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Verträge, Honorare
geschrieben von: Anonymus aus guten Gründen ()
Datum: 06. März 2006 10:30

Hallo,

eine Uni hat gerade folgenden Honorarvertrag angeboten: 30 Euro pro Stunde - allerdings Zeitstunde! D.h. de facto pro Unterrichtsstunde nicht 30, sondern 22,50 Euro. Dazu: Teilnahme an einen Vorbereitungsworkshop. Notengebung (es gibt ECTS-Punkte dafür, also sind die Noten wirklich wichtig). Durchführung (haha, damit ist gemeint: Erstellung, Durchführung und Korrektur!) einer Zwischenprüfung, einer Abschlussprüfung, eines Einstufungstests. Vor- und Nachbereitung. Teilnahme an einer dreistündigen Einführungsveranstaltung (am Pfingstsonntag). Teilnahme an einer dreistündigen Abschlussveranstaltung. Wöchentliche (!) Teamsitzungen und (!) Orientierungstreffen, was immer das ist. Unterrichtshospitationen (damit ist nicht etwa gemeint, dass Praktikanten sich den Unterricht ansehen können, um etwas zu lernen, sondern dass die Koordinatorin jederzeit in den Unterricht hineinplatzen kann, um zu überwachen) können jederzeit stattfinden. Dazu kommt, dass trotz jetziger Vertragsunterschrift bis zum 10. Mai nicht klar sein soll, ob der Kurs stattfindet, wenn nicht, erhält der Dozent ein Trinkgeld von 200 Euro und hat dann für den Sommer keinen Kurs.

Sind solche Verträge mittlerweile Standard???

Re: Verträge, Honorare
geschrieben von: abc ()
Datum: 06. März 2006 18:45

Ich fände es ja geradezu toll, wenn solche Verträge Standard wären!

22, 50 Euro pro UE, davon kann ich jedenfalls nur träumen. Und dass man sogar ein "Trinkgeld" von 200 Euro macht, ohne was dafür zu tun, finde ich geradezu paradisisch.

Standard sind normalerweise folgende Verträge:

12-16 Euro pro UE.
Wenn ein Unterricht (meist Einzelunterricht) ausfällt und man noch vorher informiert wird, bekommt man keinen müden Pfennig. Ebenso, wenn ein Kurs aufgrund geringer Teilnehmerzahl geschlossen wird und man keinen anderen dafür bekommt.
Manchmal wartet man -vergebens- auf einen Einzelschüler, dann bekommt man immerhin noch eine halbe Stunde bis eine Stunde bezahlt (oft bei dem doppelten an Fahrzeit)
Korrekturen und Erstellen von Tests , sowie andere Vor- und Nachbereitungen - werden soweit ich weiss NIE Extra bezahlt (zumindest ist mir noch kein Beispiel dafür zu Ohren gekommen), Teamsitzungen manchmal, manchmal wiederum auch nicht....
Dass sich mal jemand den Unterricht anschaut finde ich persönlich legitim (wenn ich der Leiter ein Sprachschule wäre, würde ich auch gerne wissen, was die Lehrer da so im Unterricht anstellen) und im besten Falle zeugt es von Interesse am Unterricht des Lehrers und ist auch mit entprechend gutem Feedback durchaus hilfreich. Diese Hospitationen erfolgen allerdings meist mit vorheriger Ankündigung. Unangekündigte Hospitationen gehören , wie ich finde, nicht gerade zum guten Ton, sind aber rechtlich sicherlich legitim...

Ja, tut mir leid, dass ich dir nichts positiveres sagen kann, aber heutzutage sieht die WElt ja nicht so rosig aus ;-)

Re: Verträge, Honorare
geschrieben von: Franziska ()
Datum: 06. März 2006 22:48

Unangekündigte Hospitationen sind übrigens, soweit ich weiß, nicht legitim. Das denke ich deshalb, weil ich eine Zeitlang in meiner damaligen Schule dafür zuständig war und mich wirklich in aller Freundschaft bei meinen Kollegen/Kolleginnen reingesetzt habe. Mir wurde vorher (von "oben") eingeschärft und das Schriftliche dazu gezeigt, dass ich mindestens eine Woche vorher mein Hospitieren ankündigen müsse, sonst sei es nicht zulässig.
Jau, hab ich auch brav gemacht.
Grundsätzlich halte ich übrigens Hospitieren für sinnvoll und für eine Bereicherung aller Beteiligten. Zur Schikane darf das nicht werden.

