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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Hélène ()
Datum: 09. November 2005 18:01

Tag an alle!

Nachdem ich schon lange nichts habe von mir hören lassen, möchte ich mich doch wieder beim Forum melden.

Mein Thema ist nach wie vor unser Papier an das BaMF. Ich hatte ja im Oktober geschrieben, dass wir bereit seien jeder und jedem Interessierten das Papier zukommen zu lassen. Daraufhin haben sich viele gemeldet und ich habe das Paoier recht oft verschickt. Doch ist die Resonanz gering. Bis auf 2 Personen hat nach Erhalt des Papiers niemand reagiert.

Mein Anliegen ist folgendes: Wir haben das Protest-Papier dem BaMF im Juni übergeben. Seither nichts vom BaMF mehr gehört. Vielleicht hatten wir das auch nicht wirklich erwartet. Denn eigentlich hat Protest nur Aussicht auf Erfolg, wenn er mehrfach zeitgleich stattfindet. Deshalb war die Idee das Papier öffentlich zu machen mit dem Zweck gekoppelt einen öffentlichen allgemeinen Protest zu erzeugen. Doch stelle ich fest, dass fast alle Empfänger des Papiers es bevorzugen relativ anonym zu bleiben. Nicht, dass ich das nicht verstehen würde. Ich kann die Angst sehr wohl nachvollziehen. Doch geschah mein Angebot das Papier zu verschicken im Rahmen der Diskussion zum Thema Interessenvertretung und wurde nur gemacht um eine Organisierung zu erreichen. Anonymität kann vielleicht helfen nirgends unangenehm aufzufallen, wird uns aber auf Dauer nicht helfen unsere Probleme zu lösen.


Hélène

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: revoluzzer ()
Datum: 22. November 2005 13:15

Hallo an alle,

seit langer Zeit schau ich hier wieder rein (ja, vor 1 1/2 Jahren gab es schonmal ein Aufbäumen) Leider wurde der damals aufkeimende Protest gegen die Bedingungen für DaF-Lehrer kaputtgeredet , indem man sich gegeseitig anmachte (Muttersprachler gegen Nichtmuttersprachler, "Quereinsteiger" gegen DaF "Abschlüssler" ....)
Wäre schön, wenn doch mehr KollegInnen erkannt haben, dass wir nur zusammen stark sind !!!!!
Einige erinnern sich vielleicht an meinen Fall, für alle anderen die "Kurzfassung" :
Ich war von Februar 1999 bis Juni 2002 als Honorarkraft im Intensivbereich DaF an der vhs xxx tätig.
Ich musste meine Tätigkeit beenden, da die BfA Forderungen für Rentenversicherungsanteile in Höhe von etwa 4900,- Euro stellte, die ich nicht zahlen konnte und ich nicht mit jedem Tag weiterer Tätigkeit diese Summe erhöhen wollte.
Da ich die ganze Zeit auch nur ausschließlich für die vhs tätig war sah ich mich auch nicht als freie, selbständige Mitarbeiterin .
Ich stellte einen Antrag auf Statusklärung bei der Claeringstelle der BfA.(im Oktober 2002) Ein Jahr später (am 11.10.2003)wurde dieser Antrag in meinem Sinne positiv entschieden (d.h. ich war abhängig beschäftigt)
Natürlich legte die Stadt xxx Widerspruch ein (am 6.11.2003) Dieser Widerspruch wurde mit Bescheid vom 9.5.2005 abgewiesen .
Daraufhin hat die Stadt xxx die BfA vor dem Sozialgericht verklagt (am 6.6. 05 )
Das erfuhr ich heute eher zufällig durch ein Schreiben vom Sozialgericht xxx(Beiladungsbescheid) in dem ich zur Stellungnahme aufgefordert werde (innerhalb einer Frist von 6-8 Wochen ) Mein Problem: ich stehe jetzt ganz allein da, denn die BfA ist zurückgerudert !!
Der Deutsche Rentenversicherungsbund schreibt am 3.11. an das Sozialgericht: "....wie bereits mitgeteilt überwiegen nach nochmaliger Überprüfung die Merkmale für das Vorliegen einer Selbständigen Tätigkeit....wir beantragen ...die Erteilung eines Urteils......"
Ich bin sehr wütend und fühle mich "verraten und verkauft".

