IDIAL4P - Fremdsprachen für den Beruf Werbung

Foren für E-Mail-Partnersuche, DaF-Diskussionen und -Jobsuche

Arbeitsmarkt und Honorare

Bitte in den Foren nur auf Deutsch schreiben!
Auch fremdsprachliche Beiträge (d. h. Beiträge über andere Sprachen) müssen wir leider löschen.

Aktuelle Seite: 5 von 5
Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Silke ()
Datum: 01. April 2007 09:26

hallo zusammen, weiß jemand schon etwas näheres über oben genannte änderung bei den gesetzlichen krankenkassen? habe mir den bericht von erwin denzler durchgelesen, hat sich evtl. schon jemand bei einer krankenkasse kundig gemacht?

was müsste man dann künftig bei einem durchschnittseinkommen von ca. 1500-1600 € im monat an beiträgen zahlen? (wenn man von den bisherigen ca. 300 € bei der dak ausgehen würde)

freu mich auf rückantworten von euch!

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: AW ()
Datum: 11. April 2007 12:34

Hallo Silke,

ich werde ab Juni selbstständig sein und habe heute von der Krankenkasse (TK) einen Bescheid über den Beitrag bekommen. Sie schreiben:
"Ob im Rahmen der Gesundheitsreform, die zum 01. April 2007 in Kraft getreten ist, für bestimmte Selbständige, die keinen Existenzgründungszuschuss erhalten, die Einstufung nach einer geringeren Mindestbemessung möglich ist, steht momentan noch nicht fest. Wir werden uns bei Ihnen melden, wenn nähere Informationen vorliegen."

Daraus geht also nicht hervor, ob nur die TK es noch nicht weiß oder ob das bei allen Kassen noch nicht klar ist, aber jedenfalls besteht noch die Möglichkeit, dass der Beitrag sinkt, und es heißt abwarten und dranbleiben... Ich glaube, gerade bei nicht so service-orientierten Kassen (z.B. gewisse BKKs) lohnt es sich, selbst nachzuforschen statt zu warten, dass sie sich melden, wenn es soweit ist.

Der Beitrag wird ja nach dem normalen Beitragssatz berechnet, also z.B. 12,5 % des Einkommens (bei der TK), nur eben basierend auf dem fiktiven Mindesteinkommen. Demnach kannst du wahrscheinlich selbst ausrechnen, wie viel Beitrag du künftig zahlen müsstest, da du ja dann sogar ÜBER der Mindestbemessungsgrenze liegst. Dann zahlst du also z.B. 13% von 1550 Euro + Pflegeversicherung.

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Birte ()
Datum: 24. Mai 2007 15:36

Hallo,

ich bin seit letzten August selbständig, bei der TK krankenversichert, und bin zum 1.4. nach einer geringeren Mindestbemessung eingestuft worden! Das ist möglich, wenn man im jahresdurchschnitt monatlich unter 1225 Euro verdient.

Viele Grüße,
Birte

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: AW ()
Datum: 24. Mai 2007 18:03

Hallo Birte,

seit wann zahlst du denn den geringeren Beitrag? Haben sie dich nachträglich ab April niedriger eingestuft? Mir hat die TK letzte Woche noch gesagt, dass alles noch nicht feststeht und sie auch nicht wissen, ob es dann auch rückwirkend zum 1.4. gelten wird...
Würde mich über eine Antwort freuen!

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Birte ()
Datum: 30. Mai 2007 17:57

Hallo,

also in dem Schrieb, den ich von der TK bekommen habe, stand "ab 1.4.". Hat mich allerdings etwas gewundert, weil ich den Antrag erst Ende April eingereicht habe und die BEstätigung dann erst im Mai hier ankam... Die müssten morgen meinen Beitrag für Mai abbuchen, dann werde ich mal schauen, wie die das jetzt handhaben...
LAsst euch von denen nicht abwimmeln! Das haben die bei mir auch versucht (so von wegen "eigentlich wissen wir ja selber noch gar nichts genaues über die neue Regelung...") - es gibt sogar schon ein extra Antragsformular dafür!

Gruß,
Birte

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Birte ()
Datum: 14. Juni 2007 15:18

Hallo,

ich nochmal: also wie ich jetzt gesehen habe, hat die TK für den Monat Mai nur 93 Euro abgebucht. Der reduzierte Beitrag wären knapp 200 Euro gewesen - also haben die mir anscheinend rückwirkend für April die Reduzierung genehmigt und das verrechnet.