F.

Re: Verträge, Honorare
geschrieben von: levent kilic ()
Datum: 08. März 2006 20:28


hallo abc,
ich habe dich in einem anderen thread ja sozusagen ein bisschen verteidigt, weil du stark angegangen worden bist. (und recht hattest).
aber dieser dein beitrag erstaunt mich. ich schließe aus ihm, dass du in irgendeiner popelschule jobbst, die wahrscheinlich selbst noch große ökonomische probleme hat und diese auf die honorarkräfte abwälzt.
"anonymus aus guten gründen" spricht von einer uni. d.h. er/sie spielt in einer anderen liga, ist hoch qualifiziert und hat recht, wenn er/sie angesichts dieses vertrags konsterniert ist.
da du das alles so abtust und schon mit viel weniger zufrieden wärst,- darf ich dich fragen, wie alt du bist. und wie es bei dir versicherungstechnisch aussieht? gibt es leute, für die du sorgen musst?
das "taschengeld" von dem du redest, nennt sich übrigens ausfallhonorar. das hat damit zu tun, dass menschen ihr berufsleben planen und ggf. andere, auch lukrativere sachen, absagen, weil sie sich eben schon verpflichtet hatten. das hat der gesetzgeber so eingerichtet, damit man dann eben nicht plötzlich ohne alles dasteht und den sozialkassen zur last fällt.
es ist problematisch, wenn man ALLE an seinen eigenen extrem miesen bedingungen misst. deine gehen nur für eine kurze weile und das wirst du bald merken.
das war auch belehrend. sorry. aber realsitisch.
auch ich wünsche übrigens allen alles gute zum frauentag.
"levent"

Re: Verträge, Honorare
geschrieben von: Mary ()
Datum: 08. März 2006 22:09

Häh?! Wer an der Uni unterrichtet spielt in einer anderen Liga??? Weil Unis staatlich gefördert werden, das heißt nicht wie sich das gehört am Markt agieren müssen?? Weil sie tonnenweise Geld zum Fenster raushauen???

Gründe doch einfach so eine Poppelprivatschule, dann kannst Du die Probleme der Leute hier lösen, du wirst dann sehr schnell feststellen, dass das alles sehr viel komplizierter ist, als du dir das vorstellst mein Lieber. Du hast schlicht, absolut keine Ahnung, von rein gar nix.

Ich würde sagen der anonymous hat nur DAF studiert, und wenn ich nur sage, meine ich nur, der soll froh sein, wenn er einen Job bekommt. Was meinst du eigentlich, wieviele Bewerber die Unis für Deutsch Kurse haben?? 1000 , 2000, 30000 ????

Gründe mal eine Poppelprivatschule, leite sie erfolgreich, stell deine Kollegen ein und bezahle 20 Euro die Stunde und dann darfst du hier wieder posten.

Re: Verträge, Honorare
geschrieben von: dimitra ()
Datum: 08. März 2006 23:08

Mary schrieb:
> Gründe doch einfach so eine Poppelprivatschule,
> dann kannst Du die Probleme der Leute hier lösen,
> du wirst dann sehr schnell feststellen, dass das
> alles sehr viel komplizierter ist, als du dir das
> vorstellst mein Lieber. Du hast schlicht, absolut
> keine Ahnung, von rein gar nix.
>
> Gründe mal eine Poppelprivatschule, leite sie
> erfolgreich, stell deine Kollegen ein und bezahle
> 20 Euro die Stunde und dann darfst du hier wieder
> posten.

Warum dieser aggressive Ton? Das irritiert mich gewaltig!
Alle Lehrer, die freiberuflich arbeiten und die ich kenne kämpfen ums Überleben. Ich persönlich habe Familie, arbeite ganztags, habe einen guten Stundenlohn -und trotzdem reicht es knapp.
Ich will nicht jammern, denn ich habe Arbeit - und das ist ein großes Glück!!
Wo bleibt aber die Solidarität unter Kollegen? Seht ihr nicht wie viele für ganz wenig arbeiten müssen?
Eine Putzfrau verdient 14/15.-€. Ist es nicht eine Schande, dass Dozenten mit 12.-/13.-€ abgespeist werden?
Man soll sich nicht UNTER WERT verkaufen -und dem stimme ich levent, dörte, revoluzzer und den anderen zu!!!