Tja, was soll ich dazu noch sagen :o(((

viele Grüße
revoluzzer

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Dörte ()
Datum: 23. November 2005 11:04

Hallo, Revoluzzer!

Erst einmal lieben Dank, dass Du Dich hier noch einmal meldest, auch wenn Dein Fall die bittersten Erfahrungen beinhaltet, die unsere Position am Markt bereithält. Ich bin ob Deiner Geschichte auch relativ sprachlos. Der einzige Punkt, an dem ich einhaken könnte, ist der in dem Schreiben des deutschen Rentenversicherungsbunds:

"...wie bereits mitgeteilt überwiegen nach nochmaliger Überprüfung die Merkmale für das Vorliegen einer Selbständigen Tätigkeit....wir beantragen ...die Erteilung eines Urteils......"

Das ist ja zunächst einmal einfach nur eine Behauptung, wie sie gern Gerichten vorgelegt werden. Wer immer hier nachfragen darf, dem würde ich in den Mund legen wollen, sich diese Merkmale doch einmal aufzählen zu lassen. Nachdem was Du beschreibst, scheint das doch eindeutig eine nichtselbstständige Arbeit zu sein...... wie die meisten von uns sie eben auch ausüben (müssen).

Ich bin immer noch an dem Punkt dran "Öffentlichkeit herstellen". Vielleicht sollten wir doch versuchen, verschiedene politische Magazine der verschiedensten Sender für dieses Thema zu interessieren??? Ich habe aber keine Lust, ganz allein alle möglichen Sender anzuschreiben. Das müsste man dann schon aufteilen! Ich z. B. wäre bereit, an ZDF/Frontal 21 zu schreiben? Wer nennt und übernimmt andere Magazine? Plusminus wäre evtl. auch noch eine Adresse?

Liebe Grüße

Dörte

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: revoluzzer ()
Datum: 23. November 2005 11:41

Hallo Dörte,

ja, ich hätte mich auch gern unter anderen Bedingungen wiedergemeldet....
hab dir grad 'ne mail geschickt...

viele Grüße

revoluzzer (ich trag meinen Nick nicht umsonst ;o)

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Hélène ()
Datum: 03. Dezember 2005 12:35

A Propos Interessenvertretung. Muss es denn eine völlig neue sein, oder könnte man nicht sich der Aktion Butterbrot, die neuerdings auch eine eigene Webside hat (www.aktionbutterbrot.de), anschließen und die Sache dann bundesweit organisieren. Das würde eine Menge an Vorarbeit und Öffentlichkeitsarbeit sparen. Aktion Butterbrot kritisiert schon lange die neuen Integrationskurse und hat schon einen Katalog an Forderungen dem Bamf abgegeben. Außerdem haben die schon Aktionen in Nürnberg und in Berlin organisiert. Aktion Butterbrot ist inzwischen auch anerkannter Gesrpächspartner vom Bamf, genießt die Unterstützung der GEW, bleibt aber unabhängig.

Wie wär´s? Wir wollen uns ihnen jedenfalls anschließen

Hélène

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Franziska ()
Datum: 03. Dezember 2005 13:44

Das klingt mir ganz vernünftig! Ein bisschen graut mir jedenfalls vor der Gründung eines völlig neuen Vereins, der zunächst aus fünf Hansln und einem neuen langen Namen besteht. Hm.

