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Rentenversicherung
geschrieben von: dimitra ()
Datum: 20. Oktober 2007 19:54

Guten Abend,
weiß jemand von euch, ob die Tätigkeit als sozialpädagogische Beraterin rentenversicherungspflichtig ist?
Ich wäre dankbar für jede Info!
mfG dimitra

Zur Erklärung: ich arbeite als Lehrerin (freiberuflich) und ich werde demnächst als (selbständige) Beraterin unserer Teilnehmer arbeiten. Meine Einkünfte als Lehrerin werden sich so um die Hälfte halbieren. Meine Frage ist: halbieren sich auch die Beiträge zur Rentenversicherung oder ist die zweite Tätigkeit auch rentenversicherungspflichtig?
Danke



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.10.07 20:35.

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Re: Rentenversicherung
geschrieben von: ursula buchner ()
Datum: 27. Oktober 2007 13:39

Hallo,

also ich würde auf keinen Fall mehr ohne soziales Netz arbeiten. Seit 2000 ist das Gesetz. WEnn du Steuern zahlst, bist du auch rentenversicherungspflichtig. Mach nicht den gleichen Fehler wie ich: Ich musste tausende Mark nachzahlen, incl. hoher Zinsen. Aber man kann es auch so sehen, im Alter hat man ein bisschen davon.

Viel Erfolg!
U.

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Re: Rentenversicherung
geschrieben von: dimitra ()
Datum: 27. Oktober 2007 17:25

Hallo Ursula, danke für deine Antwort.
Ich glaube du hast etwas missverstanden: ich bezahle seit über 2 J. an die Rentenversicherung. Ich musste auch schmerzhaft erfahren, dass der Staat niemanden vergisst -und ich muss für vier Jahre nachzahlen (das zahle ich in Raten ab).
Da ich noch eine private Rentenversicherung habe, möchte ich nicht unbedingt den vollen Beitrag an den Dt. Rentenversicherungs Bund zahlen. Wenn meine andere Tätigkeit nicht rentenversicherungspflichtig ist, dann werde ich sicher nicht freiwillig was in diesen "Verein" einzahlen...
mfG
Dimitra

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Re: Rentenversicherung
geschrieben von: Franziska ()
Datum: 27. Oktober 2007 22:57

Hallo Dimitra, ich denke, du hast schon die richtige Idee, "Berater" sind keine freiberuflichen Lehrer und dürfen sich somit selbst um ihre Rente kümmern. Leider kann ich dir das nicht schriftlich geben (ich hatte hier mal die entsprechenden Unterlagen), erkundige dich vielleicht tatsächlich auch bei der BFA. Und woanders ...

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Re: Rentenversicherung
geschrieben von: Silke Löhle ()
Datum: 19. November 2007 19:06

Hallo ihr Lieben,
kann mir jemand sagen, welche Art RV-Beitragszahlung mir blüht wenn ich mich nach zwei Jahren Selbstständigkeit melde: normalerweise kann man ja wählen zwischen Regelsatz (bzw. anfänglich halber Regelsatz) und einkommensgerechtem Beitrag. Ist das rückwirkend auch so?
Ich melde mich nur, wenn sicher ist, dass ich auf Basis meiner EInkommenssteuerbescheide zur Kasse gebeten werde.
Kann ich soz. "anonym" dort anrufen und mich erkundigen?

Vielen Dank schonmal für eine Antwort, LG

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Re: Rentenversicherung
geschrieben von: AW ()
Datum: 19. November 2007 21:39

Also, ich habe nur von jemandem gehört, dass die Nachzahlungen grundsätzlich NICHT einkommensgerecht sind, sondern man muss den vollen Regelsatz nachzahlen. Einkommensgerechte Beiträge gehen nur für das laufende Kalenderjahr, in dem man sich meldet. Allerdings weiß ich auch nicht sicher, ob das stimmt - im Zweifelsfall würde ich hier im Forum nach entsprechenden Beiträgen von Erwin Denzler suchen bzw. ihn selbst fragen!