Das ist meine persönliche Meinung und ich will NICHT angegriffen werden.
Danke

dimitra

Ach,und bevor der Frauentag vorüber ist: ALLES GUTE ALLEN STARKEN FRAUEN! :-)



Re: Verträge, Honorare
geschrieben von: abc ()
Datum: 09. März 2006 15:13

Hallo Levent und hallo Dimitra,

ich kann Marys Ton irgendwie verstehen, schließlich war ja auch Levents Beitrag nicht gerade von großem Respekt geprägt, oder wie soll ich "...dass du in irgendeiner popelschule jobbst,..." verstehen? Das empfinde ich auch als Abwertung meiner eigenen Arbeit, weil du damit 1. sagst, dass die Schule nichts wert ist und 2. dass ich eben "nur jobbe" und nicht richtig "arbeite". Aus der Bemerkung, das Anonymos "wahrscheinlich hoch qualifieziert " sein, entnehme ich, dass du mich- und auch andere Lehrer an "Popelprivatschulen" das nicht sind.
Dem kann ich nur widersprechen. Dort sind fast ausnahmslos Leute mit Hochschulabschluss- und zwar nicht in Ingenieurswesen, sondern in Germanistig, Padagogik und anderen philologischen Fächern beschäftigt. Würdest du das nicht als qualifieziert bezeichnen? Was wäre es denn dann deines ERachtens?
Ich denke nicht, dass ich mich hier für meine persönliche Situation (Alter etc.) rechtfertigen muss.
Im übrigen weiss ich von Leuten, die unter ähnlichen Bedingungen wie ich an meiner "popeligen Sprachschule" auch Sprachkurse an der Uni abhalten.
Weiterhin fragte Anonymus, ob solche Verträge mittlerweile Standart sind und nicht, ob ich solche Verträge gutheiße oder damit zufrieden/einverstanden wäre.

Also Levent, was wolltest du mir mit dieser mail eigentlich sagen??

Und warum schreibst du - statt mich und meine Qualifikationen anzugreifen- nicht einfach Anonymus eine Antwort, welche Verträge deines ERachtens Standard sind?? Man kann ja durchaus da verschiedener Meinung sein.

abc

Re: Verträge, Honorare
geschrieben von: levent kilic ()
Datum: 09. März 2006 21:09

hi abc,

sorry, dass du dich sofort angegriffen fühlen musstest. eine abwertung deiner person und deiner qualifikation war nicht meine intension.
ich habe letztes jahr das "angebot" bekommen, für 13,- privatunterricht an einer neu gegründeten schule zu übernehmen, deren leiterin nicht viel mehr hatte als ein fax-gerät, wahrscheinlich einen bankkredit am laufen und das große interesse, irgendwann mal selbst sehr viel geld zu verdienen. das ist für mich eine popelschule. unter umständen habe ich auch so einen job akzeptiert, wenn ich ihn denn brauchte. aber er war eben nur das: ein job. mit so was kommt man durch, wenn man jung ist, in einer wg lebt und keine verpflichtungen hat.
und das ist ja auch völlig okay.
es gibt nur eine ganze reihe von leuten hier, die zwischenzeitlich älter geworden sind. die familie haben. wir haben in diesem forum sehr lange versucht klarzumachen, dass auch die jüngeren mit dieser perspektive leben müssen.
irgendwann geht das so nicht mehr. allein schon wegen der bfa- und krankenkassenkosten. und dann MUSS man andere ansprüche an den arbeitgeber stellen. (tut er oder sie ja umgekehrt auch).
und eine uni stellt für mich schon eine andere art von arbeitgeber dar als so ein kleines privatunternehmen. (ich vermeide jetzt das wort popelschule, weil das offenbar sofort befindlichkeiten weckt).
anonymus hat recht, wenn er oder sie sich hier über das wundert, was mittlerweile offenbar auch an den unis gang und gäbe ist.
von einer uni kann er etwas anderes fordern als von einem kleinen privatunternehmen.
ich habe nicht gesagt, dass die leute, die in einer kleinen klitsche arbeiten, weniger qualifiziert sind, als diejenigen, die an der uni arbeiten. interessant, dass ihr das rauslest aus dem begriff "popelschule", der sich ja auf das unternehmen bezieht und nicht auf dessen - angestellte? nein: honorarkräfte!
nicht okay finde ich es, wenn leute - in diesem fall du - deren überleben mir - das kannst du mir mal glauben, wir sind ja keine feinde -am herzen liegt, auf jede kritik an arbeitsverhältnissen reagieren mit einem saloppen: "sei doch froh, wenn du überhaupt arbeiten darfst!"
das ist jetzt auch verkürzt, ich weiß, aber im prinzip habe ich das aus deinem posting rausgelesen. und das ist nicht korrekt. das kann auch nicht in deinem sinne sein. oder möchtest du mir da widersprechen? hast du kein interesse daran, einmal deiner qualifikation entsprechend behandelt zu werden? kannst du dir nicht vorstellen, dass du auch mal krank wirst etc.?
es ist interessant: wir sind doch hier alle ausgebildete sprachwissenschaftler. aber einen - ich gebe zu: salopp hingeworfenen - text als das zu lesen, was er ist, nämlich als kritik an den verhältnissen und nicht an denjenigen, die ihnen unterworfen sind, scheint ein problem zu sein. interessanter noch die reaktionen: mary will mir ja sogar verbieten hier zu posten. nun ja