Ach übrigens, falls sich irgendjemand wundern sollte, dass ich manchmal problematische Texte von mir wieder ändere - hier ein munterer Link zum Thema: Du bist nicht allein im großen Netz!
[www.macelib.hor.de]

F.

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Andres Ehmann ()
Datum: 03. Dezember 2005 16:44

Hallo Leuts,

ich würde einfach sagen, dass Ihr die Nuss so nicht knacken werdet. Tatsache ist einfach, dass zwar sehr viel Geld im Jackpot ist, dieses Geld aber hirnverbrannt investiert wird und Geld das weg ist, ist nun mal weg, da bleibt für Dozenten wenig übrig. Das von euch so bewunderte Goethe Institut ist hierbei Teil des Problems. Dieses allein verballert in 128 Niederlassungen 278 Mio. Euro, tritt in den jeweiligen Ländern und in Deutschland als Konkurrent zu privaten Einrichtungen auf und sorgt dafür, das Geld "für keiner weiß für was" verballert wird, das dann nicht mehr zur Verfügung steht. Anstatt eine Jutta Limbach einzustellen, könnte man auch 8 DAF Dozenten einstellen. Weiter verballern die Unis mit fröhlicher Unterstützung der EU und des BMfBF nochmal ein paar 100 Millionen Euros für Sprachportale, die nie online gehen werden und wenn doch irrelevant sind, weil sie schlecht gemacht sind und keine Besucher haben. Allein ein Blödsinn wie www.lehrer-online.de frisst 20 Mio Euro, Geld, das dann nicht mehr da ist. Wir haben auf www.spanisch-lehrbuch.de www.curso-de-aleman.de www.german-grammar.de etc. etc. gezeigt, dass es auch wesentlich billiger geht, nämlich komplett ohne Steuergelder. Der Versuch bei Beamten im allgemeinen und denen in den Kultusbehörden im besonderen mit Vernunftargumenten durchzudringen, dürfte ähnlich zielführend sein wie einem Esel Liebesgedichte vorzulesen.

Vernetzte Webportale zu mehreren Sprachen sind eine tatsächliche Lösung einer ganzen Reihe anstehender Probleme, zeigen, welche Einsparpotentiale vorliegen, Geld das dann anders investiert werden kann. Kann man ganz konkret nachweisen, dass in den letzten Jahren einige 100 Millionen richtig schön sinnlos verbraten wurden, erzeugt man tatsächlich Druck, spätestens dann, wenn die Steuergeldverschwendung hart am Strafrecht vorbeischrammt, bzw. der Grundsatz der sparsamen Verwendung von Haushaltsmitteln verhöhnt wird.

Last not least. Grundsätzlich betreffen die Probleme alle Sprachen, die einzig rühmliche Ausnahme ist Englisch, wo sich der British Council aus dem Markt, wenn auch mit ein bisschen Schubsen, verabschiedet hat.

Die Frage also, ob jemand besser Deutsch unterrichten kann, der das als Muttersprache hat, ist nicht wirklich interessant. Interessant ist lediglich, ob man ein internationales Netzwerk bilden kann, dass didaktisches Material in einer Qualität zur Verfügung stellt, für alle Sprachen, die dann die Einsparpotentiale bringen, bei höherer Qualität. In dieser Richtung sehe ich eine Einflußmöglichkeit und hier können wir auch technisch, designerisch etc. Unterstützung bieten.


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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Dörte ()
Datum: 04. Dezember 2005 12:38

Lieber Andreas!

Zum wiederholten Male versuchst Du, unsere verzweifelten Anstrengungen, eine Interessensgemeinschaft zu gründen, zu torpedieren. Alle im Forum haben inzwischen Deine Position dazu zur Kenntnis genommen. Und wir respektieren sie auch.

