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Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Jemand-ohne-Frust ()
Datum: 06. Februar 2007 19:12

@ Soja72: ...so ein Schwachsinn, sorry. Aus der gesetzlichen KV kannst du jederzeit als (Klein-/bzw.Scheinselbständiger) in die private. Umgekehrt ist das nicht so einfach.

Die private KV kannst du vorziehen, wen du von der Erbschaft lebst und den DaF-Job als Freizeitbvergnügen machst.

Gruss, M.

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Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Sonja72 ()
Datum: 07. Februar 2007 21:07

Was bitte ist Schwachsinn daran, im Monat 150 -200 EUR (je nach Selbstbeteiligung) in eine private Kasse einzuzahlen (in der man noch dazu bedeutend bessere Leistungen hat) anstatt 250 - 300 an eine gesetzliche KV zu zahlen und dann die ganzen Zuzahlungen auch noch leisten zu müssen?

Und ein Wechsel zurück in die gesetzliche ist möglich (bzw. sogar gesetzlich erzwungen), wenn man z.B. einen Angestelltenjob beginnt oder (noch einmal) studiert. Aber warum sollte man da überhaupt zurückwollen?

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Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Tascha2 ()
Datum: 08. Februar 2007 10:00

Hallo,

das Problem ist nur, dass du in der PK jeden Monat die gleiche Summe zahlen musst. Bei der GK kannst du, wenn du ein paar Monate kein Geld verdienst, auf einen günstigen Tarif umsatteln. Außerdem werden die PK auf lange Sicht gesehen immer teurer. Die Wahrscheinlichkeit, dass man einen Angestelltenberuf bekommt, ist in unserer Branche sehr unwahrscheinlich. Außerdem spart man keine 150 bis 200 Euro. Ich habe mich mal erkundigt und als 30jährige muss man mit circa 205 Euro monatlich rechnen. Das ist auch nicht ein soo großer Unterschied. Ich würde die GK bevorzugen, denn die PK wird im Alter enorm teuer. Wenn man eine Familie hat, dann muss jedes Mitglied einzeln versichert sein. Ich habe in der Zeitung gelesen, dass sich eine PK nur für junge, gesunde, ledige Männer oder Beamte lohnt.
Gruß
Tasha

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Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Sonja72 ()
Datum: 08. Februar 2007 15:46

Gebe dir zwar teilweise Recht (für Männer ist es schon viel günstiger z.B.) Dass man allerdings in Monaten in denen man weniger verdient bei der Gesetzlichen weiniger bezahlt stimmt eben leider nicht. In den meisten Monaten verdient ein normaler DaFler ja eh weniger als die ca. 1800 Euro von denen die GKV ausgeht, und trotzdem darfst du den vollen Betrag abdrücken.

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Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Tascha2 ()
Datum: 08. Februar 2007 16:42

Hallo,

ich meinte, wenn man kein Geld verdient, dann kann man sich bei der GK als arbeitslos melden und die nehmen dann circa 128 Euro. Auch wenn der Verdienst unter 400 Euro liegt, ist das der maximale Beitrag. Ich habe sogar als nebenberuflich Selbständige bei meiner KK bis 805 verdienen dürfen und nur 128 Euro mtl. bezahlt. Man muss das nur mit einem Mitarbeiter abklären und dann geht das klar. Ich habe gesagt, dass ich nur 560 Euro mtl. bekomme und ansonsten hauptberuflich Hausfrau bin, und dann war das mit den 128 Euro okay. Ich habe das aber in keinem Formular angegeben, sondern der KK einen Brief geschrieben und mitgeteilt, dass es ja nicht sein kann, dass ich bei einem Verdienst von 560 Euro mehr als 50% KK zahlen muss. Ja, und die haben dann gesagt, dass ich weniger zahlen muss.

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Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Sonja72 ()
Datum: 08. Februar 2007 19:31

Glück gehabt. Garantiert ist das aber nicht. Und wenn du diesen Thread mal duchsiehst wirst du feststellen, dass es nicht allzu oft vorkommt, dass die KK so kulant ist.

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Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Jemand-ohne-Frust ()
Datum: 09. Februar 2007 11:24

@ Sonja72: Tascha hat in ihrem Beitrag meine Antwort vorweggenommen.

