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Stelle an einer Uni in China....problematisch!
geschrieben von: Credentia ()
Datum: 12. März 2013 18:18

Angeblich chinesische Elite-Uni...keine Erstattung der Flugkosten (wie sonst allgemein üblich) und kein volles Gehalt für 2 Monate während der Semesterferien..

[www.deutsch-als-fremdsprache.de]

Wer hat Lust bzw. kann sich das als Ortskraft leisten? Man wird arm dabei...

Ich hatte auch mal so eine Stelle in Nordostchina zwar als Ortskraft, aber mit der Berufung auf eine Professur in Germanistik. Vor der Ausreise wurde mir u.a. eine mietfreie Dienstwohnung (wie auch sonst üblich) zugesagt und das auch in dem per Email zugesandten Vertrag (dem ich zugestimmt hatte) versprochen. Als ich dann dort ankamm, legte man mir zu meiner Überraschung einen einseitig abgeänderten Vertrag vor, nachdemn u.a. 2000 Yuan an mnonatlicher Miete für die Dienstwohnung zu zahlen seien (das ist eine universitätseigene Dienstwohnung auf dem Campus), die zudem auch runtergewirtschaftet und daher eine reine Bruchbude war.

Ich hatte dann versucht, das mit dem Auslandsamt der Uni zu klären, aber nach 2 Wochen blieben die immer noch hart und lenkten nicht ein. Ich habe dann eine Vertragsunterschrift unter den einseitig abgeänderten Vertrag abgelehnt und meine Stelle erst gar nicht angetreten. So bin ich schließlich im Nachbarland Nepal gelandet, wo ich immer noch (ganz zufrieden) bin.

Es gibt kleine, eher subtile Untertöne in dem oben erwähnten Ausschreibungstext (siehe Link), die nahelegen, dass dort ähnliche Probleme anstehen könnten. Ich war auch an so einer "Elite-Uni" (aber an einem anderen Ort) und würde auf Grund meiner Erfahrungen sagen, dass man besser die Hände davon lassen soll!

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Re: Stelle an einer Uni in China....problematisch!
geschrieben von: Credentia ()
Datum: 14. März 2013 09:21

Folgende Mail habe ich auf Nachfrage von Prof. Zhang (Stellenausschreiber) bekommen (die Anrede habe ich zwecks Wahrung meiner Privatsphäre in einem öffentlichen Forum entsprechend abgeändert):



Zitat

Sehr geehrte liebe X,

eine gemeinsame Erfahrung haben wir: ich habe auch einmal sehr sehr schlechte Erfahrung mit Haiyang Daxue gehabt.
in Qingdao.

Ich habe sehr lange Zeit an der Universitaet Qingdao gearbeitet, und wollte zu dieser Elite-Uni Ocean University wechseln. Die Ocean Uni hat mir auch sehr viel Versprechungen gemacht, ........ Die uebliche Geschichte kennen Sie schon.

Ich bin erst im vorigen Herbst (Sept. 2012) nach Uni Fuzhou gewechselt und muss jetzt nun mein Team selbst rekrutieren.

Die Uni Fuzhou hat bislang nach meiner Erfahrung keine falschen unrealistischen Versprechungen gemacht. Allerdings auch wenn die Wohnung Ihnen frei zur Verfuegung steht, muessen Sie noch die Kosten fuer Strom, Wasser, Internetanschluss usw. selbst tragen. In Sommertagen koennten die Stromkosten wegen der Klimaanlage etwas hoeher liegen, in den anderen Monaten gehen die gesamten Nebenkosten kaum ueber 100 Yuan. Ausserdem steht es Ihnen zur Wahl, ob Sie die Wohnung auf dem neuen Campus, wo Sie unterrichten, oder die Wohnung auf dem alten Campus, wo die Fuzhouer Innenstadt in der Naehe ist, nehmen moechten.

Was ich nicht in die Anzeige hinein geschrieben habe, ist, dass es nach der ersten Vertragsverlaengerung des Vertrags eine leichte Gehaltserhoehung, so 200 bis 300 Yuan pro Monat, bei der zweiten Vertragverlaengerung noch eine weitere leichte Gehalterhoehung auch moeglich ist. Es steht auch nicht in der Anzeige, dass die Universitaet Fuzhou die Unfallversicherung fuer alle auslaendischen Mitarbeiter traegt.

Die ersten Flugkosten uebernimmt die Universitaet Fuzhou nicht. Den internationalen Flugkostenzuschlag wird monatlich zusammen mit dem Gehalt ezahlt.

Vergessen Sie bitte die schlechte Erfahrung mit der Ocean Universiaet, Ich habe es auch so gemacht, wenn diese Elite-Uni mir nicht passt, gehe ich einfach zu einer anderen. Senden Sie Ihre Bewerbungsunterlage uns zu.


mit freundlichen Grussen

Prof. Zhang


Übrigens: "gutes Gehalt in China" -davon kann man nur träumen - Südkorea, wo ich auch war zahlt mit 2500 - 3000 USD/Monat und allen anderen Sozialleistungen da viel besser! Es gibt da auch keine Zensur und keine Regierungs-Firewall, und man kann jederzeit auf Facebook posten!