Aber ich würde Dich dann doch bitten, auch unsere Position, unser gewünschtes Vorgehen und unser Engagement so weit zu respektieren, dass Du gerade fruchtbar werdende Diskussionen nicht mit Deinen sehr langen, zweifelsohne mit beeindruckenden Detailkenntnissen gespickten Postings auseinanderbrichst. Die Systematik, mit der Du das machst, kommt mir schon langsam etwas verdächtig vor. Lehne Dich doch einfach zurück und denke Dir Deinen Teil über Leute, die sich ihren Idealismus nun einmal absolut nicht kaputt machen lassen wollen!

Und ich weiß aus privaten Emails an mich, dass ich mit diesem Posting auf Deine Anmerkungen nicht alleine stehe, denn mir gegenüber wurde schon häufiger beklagt, dass Du jedesmal ein Störfeuer einrichtest, wenn wir gerade dabei sind, zu Potte zu kommen.

Es wäre lieb, wenn Du unserer Bitte nachkommen könntest!

Mit freundlichen Grüßen

Dörte

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Dörte ()
Datum: 04. Dezember 2005 12:42

Meine Lieben!

Bisher bin ich immer noch nicht dazu gekommen, auf die Butterbrot-Website zu gehen. Aber ich finde die Einwendungen von Hélène und Franziska durchaus berechtigt. Ich gehe jetzt gleich mal auf die Site und sehe mich dort um.

Frage 1: Levent? Gibt es irgendwelche Argumente, die dagegen sprechen, auf schon gesattelte Pferde aufzusteigen anstatt eine weitere Stute erstmal decken zu lassen?

Frage 2: Wenn wir uns dann einig sind, bei Butterbrot mitzumachen - wer soll Kontakt aufnehmen?

Ich schließe mich diesbezüglich meinen Vorschreibern an!

Liebe Grüße

Dörte

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Franziska ()
Datum: 04. Dezember 2005 13:11

Hallo Dörte und der Rest der Welt!

Hier ist nochmal der Link direkt zur Kontaktseite der Aktion Butterbrot, es scheint wirklich einfach und unbürokratisch zu funktionieren, wenn man sich da eintragen will:
[www.aktionbutterbrot.de]

Ansonsten bin ich mal wieder ganz deiner Meinung, was unseren Freund Andres betrifft. Gut gesprochen!

Franziska

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Dörte ()
Datum: 04. Dezember 2005 13:31

Aktion Butterbrot = Nägel mit Köpfen!

Also, meine Lieben, ich war jetzt endlich (viel zu spät....) auf der Butterbrot-Site. Was wollen wir mehr? Wenn die noch irgendwie aktiv sind - da ist doch schon alles gemacht: Website im Netz, Google-Group (ich bin wieder zu blöd dazu, mich dort einzutragen; ich hoffe, die erledigen das für mich!). Die haben schon alles ausformuliert, Liste mit Forderungen, Honorare berechnet....

Also für mich ist es ganz klar: wir müssen dort mitmachen.

Übrigens habe ich diesen Passus gefunden:

"In Berlin waren wir vor drei Jahren schon mal relativ weit und hatten es über den Petitionsauschuss des Bundestages immerhin bis zu einer Beschlußempfehlung des deutschen Bundestages gebracht.Gleich danach gab es Neuwahlen und danach gingen uns die Kräfte aus."

Mensch, da brauchen wir doch nur anzuknüpfen!!!

Ich habe der Aktion Butterbrot jetzt 2 Emails geschrieben, dass wir Kontakt suchen und gebeten, man möge mich doch einmal anrufen.

Noch etwas: Ich mache jetzt gleich einen neuen Thread auf zu dem ZEIT-Artikel - hier müssen wir uns rühren, die Chance nutzen. Maya - ich habe mir die aktuelle ZEIT-Ausgabe gekauft ( Euro 3,-- das tut weh!). Was ich dort nirgends finde, sind Leserbriefe???? Gibt es keine Leserbriefe (mehr) in DIE ZEIT? Das will ich nicht hoffen, denn wir sollten jetzt eine Leserbrief-Aktion starten. Wenn wir in DIE ZEIT stehen, haben wir einen großen Öffentlichkeitsschritt schon gemacht!