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Re: Rentenversicherung
geschrieben von: Schimmelpfennig ()
Datum: 20. November 2007 09:08

Hallo, ich hoffe, ich bin nicht die 100ste Person, die auf deine Frage antwortet: Rentenversicherungsbeiträge werden von deiner hauptberuflichen Tätigkeit abhängig gemacht. Wenn Du hautsächlich als Lehrer tätig bist, bezahlst du Rentenversicherung (mindestens wohl 79,00Euro, sei denn dein Einkommen liegt unter 400 Euro/ Monat im Jahr, dann wärst du befreit). Die Gewichtung deiner beruflichen Tätigkeit prüft die Rentenkasse. Dort gibst du an, wann du was gemacht hast und dann wird leider nicht nach der Höhe des erzielten Einkommens (also 1000 z.B. für Sozialberater, 200 nur für Lehrertätigkeit), sondern nach dem Zeitraum der ausgeübten Tätigkeit (9 Monate Lehrer, 3 Monate Berater = hauptsächlich Lehrtätigkeit) entschieden. Dann zahlt man Lehrertarif.

Tatiana Sch.

P.S. Ich habe gute Erfahrung mit professioneller Beratung direkt in den Landesversicherungsanstalten. Die sind dort eigentlich sehr auskunftsfreudig und fähig.

Tatiana Schimmelpfennig

Tel.: +49 351 2054 3782
Fax: +49 351 2054 3783
E-Mail: Schimmelpfennig@unipark-institut.de
Internet: www.unipark-institut.de

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Re: Rentenversicherung
geschrieben von: Erwin Denzler ()
Datum: 21. November 2007 14:55

Zur Frage der Beitragsbemessung bei Nachzahlung:

Laut Gesetz gilt automatisch der halbe Regelbeitrag in den ersten drei Jahren der Tätigkeit und danach der volle Regelbeitrag, solange keine einkommensgerechten Beiträge beantragt wurden. Die DRV-Bund schreibt aber in ihrem Rechtshandbuch (Arbeitshilfe für die DRV-Mitarbeiter) dazu:

Zitat

Grundsätzlich ist es zulässig, Versicherten bei denen für die Vergangenheit Versicherungs- und Beitragspflicht festgestellt wird, für die in der Vergangenheit liegenden Beitragszahlungszeiträume die Möglichkeit einzuräumen, zwischen der Zahlung von halben Regelbeiträgen bzw. Regelbeiträgen und einkommensgerechten Beiträgen und umgekehrt zu wechseln. Im Hinblick auf z.T. erhebliche Beitragsnachforderungen liegt es in der Regel im Interesse der Versicherten, einen möglichst günstigen (niedrigen) Beitrag für die vergangenen Zeiträume zu zahlen.

Für die Zahlung von halben Regelbeiträgen bzw. Regelbeiträgen gelten jeweils die Bezugsgrößen des Jahres, für das die Beiträge (nach-)gezahlt werden, als beitragspflichtige Einnahmen.

Für die Berechnung von einkommensgerechten Pflichtbeiträgen für vergangene Zeiträume ist die Vorlage der entsprechenden Einkommensteuerbescheide als Nachweise für das Arbeitseinkommen erforderlich. Der Zeitpunkt, zu dem das sich aus den Einkommensteuerbescheiden ergebende Arbeitseinkommen für die Pflichtbeitragsberechnung berücksichtigt werden kann ist - nach der Rechtslage ab 01.01.1996 - anhand des Ausfertigungsdatums des Einkommensteuerbescheides bzw. des Datums der Vorlage beim Rentenversicherungsträger zu bestimmen

Quelle: Rechtshandbuch der DRV-Bund zu § 165 SGB VI, Abschitt 7.7

"Grundsätzlich ist es zulässig" ist natürlich eine recht vage Formulierung und keine Granatie, daß es auch in jedem Fall so gemacht wird.

Schöne Grüße
Erwin Denzler

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Re: Rentenversicherung
geschrieben von: Silke Löhle ()
Datum: 22. November 2007 16:50

Hallo Herr Denzler, hallo an die Anderen,
vielen Dank nochmal für die Infos. Ich werde mich erstmal "anonym" bei der DRV melden und mir anhören, was die sagen; melde mich dann für Interessierte... LG

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Re: Rentenversicherung
geschrieben von: eliham ()
Datum: 23. November 2007 13:39

Hallo,
ich habe das Melden grade hinter mir, man kann rückwirkend genauso die einkommensabhängige Beitragsbemessung beantragen, wenn das günstiger ist. Hat bei mir problemlos funktioniert, auch wenn es trotzdem noch viel Geld ist, was die rückwirkend haben wollen.
Du bekommst einen "Antrag auf FEststellung der Versicherungspflicht", dann musst du haarklein aufrechnen, was du wann verdient hast und dann solltest du in ei8nem Anschreiben gleich beantragen, wie du versichert werden willst.
Viel Papier...
Viel Glück!
Elisabeth

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