Birte

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Nicole Meyer-Stanjek ()
Datum: 11. Juli 2007 21:35

christliche sozialunion schrieb:
-------------------------------------------------------
> Natasha schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> > Hallo,
> >
> > ich habe auch mal eine Frage. Ich werde die
> > nächsten 3 Monate nur 2x die Woche unterrichten
> > und bekomme dafür um die 500 Euro monatlich.
> Die
> > Krankenkasse verlangt trotzdem 265 Euro, da die
> > Tätigkeit selbständig ist und es diese
> > Mindestgrenze von 1811 Euro leider gibt. Aber
> es
> > kann doch nicht sein, dass ich 50% Krankenkasse
> > bezahle. Kennt ihr einen Rat?
> >
> > Vielen Dank,
> > Natasha
>
>
> Doch leider. Das ist ja der Hammer. Du verdienst
> leicht über 400 Euro und trotzdem wirst du so
> behandelt als wenn du 1800 verdienen würdest -
> nett, sozial gerecht, gell?
> Hausfrauen sitzen zu Hause rum und sind bei ihrem
> Mann mitversichert, all die kleinen netten
> Kinderchen der Großfamilien ebenso - kein Problem
> für unseren Staat, der andererseits wiederum
> klagt, dass die Kassen durch immer mehr alte Leute
> so maßlos überbelastet würden. Die ganzen
> Hausfrauen, Schwangeren und Kinderchen müssen ja
> niiiie zum Arzt, nur die alten Leute ;-)
> Man müsste mal die Regierung fragen, was mit den
> zig kostenlos Mitversicherten ist. Die bezahlen
> nix, sie kosten aber.
> Aber alles kein Problem: die freiberuflichen
> Geringverdiener halten für die Mitversicherten
> ihren Kopf/Geldbeutel hin. Ade soziale
> Gerechtigkeit.


Hallo,

hoffentlich wirst du irgendwann mal schwanger und bist eine zeitlang "nur"
Hausfrau und Mutter, bin gespannt wie entspannend du das rumsitzen findest während sich alles alleine organisiert und die Kinder sich alleine erziehen und versorgen.
Das mann 400 Euro verdient und so wahnsinnig viel für Krankenversicherung finde ich auch ungerecht, aber ein bißchen über den eigenen Tellerrand zu schauen schadet nicht :-)

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: eliham ()
Datum: 17. Juli 2007 13:04

Hallo,
ich hatte neulich bei meiner Krankenkasse ein Aha-Erlebnis: Einen Berater, der mir ungefragt angeboten hat, als nebenberuflich Selbstständige oder - falls ich dafür zuviel verdiene, als sozial Bedürftige Selbstständige zu zahlen, bei letzterem geht die Kasse dann von den schon öfter genannten 1250¤ aus. Die Bedürftigkeit wird wohl geprüft, aber da wir als Familie weit unter dem sog. Durchschnittseinkommen liegen, ist das kein Problem.

Es gibt diese Möglichkeiten, man muss aber offenbar die richtigen Berater finden oder darauf beharren, dass es so geht.

Viel Erfolg allen, die es versuchen.

Elisabeth

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Jo ()
Datum: 11. November 2007 22:18

Hallo und vielen Dank allen, die sich an dieser Diskussion so konzentriert, fachkundig und mit Erfahrungsberichten beteiligen.

Ebenfalls freiberuflich tätig, mit Bruttomonatsverdienst von im Schnitt 900 EUR, dazu alleinerziehend mit Kleinkind, hat mich der kürzliche jährliche Fragebogen meiner KK bereits fast um den Schlaf gebracht.

Was gebe ich an? Ich will nicht lügen. Oder möchten sie, dass ich lüge und sage, ich bin arbeitslos o.ä.? 270 EUR pro Monat würde unserer mühsam austarierten Existenz das Genick brechen.

Durch die kürzliche Änderung in der Bemessungsgrundlage (statt 1,8 Mille nun 1,2) hätte ich eine Chance, weiter für mein Kind und mich sorgen zu können, ohne staatliche Gelder. Angeregt durch obige Beiträge und wieder ein bisschen hoffnungsfroher, wage ich die Offenheit meiner KK gegenüber und werde jetzt dort zur Beratung gehen.

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Anna2 ()
Datum: 12. November 2007 09:01

Viel Glück!