Also ich hoffe, die Butterbrot-Leute melden sich kurzfristig bei mir. Dann muss man eben mit denen besprechen, was man machen kann. Aber ich bin sehr erleichtert, dass wir nicht erst einen eigenen Verein aus dem Boden stampfen müssen. Hier sind doch schon alle wichtigen Vorarbeiten geleistet!

Was meint ihr?

Liebe Grüße

Dörte

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Andres Ehmann ()
Datum: 04. Dezember 2005 13:51

Hallo Leuts,

es ist nun mal so, dass in einem Forum unterschiedliche Meinungen geäußert werden liebe Dörte und wenn du jede abweichende Meinung als Störfeuer interpretierst, bist du in einem Forum falsch würde ich sagen. Ihr werdet euer Problem auf dem von euch eingeschlagenen Weg nicht ändern. Ihr könnt nur etwas tun, wenn Ihr mit wirtschaftlichen Zusammenhängen argumentiert und auf eine Umschichtung von Geldern hinwirkt.

Eine an wirtschatlichen Fakten orientierte Argumentation ergäbe sich zum Beispiel, wenn man die Zahlen des Goethe Instituts analysiert. Sie stehen hier

[www.goethe.de]

Das Goethe Institut bekommt 209 Millionen Euro öffentliche Mittel,also STeuergelder. Damit wurden 149 000 Leuten Deutsch gelehrt. Das macht pro Teilnehmer eine Subvention von 1402 Euro. Wie gesagt, da die Teilnehmer nochmal extra zahlen, ist das der reine Zuschuss, die Kosten pro Teilnehmer sind weit höher. Das Goethe Institut wird nun argumentieren, dass sie ja auch Kulturklimbim machen, also Filme zeigen , Bibliotheken haben etc. Die Bibliotheken können sie aber auch schließen, weil das meiste im Internet steht und die Städte wo eine Goethe Institut steht eh eine Universität haben. Kino etc. können auch von privaten Anbietern geleistert werden.

Wenn Ihr die Summen im Inland für Integrationskurs hättet, wäre euer Problem gelöst und auch das Problem der Bildungsträger im Ausland wäre gelöst, die ohne diese gewaltige Zufuhr an Steuergeldern auskommen müssen und konkurrieren müssen. Über deutliche Defizite bei der Qualität der vom Goethe Institut durchgeführten Kurse, ausgesprochen schwacher Internetauftritt, ziemlich dreiste Aussagen in Bezug auf die Anforderungen an die Qualifikation bei Immigrationskursen etc. etc. wollen wir mal gar nicht reden. Was machen eigentlich 448 Mitarbeiter in der zentrale des Goethe Institutes???

Also Dörte, ich überlass Dich jetzt mal Deiner Welt, aber den einzigen Weg den ihr habt, ist auf eine Umschichtung der Gelder hinzuwirken, mehr Geld ist nicht drin und ihr werdet auch nichts bekommen, es sei denn Ihr schafft es eine Umschichtung der Gelder anzuregen. Dies setzt aber eine präzise Kenntniss der Strukturen voraus und eine präzise, an wirtschaftlichen Fakten orientierte Argumentation. Solange Ihr euer Problem bewundert wie einen Fetish, habt Ihr keine Chance.