Meine Abneigung gegen die privaten Kassen für uns Honorardozenten mit teilweise sehr geringen Einkünften beruht auf folgenden Erfahrungen:

a) Wenn du privat versichert bist und gewzungen wirst, Hartz IV zu beantragen, weil du krank wirst oder einfach keine Lehraufträge mehr bekommst, zahlt dir die Arge keine private KV mehr. Die gesetzlichen weigern sich dann zunächst, dich zu zu nehmen. Die ist ihr gutes Recht, denn Sie müssen keinen nehmen, der vorher privat versichert war - auch wenn das Amt, also die Arge, die Beiträge fortan zahlen würde. Mehrere Kollegen haben dies durch - eine musste aufgrund einer Schwangerschaft die Dozententägikeit aufgeben -, mit der Folge, dass Sie über Monate keinen geklärten KV-Status hatten und nicht wussten, ob bzw. bei wem
Sie denn nun versichert sind. Die Arge und die Kassen schoben sich gegenseitig die Verantwortung zu. Wie gesagt, die privaten hatten
Sie gekündigt... eine Aufnahme in die gestzliche wurde zunächst
verweigert...

Würdest du das riskieren? Kannst du dir ungefähr vorstellen, wie es ist, ohne Krankenverischerung rumzulaufen? Wie mulmig einem dabei werden kann?

2.) Kinder sind immer noch in der gesetzlichen KV beitragsfrei mitversichert. Bei den privaten zahlst du schnell mal nen dreistelligen Euro-Betrag pro Kind.

Private KV lohnt sich eigentlich nur, wenn du sicher sein kannst, die Beiträge auch über einen gewissen Zeitraum ohne Erwerbseinkommen durch Honorartätigkeit zu zahlen, auf Deutsch gesagt: Du hast genug Kohle (angespart), um zahlen zu können, wenn die Lehraufträge ausbleiben und musst definitiv nicht zu irgendeinem Amt rennen, um überhaupt krankenversichert zu sein.

Leider habe ich in meinem Umfeld festgestellt, dass die private KV zunhehmend zu einem Statussymbol wird, vergleichbar mit bestimmten Marken oder Konsumgewohnheiten - nach dem Motto, ich kann es mir leisten, privat versichert zu sein... traurig, aber wahr.

Gruss, M.

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Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: kim ()
Datum: 11. Februar 2007 10:48

hallo zusammen,

weiß jemand, ob es möglich ist, bei der krankenkasse für einen monat, in dem man weniger al 400 € einkommen hat, eine vergünstigung der beitragszahlung zu bekommen (wenn man sonst über der mindestbemessungsgrenze liegt und entsprechend höhere beiträge zahlt)?

es kann ja eigentlich nicht sein, dass man ein monatseinkommen komplett für die kranken- und pflegeversicherung zahlt, oder? macht es sinn, bei der kasse nachzufragen oder ist eine vergünstigung grundsätzlich nicht möglich?

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Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Jemand-ohne_Frust ()
Datum: 20. Februar 2007 19:24

@ kim: ...doch, das kann leider sein. Und das ist neben der schlechten Bezahlung der Hauptgrund, warum kaum jemand ernshaft DaF betreibt und es so viele Hobbypädagogen und unqualifizierte "Lehrer" in diesem Bereich gibt...

Gruss, M.

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Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: daria ()
Datum: 02. März 2007 15:58

Es gibt billigsere Krankenkassen. Ich zahle knapp 180/Monat mit nat. 1200 Selbstbeteiligung (230 bei 600SB), was für mich, da ich nie was habe, okay ist. Man kann ja auch nicht mehr als 2500 absetzen diesbezüglich. Und RV? Wer kann sich das leisten. ich kenne keinen, der das bezahlt.

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Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: kim ()
Datum: 05. März 2007 20:47

@daria: das stimmt, es kann sich kaum jemand leisten..das problem ist nur, was macht man, wenn die rv einen anschreibt, dass man sich bei ihnen melden soll (wenn sie irgendwie von der freiberuflichen tätigkeit wind bekommen haben)? so ist es ja auch schon einigen ergangen..soll man das schreiben erstmal ignorieren und abwarten, ob sie sich nochmal melden (wenn sie noch keine unterlagen haben) oder ist das zu riskant und man hat dann eigentlich keine andere wahl? auch, wenn man nicht weiß, wie man es dann finanziell hinkriegen soll? das würde mich auch mal interessieren..wie würdet ihr das denn machen bzw. wer war schonmal in der situation?