viele grüße
"levent"


Re: Verträge, Honorare
geschrieben von: abc ()
Datum: 10. März 2006 13:52

Hallo Levent,

ja, deine letzte mail hört sich doch schon ganz anders an.

Um es mal ganz klar zu sagen: Ja, ich hätte auch gerne einen Job , bei dem ich 30-40 Euro die Stunde verdiene. Ja, ich würde auch gern bezahlten Urlaub haben.
Nun sehen aber leider die Realitäten ganz anders aus. Und das trifft nicht nur auf uns Deutschlehrer zu, sondern auf viiiiieeeeeeeeeeele qualifizierte - und auch nicht qualifizierte -Leute, leider !
Einerseits denke ich auch, dass man mit solchen Löhnen auf die Dauer kaum überleben kann, andererseits sehe ich auch keine richtige Lösung. Gut, für die die an staatlichen Institutionen arbeiten (Uni, VHS etc), die könnten auf mehr staatliche Gelder hoffen, aber WOVON denn? Man muss einfach wirklich sehen, dass es uns wirtschaftlich nicht gut geht (in dem Sinne, dass wir einen hohen Maß an Wohlstand gewohnt sind, sind wir wohl auch "verwöhnt"- und , wenn man sich das mal auf globaler Ebene anschaut, was denkst du würde passieren, wenn sich alle unseren "Wohlstand"- von dem du ja nicht mal denkst, dass wir ihn wirklich haben- leisten könnten - ich erinnere hier nur an Energieresourcen, Wasser etc.....)
Überall wird gekürzt, Sozialleistungen, Rente, sogar inzwischen bei den Beamten (zumindest das sollte doch ein untrüglliches Zeichen sein, dass es dem Land wirklich schlecht geht, oder?)
Natürlich gibt es immer noch Gut -und Besserverdiener. Aber man muss ich auch da klar machen, dass die z.T. wirklich 60-70 Stunden (oder mehr) pro Woche arbeiten (müssen)!
Und ich vertrete auch nicht den Ansatz, dass die Besitzer der Spachschulen (jedenfalls die Mehrheit) böse Kapitalistenschweine sind, die sich nur unendlich bereichern wollen. Ich glaube, dass es heutzutage (auch wegen der grossen Konkurrenz) wirklich nicht leicht ist, eine Schule so zu führen, dass sie sich rentiert.
Ausserdem habe ich nicht mit einem "sei doch froh, dass du überhaupt noch arbeiten darfst " reagiert. Dass ich allerdings wirklich froh über die beschriebenen Konditonen wäre, ist allerdings wahr.
Aber, du hast Anonymus noch nciht geantwortet. Welche VErträge sind denn heutzutage deines ERachtens Standard???

abc

Re: Verträge, Honorare
Datum: 11. März 2006 23:41

hallo alle,

danke für die interessanten antworten. da habe ich ja einiges losgetreten.
wer denkt, dass ich hier von sehr guten honoraen berichte, der irrt. ihr muesst bedenken, dass man soclhe vertraege nicht das ganze jahr ueber hat. wie an einer 'normalen' sprachschule. esgeht um einen sechswochenvertrag! davon muss man dann eine ganze weile leben, mehr als nur sechs wochen. und die arbeitszeit ist durch die vertraglich aufgedrueckten zusatzleistungen sehr viel hoeher als die zahl der bezahlten stunden.

und noch einmal: ich verpflichte mich, mit unterschrift, den kurs zu leiten. die uni verpflichtet sich zu gar nichts. erst ab mitte mai steht der kurs fest. ich muss jetzt unterschreiben, wenn ich dabeibleiben will. wenn die uni sagt, dass sie den kurs nicht machen will, kriege ich das trinkgeld von 200 euro. fuer nichts? ich habe dann nichts! dann kriege ich auch keinen anderne kurs mehr.