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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: levent kilic ()
Datum: 04. Dezember 2005 16:09


Lieber Andreas,

kann es sein, dass du ein ganz spezielles, leicht ins Pathologische abgleitende Problem mit dem Goethe-Institut hast?
Ob wir eine Chance oder nicht, ein Fetischproblem o.Ä. haben, das lass mal unsere Sorge sein. Kann dich doch nicht weiter stören, wenn 5 Hansel etwas gründen wollen, was zufällig nicht deiner Interessenslage entspricht. Ich schlage dir vor, dass du einen eigenen Thread zu deinem Lieblingsthema eröffnest und dort Leute ansprichst, du sich dafür auch interessieren.
An die anderen: Jetzt habt ihr also auch schon die Aktion Butterbrot entdeckt. Und ich stelle fest, dass es offenbar schon Konsens ist, dass man sich, statt selbst etwas auf die Beine zu stellen, jetzt an Aktion Butterbrot dranhängt. Dagegen ist nicht viel zu sagen. Die machen schon sehr lange eine gute und richtige Arbeit, wenn auch primär für den bayrischen Raum. Nur leider bis jetzt ohne jeden Erfolg. Denn sonst hätten wir es gemerkt.
Wollt ihr nun doch nicht mehr, als euch an ein paar entsprechende Mailinglisten ranzuhängen und einmal im Jahr in einem Ministerium vorzusprechen? Das vermittelt mir den Eindruck, dass es doch noch nicht so richtig brennt.
herzliche Grüße
Levent

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Hélène ()
Datum: 04. Dezember 2005 17:39

Hallo Levent,

hab deine e-mail gerade gelesen. Also, erstens ist es natürlich kein Konsens, wenn 3 Personen sich für etwas ausgesprochen haben, zweitens bedeutet nicht, sich A- Butterbrot anzuschließen, nichts mehr im eigenen Bereich zu tun. Aktion Butterbrot arbeitet,wie du sagst in München, auch wenn sie gelegentlich bundesweit in Erscheinung treten. Sich Aktion Butterbrot anzuschließen hätte den Vorteil, bereits Erreichtes zu nutzen, z.B. die finanzielle Unterstützung der GEW sowie den inzwischen vom Bamf anerkannten Status als Interessenvertretung für DAF-DozentInnen.
Status, den man, wie wir gesehen haben, nicht einfach erreicht. Zu dem Treffen am 29.11.05 in Nürnberg (erfolgt nach A-Butterbrot Anregung, es handelte sich um eine Einladung des Bamfs an DAF-Dozenten aus ganz Deutschland (30 P), dort "sollte" Kritik formuliert werden) wurden wahllos von den verschiedenen Landesverbänden DozentInnen eingeladen, Wir wurden zum Beispiel nicht einmal benachrichtigt, aber Aktion-Butterbrot war dort 3fach vertreten. Bei allen Bedenken, die man ausdrücken kann, ich befürchte, dass wir auch an schnelles Handeln denken müssen!

Sich Aktions Butterbrot anzuschließen, hieße für uns, unter ihrem Namen für uns als DozentINnen auf lokaler Ebene weiterhin aktiv zu bleiben, und uns bundesdeutschen Aktionen anzuschließen.

Hélène

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Andres Ehmann ()
Datum: 04. Dezember 2005 18:38

Hallo Levent,

kann es sein,dass du gar nix kapierst? Natürlich ist es mir völlig wurscht, welche Vereine ihr gründet oder wem ihr euch anschließt, es ist nämlich nicht mein Problem sondern eures. Ihr dürft von mir aus eure Diskussionen weiterführen bis zum jüngsten Gericht.

....wenn 5 HANSEL etwas gründen wollen, was zufällig nicht deiner Interessenslage entspricht....

Davon kannst Du ausgehen, das was Hansel gründen wollen interessiert mich tatsächlich nicht. Im übrigen heiß ich nicht Andreas.

In einer gewissen Hinsicht, wenn auch nicht in der von euch intendierten, ist der thread aber interessant.

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: dimitra ()
Datum: 04. Dezember 2005 20:31

Hallo Andres,
ich gehöre auch zu diesen "Hanseln" und ich habe ein großes Problem mit der BfA: kannst du mir konkret helfen?
Die anderen "Hanseln" haben wir wenigstens Tipps gegeben, haben versucht mir moralisch beizustehen!!!

