich habe schon 3 BAMF-Integrationskurse unterrichtet, bin dort als DaF Lehrerin von Bildungsträger angemeldet. Neulich hat man mich gefragt, ob ich eine offizielle Zulassung bei BAMF habe. Weiß jemand, was das ist?

Gruß
Nataly

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