was mary schreibt, dass unis das geld zum fenster raushauen, ist zum teil richtig. nicht aber bei sprachkursen, die werden mehr und mehr privatisiert, an der uni, das uebernimmt dann eine firma im auftrag der uni. sie sorgt dafueer, dass die honorare immer mehr sinken, geht ja, der druck auf die kollegen ist hoch und man unterschreibt schliesslich alles.
wenn eine sprachschule auch nur 'popel' ist, vielleicht hat sie doch ein soziales gewissen und sorgt fuer ihre leute. die uni tut dies bestimmmt nicht, im gegenteil sie entlaesst ganz skrupellos, d.h. diejenigen leute, die keine festen vertraege haben, denn mit denen kann man es ja nicht machen, die streiken wegen 18 minuten mehr arbeitszeit.

also soweit zur lage in der anderen liga.

herzlichen gruss

anonymus

Re: Verträge, Honorare
geschrieben von: levent kilic ()
Datum: 12. März 2006 18:53


sorry, war wohl ich, die etwas losgetreten hat mit einer formulierungskunst, die nach einem langen arbeitstag nicht mehr allzu ausgefeilt war.
also doch keine andere liga?!
aber eins verstehe ich dann nicht: ich zahle nämlich steuern und wie ich finde, nicht zu knapp. irre ich mich, oder werden unis und goethe institute nicht damit subventioniert? ist es dann wirklich vermessen, davon auszugehen, dass an diesen instituionen noch bessere arbeitsbedingungen herrschen sollten als an - nein: ich sage jetzt nicht popelschule - sondern: an einer kleinen schule, die nach marktwirtschaftlichen kriterien funktionieren muss?
also niemals eine verbesserung der individuellen lage in sicht? kein hoffnung darauf, dass man, nachdem man einige jahre sagen wir mal unter erschwerten bedingungen erfahrungen gesammelt hat, etwas bekommen kann, was den namen arbeitsplatz verdient?
na das sind ja aussichten! für uns alle.
"levent"

Re: Verträge, Honorare
geschrieben von: John ()
Datum: 22. März 2006 11:28

Der Vorteil an der Uni zu unterrichten ist leider nicht die Bezahlung. Ich erhalte für meinen Lehrauftrag an der Uni knapp unter 17,-€. Das ist ähnlich wenig wie die VHS hier zahlt und weniger als die AWO für die Integrationskurse.
Der einzige Vorteil bei der Arbeit an der Uni ist der, dass man mit überwiegend lerngewohnten Studenten zu tun hat und intensiven und anspruchsvollen Unterricht machen kann. Das hat eine andere Qualität, als das Klientel in den Integrationskursen.

john

Re: Verträge, Honorare
geschrieben von: Natasha ()
Datum: 22. März 2006 17:23

[... dieser Beitrag bezieht sich auf einen Schneeballsystem-Spam-Beitrag, der von der Redaktion gelöscht wurde. Leute, fallt nicht auf sochle Sachen herein, ein bisschen Mathematik zeigt schon, dass das nur eine Abzocke ist! die Redaktion...]

Jann,

und das ganze nennt sich dann Schneeballsystem und ist so alt wie das Universum. Ich glaube kaum, dass jemand darauf hereinfallen wird. Außerdem haben viele DaF-ler schon genug andere Sorgen und glauben nicht mehr an den "Traum" von den Millionen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.03.06 17:43.

Re: Verträge, Honorare
geschrieben von: jülirö ()
Datum: 22. März 2006 19:37

Hallo Levent,

du hast vor einigen Tagen schon geschrieben:

"irre ich mich, oder werden unis und goethe institute nicht damit subventioniert?" - nun, Unis werden schon von Steuern bezahlt, und wenn du meinst, dass dort bessere Verhältnisse herrschen sollten, ist das richtig, aber eben: sollten. Das zeigen ja die bisherigen Beiträge, auch zuletzt von John.
Goethe:

die werden nur im Ausland subventioniert. Im Inland müssen sie kostendeckend arbeiten, im Prinzip wie eine Privatschule auch. Dennoch haben sie natürlich riesige Vorteile gegenüber kleineren Schulen, der Name allein treibt ihnen die Teilnehmer ja ins Haus.

Gruß


J

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