Ich habe deine ganzen Einträge verfolgt, aber ich habe nur Bahnhof verstanden."Online Marketing", "Internetarbeit", "Kinderbücher",
"Gedichte": was hat das alles bitteschön mit der eigentlichen Arbeit eines Lehrers zu tun?
Hast du vielleicht daran gedacht, dass WIR vielleicht den direkten Kontakt zu unseren Schülern lieben, dass wir mit Menschen DIREKT arbeiten wollen?

Du hast vollkommen Recht: jeder darf in diesem Forum seine Meinung sagen. Aber wenn es dich nicht interessiert (=deine Worte!), was WIR hier diskutieren, beschliessen, planen etc., warum mischt du dich immer wieder ein und gibst immer deinen Senf dazu?

Lass uns doch unsere "Träume" leben, lass uns doch unsere "Diskussionen bis zum jüngsten Gericht" führen......

D.

(Was ist eigentlich "Leuts"? Ich kenne nur das Wort LEUTE)

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: levent kilic ()
Datum: 04. Dezember 2005 21:40


Hallo Andres, (sorry für das Andreas),
du hast Recht : Ich kapiere nichts, zumindest was dich angeht. Ich kapiere wirklich nicht, was du willst. Ich kapiere nicht, warum du mit deinem offenbar ganz spezifischen Anliegen dich nicht an diejenigen wendest, die es auch interessieren könnte. Ich kapiere nicht, was du in diesem Thread willst, in dem die Diskussion gerade darum geht, entweder eine eigene Interessensgemeinschaft zu gründen oder sich der Aktion Butterbrot anzuschließen. Also ganz eindeutig nicht um das, was dich so umtreibt.
Aber das lässt sich ja ändern. Sei doch bitte so freundlich und schreib uns (oder mir) nochmal genau auf, was denn deine konkreten Vorschläge sind zur Verbesserung der Lage derjenigen DozentInnen, die auf Honorarbasis arbeiten und die mit den horrenden Forderungen von Krankenkassen und BfA konfrontiert sind. Und damit meine ich nicht gegen das Auswärtige Amt protestieren oder jetzt sofort auf dem Kinderbuchsektor selbstständig zu werden. WAS SOLLEN WIR JETZT TUN?
Wahrscheinlich hast du da irgendeine großartige Geschäftsidee am Laufen, für die du jede Menge MitstreiterInnen suchst. Aber es kann doch nicht so schwer sein zu verstehen, dass du damit hier nicht gerade richtig bist.
Also, ich warte auf deine Erläuterungen. (Die können auch gerne mal ein bisschen knapper, aber dafür klarer ausfallen.)

Für alle anderen: Ich persönlich würde es besser finden, zusätzlich zu Aktion Butterbrot noch eine neue Sache zu starten, die deren - ohne Zweifel sehr gute - Arbeit forcieren und/oder unterstützen könnte. Wenn die Mehrheit, und so sieht es aus, aber der Meinung ist, wir sollten uns da einklinken, dann akzeptiere ich das und schließe mich euch an. Ist es so?
Grüße und einen guten Start in die Woche
Levent

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Dörte ()
Datum: 04. Dezember 2005 21:56

Hallo, meine Lieben!

Ich habe gerade ein langes Telefonat mit Aktion Butterbrot - Reza Karamitari - gehabt. Hochinteressant! Wie ich gerade oben lesen, hat z. B. Hélène von dem Treffen letzter Woche in Nürnberg vorher auch nichts gewusst. Wenn wir aber bei Butterbrot dabei wären, hätten wir es gewusst und z. B. dort auch aufschlagen können. Da war ein wichtiger Termin - während wir hier uns mit Andres und anderen Zauderern herumschlagen müssen.