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Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Silke ()
Datum: 06. März 2007 06:59

Ja, das ist wirklich ein Problem. Was meint ihr denn dazu, kann man in so einer Situation erstmal abwarten oder muss man sich gleich dort melden, auch wenn man dann wahrscheinlich finanzielle Probleme bekommt?

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Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Franziska ()
Datum: 06. März 2007 08:18

Nun, das ist genau das Problem, über das wir hier seit Jahr und Tag diskutieren, ihr solltet euch auch die älteren Beiträge zum Thema Rentenversicherung ansehen: Manche warten ab. Manche erwischt's und sind echt übel dran. Manche zahlen brav jeden Monat und müssen vielleicht aus diesem Grund irgendwann ihre Freiberuflichkeit aufgeben. Denn die muss man sich in der Tat erst mal leisten können.

Link zu einer unserer Diskussionen:
[www.deutsch-als-fremdsprache.de]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.03.07 08:22.

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Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Silke ()
Datum: 06. März 2007 16:04

@franziska: heißt das, dass manche abwarten, obwohl sie schonmal ein Schreiben von der RV bekommen haben? Kann es denn sein, dass die sich dann nicht mehr melden? Ich könnte mir vorstellen, dass sie dann nach einer gewissen Zeit nochmal nachhaken oder sich vielleicht auch anders über die Tätigkeit kundig machen..

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Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Franziska ()
Datum: 06. März 2007 20:59

Nein, Silke, das heißt nur, dass sie abwarten, bis und ob sie einen lieben Brief von der RV bekommen. Wenn der einmal gekommen ist, nützt alles Däumchendrehen nichts mehr, dann musst du zahlen. Und nachzahlen.

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Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Michael T ()
Datum: 15. März 2007 11:34

Eine Frage an alle - weißt denn jemand, ob es schon versucht wurde, gegen diese Mindestgrenze bei der gesetzliche Krankenversicherung gerichtlich vorzugehen, und wenn, was die Ergebnise waren?

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Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Anja3 ()
Datum: 15. März 2007 14:09

Hallo,

ja, auch hierzu findet sich was bei Erwin Denzler. Gegen das fiktive Mindesteinkommen von über 1800 Euro Gewinn ist glaube ich noch niemand vorgegangen, wohl gab es aber Prozesse um die Definition der Hauptberuflichkeit. Denn die freiwillige KV gilt ja nur für hauptberuflich Selbständige. Bei Erwin Denzler werden verschiedene Gerichtsurteile zitiert. Manchmal wurde dem Selbständigen Recht gegeben, d.h. er hat nur sehr wenig gearbeitet (mangels Auftragslage) und wurde daher nicht als Hauptberufler eingestuft. Andere doch, obwohl sie nur 250 oder 500 Euro im Monat verdienten. Genau das ist ja eben die gesetzliche Grauzone.
Rauskommen kann man bei geringem Verdienst nur als Verheirateter (Familienversicherung) sowie "überwiegend" Angestellter, Rentner, Student usw. Da muss man nur nachweisen, dass das "andere" zeitlich überwiegt. Macht man nichts anderes, auch wenn man nur wenige Aufträge hat, wird es schwierig, sich aus der Hauptberuflichkeit rauszureden. Man kann hierzulande ja nicht Teilzeit-arbeitslos sein...

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Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Anna2 ()
Datum: 29. März 2007 18:20

Hallo alle,

ich habe heute einen Anruf von meinem Finanzberater bekommen, der mir mitgeteit hat, dass ab April nicht nur eine Krankenversicherungspflicht besteht (was man ja positiv oder negativ bewerten kann), sondern auch dass die gesetzlichen Versicherungen bei Selbständigen nun nicht mehr von 1800 EUR ausgehen, sondern nur noch von 1250 EUR. Hat davon sonst noch jemand etwas gehört? (Herr Denzler vielleicht?)

Liebe Grüße

Anna

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Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Anna2 ()
Datum: 29. März 2007 18:31


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Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Erwin Denzler ()
Datum: 31. März 2007 21:47

Hallo,

zu den Neurehelungen in der gesetzlichen KV ab April, die sicherlich auch für viele DaF-Dozenten wichtig sind, habe ich einen Beitrag bei www.akademie.de veröffentlicht. Man findet ihn hier:

http://www.akademie.de/direkt?pid=42125&tid=11598

Da ich inzwischen weitere Informationen dazu habe, wird der Artikel wahrscheinlich in ein paar Tagen noch ergänzt.

Schöne Grüße aus Franken,
Erwin Denzler

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