Ich bin neulich aus allen Latschen gekippt, als mir meine (ehemalige) Krankenkasse sagt, die niedrigere Bemessungsgrenze könnten sie nur anwenden, wenn mein Partner (der in der gleichen beruflichen Situation ist wie ich) und ich zusammen(!) unter 1850 EURO blieben. Ist das nicht der Hammer, dass die sich 2 (mickrige) Einkommen hernehmen um die Beiträge einer Person zu berechnen? Manchmal bekomme ich fast Lust alles hinzuschmeißen und einfach Hartz IV* zu kassieren. Dann bin ich wenigstens versichert und weiß, was ich jeden Monat auf dem Konto habe..

*Steht und das eigentlich wenigstens zu? Nur, falls es mal ganz eng wird...

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: ich-kenan ()
Datum: 12. November 2007 11:10

Hallo Anna,

Hartz IV steht jeder bedürftigen erwerbsfähigen Person zu, weil es aus Steuergeldern finanziert wird und nicht aus Beiträgen für eine Arbeitslosenversicherung. Der Bezug hat also nichts damit zu tun, ob man irgendwo was eingezahlt hat oder nicht.

Eigentlich ist "Hartz IV" nur ein etwas hübscherer Ausdruck für das, was früher "Sozialhilfe" hieß. "Sozialhilfe" heißt heute nur noch die staatliche finanzielle Unterstützung für Nicht-Erwerbsfähige (chronisch Kranke etc.).

Die Berechnungsgrundlage von deiner KK ist aber echt sehr unfair. Vielleicht könntest du dich mal bei anderen KKs informieren, wie die das handhaben?

Gruß

ich-kenan

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Anna2 ()
Datum: 12. November 2007 13:42

na immerhin (soweit bin ich dann aber doch noch nicht...)

weiß vielleicht noch jemand, wie das bei Ausländern ist? Mein Partner ist britischer Staatsbürger, lebt, arbeitet und zahlt aber seit 6 Jahren Steuern in Deutschland. Wenn Hartz IV aus Steuern finanziert wird, müsste ihm das doch (nach einer bestimmten Zeit zumindest) doch eigentlich auch zustehen, oder?

oder kennt jemand eine Stelle, an der man sich mal so richtig ausführlich in einem persönlichen (und möglichst anonymen) Gespräch zur Sozialversicherung beraten lassen könnte?

Liebe Grüße

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: kenan ()
Datum: 12. November 2007 20:24

Schau mal ins Forum www.recht.de. Dort gibt es Unterforen wie z.B. Sozialrecht oder auch Ausländerrecht. Vielleicht kannst du deine Fragen dort mal stellen.

Kenan

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Freiberuflich: Krankenkasse,...
geschrieben von: Morpheus ()
Datum: 12. November 2007 21:44

Zu diesem Thema kann ich auch was beitragen. Im Januar letzen Jahres wollte meine damalige gesetzliche KK nicht nur von mir die Steuererklärung sondern auch von meinem Mann, der damit eigentlich nichts zu tun hat, da er bei einer Firma angestellt ist. OK habe ich mir gedacht und beides geschickt. Der Schock danach war desto größer. Sie haben mir den KK-Beitrag von beiden(!!!) Steuererklärungen (sie haben sie also zusammengerechnet) ausgerechnet. So was habe ich noch nie gesehen und gleich gekündigt. Ich habe zu einer privaten KK gewechselt und bin zufrieden. Klar, dass ich eine Selbstbeteiligung habe. Nur ich habe das Glück, dass ich in meinem Heimat sehr viele Bekannten habe, die Ärzte sind und da ist alles so oder so billiger als hier.

Optionen: AntwortenZitieren
Aktuelle Seite: 5 von 5


Ihr vollständiger Name: 
Ihre Emailadresse: 
Thema: 
Schutz gegen unerwünschte Werbebeiträge (SPAM):
Bitte geben Sie den Code aus dem unten stehenden Bild ein. Damit werden Programme geblockt, die versuchen dieses Formular automatisch auszufüllen. Wenn der Code schwer zu lesen ist, versuchen Sie ihn einfach zu raten. Wenn Sie einen falschen Code eingeben, wird ein neues Bild erzeugt und Sie bekommen eine weitere Chance.
Dies ist ein moderiertes Forum. Ihr Beitrag bleibt solange unsichtbar, bis er von einem Moderator genehmigt wurde.

Bitte in den Foren nur auf Deutsch schreiben!
Auch fremdsprachliche Beiträge (d. h. Beiträge über andere Sprachen) müssen wir leider löschen.


This forum powered by Phorum.