Reza hat einen hochkooperativen Eindruck auf mich gemacht und sich sehr über unser Interesse gefreut. Und es stimmt nicht, dass AB nur auf Landesebene (Bayern) aktiv ist. Nach 2 Gesprächen, die man jetzt mit dem BAMF und dort den höchstrangigen Vertretern gehabt hat, ist klar: wir müssen selbst etwas unternehmen! Vor allem: Öffentlichkeit herstellen! Da sieht Reza ebenso. Zwar bekundet das BAMF per Lippe, Anwalt der DaF-Kräfte zu sein, bloß passiert ist bisher nichts. Aber das kann man nicht AB anlasten!

Levent: Ich persönlich halte es nicht für sinnvoll, nachdem, wie AB sich schon etabliert hat, noch eine Nebenorganisation aufzumachen. Das schwächt unser Anliegen insgesamt. AB scheint total offen zu sein und freut sich über jede Mitwirkung. Ich habe nicht den Eindruck, dass dort schon etablierte, verkrustete Strukturen herrschen, sondern im Gegenteil haben die Leute dort jetzt durch ihre langjährige Arbeit (seit 1996) profunde Erfahrung und sind auf verschiedenen politischen Ebenen schon eingeführt.

Ich persönlich werde jetzt erstmal versuchen, mich in diese Google-Group einzuschreiben. Da fließen nämlich solche Infos.

Zu eurer Info: AB arbeitet jetzt an einem Treffen mit dem neuen Bundesinnenminister Schäuble. Dort soll eine Delegation aufschlagen. Die Aktion soll begleitet werden durch einen Infostand/Demo o.ä. vor dem Bundesinnenministerium - alles mit dem Ziel, Öffentlichkeit herzustellen!

Kommt, Leute, lasst uns da mitmachen!

(Und wer zieht unserem geschätzten Andres mal den Stecker aus dem PC?)

LG Dörte

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: dimitra ()
Datum: 04. Dezember 2005 22:23

Hallo Dörte,
ich respektiere auch die Arbeit der aktion butterbrot; sie kämpfen und versuchen Öffentlichkeit zu schaffen.
Alles ist gut, aber ich habe den Eindruck, dass die AB die Integrationskurse als Schwerpunkt hat -oder irre ich mich?

Kläre mich bitte auf!
D.

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Re: Interessensvertretung?
geschrieben von: Andrés Ehmann ()
Datum: 04. Dezember 2005 22:39

Hallo,

also eigentlich finde ich das ziemlich einfach, aber ich erkläre es gerne nochmal. Ihr schreit nach mehr Geld, das ist auch legitim, das Problem dabei ist, dass es alle in diesem Bereich Tätigen tun, also das Goethe Institut, die Unis, die Institute die Prüfungen abnehmen etc. etc. alle eben die davon leben, Deutsch zu unterrichten. Das Geld ist aber begrenzt und es bei der aktuellen Haushaltslage auch nicht mehr reingeschossen. Ist es bis hierher noch verständlich ? Bei einem begrenztem Pott kann es also nur darum gehen, wer das Geld bekommt. Eure einzige Chance, und ich beschäftige mich schon länger mit der Problematik als Du, ist nun der Nachweis, dass man das Geld effizienter verwenden kann. Das heißt, könnt Ihr nachweisen, dass es besser verwendet wird, wenn mehr in die Imigrationskurse oder andere staatlich geförderte Kurse im Inland fließt, dann habt ihr eine Chance. Dazu habe ich konkrete Lösungsvorschläge gemacht, die aber ganz offensichtlich für euch zu kompliziert sind, so dass Ihr im Grunde keine Chance habt.

By the way. Wir haben tatsächlich einen konkreten Lösungsansatz, den wir ja auch konkret und mit einiger Durchschlagskraft umsetzen. Wir sind aber nicht darauf angewiesen, Mitstreiter in diesem Forum zu rekrutieren, ganz sicher nicht, da haben wir zahlreiche andere Möglichkeiten, es war ein Versuch, der im übrigen auch interessante Erkenntnisse brachte.

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