Und das mit der Idee, später eine Sprachschule zu gründen, fände ich auch nicht so prickelnd. Denn da macht man dann genau das, worüber sich die Meisten hier zu Recht beschweren und diese miesen Praktiken auch richtigerweise anprangern!

Noch einen schönen Tag!

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Re: Stelle an einer Uni in China....problematisch!
geschrieben von: Daf_Maus ()
Datum: 14. März 2013 10:06

AWAY



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.03.13 13:34.

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Re: Stelle an einer Uni in China....problematisch!
geschrieben von: Credentia ()
Datum: 14. März 2013 11:18

Guten Tag!

Zitat

nur kurz - da siehst du, wie freundlich die Leute sind...

Ja, stimmt, ist aber eine Ausnahme. Chinesen mit eigener entsprechend negativer "Systemerfahrung" sind eben etwas anders als die sonst üblichen Bürokraten, die linienförmig schwimmen. Halte das nach meiner eigenen Erfahrung aber eben für eine Ausnahme.

Zitat

Die kleinen Gehaltserhöhungen wirken bei mir auch kaum - was bringen einem 30 Euro mehr im Monat. Die Nebenkosten sind gewiss teurer.

Das, was Du zunächst mal investieren musst (Visa- und Flugkosten vorstrecken z.B.) ist in der Regel weitaus mehr, als was man nachher wieder herausholt - unter rein finanziellem Gesichtspunkt lohnt sich das kaum; es ist eindeutig eine Loser-Loser-Situation. Nix für mich, ich muss nach so vielen Jahren auch erst einmal an mich denken. Gebe Dir daher also vollauf Recht.

Zitat

Job ist nicht gleich Job - bei den chinesischen Angeboten bekommst du für ein Jahr Universitätserfahrung.

Die hab ich ja schon, bin seit Jahren im Beruf. Für Berufsanfänger ist das sicher etwas anders; ich kann nach meinen eigenen Erfahrungen aber nicht erkennen, wieso
gerade eine Uni-Lehrtätigkeit in China sich im Lebenslauf gut machen sollte; das Land ist eben immer noch (leider) für seine akademischen Sub-Standards (im Vergleich zur restlichen Welt) bekannt. Sogar hier im allgemein weniger entwickelten Nepal sind die akademischen Standards allgemein weitaus höher als in China!

Zitat

Es gibt auch gut bezahlte Stellen in China.

Was ist denn eine "gut bezahlte" Stelle "in China"? 600-700 Euro im Monat sind doch nix, und in allen anderen Fällen, wo man umgerechnet etwas über 1000 Euro/Monatz bekommt, schuftet man sich zu Tode. So etwas brauche ich nicht. Engagement und hohe Qualität ja, aber man muss dabei immer auf dem Teppich bleiben - meine Devise!

Zitat

??? besser du sitzt an einem Glasschreibtisch im Chefzimmer als die andere ???

Chefzimmer ist nicht mein Ding, ich brauche lediglich viel Freiraum in meinem Arbeitsumfeld, damit ich das, was ich machen möchte/soll, möglichst den Gegebenheiten angepasst kreativ und gut umsetzen kann.

Noch einen schönen Tag und alles Gute!

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Re: Stelle an einer Uni in China....problematisch!
geschrieben von: Daf_Maus ()
Datum: 14. März 2013 12:33

AWAY



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.03.13 13:39.

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Re: Stelle an einer Uni in China....problematisch!
geschrieben von: DaF-Hannover ()
Datum: 14. März 2013 13:23

In vielen Foren kann man nur eine gewisse Zeit seine Einträge bearbeiten und danach geht es gar nicht mehr - das sollte es hier auch geben. Ich finde diese ständigen gelöschten Beiträge reichlich irritierend und es macht es mir teilwiese auch unmöglich der Diskussion zu folgen.

Prinzipiell finde ich das Angebot gar nicht mal uninteressant um ein Jahr Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Um wirklich dauerhaft beruflich etwas aufzubauen, kämen solche Stellen für mich nicht in Frage. Aber es gibt genug Berufsanfänger /Studenten, für die das ein Traumangebot wäre.

Ich stimme Credentia zu, dass man alle Angebote immer gründlich und kritisch hinterfragen sollte. Ist man erst vor Ort, ist es eben nicht so leicht sich plötzlich neu zu orientieren, von den anfallenden Kosten mal abgesehen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.03.13 14:28.

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Re: Stelle an einer Uni in China....problematisch!
geschrieben von: Nele ()
Datum: 16. März 2013 10:02

@Credentia

Ich bin etwas überrascht, dass du so positiv von den Arbeitsbedingungen in Nepal berichtest. Es ist ja schließlich eines der ärmsten Länder der Welt und meiner Erfahrung nach - ich hatte mich dort auch mal um Stellen im DaF-Bereich bemüht - gibt es dort einfach keine gut bezahlten Jobs. Bist du dort bei einer der zwei internationalen Schulen, denn die Situation an der Uni ist ja auch nicht so rosig, oder?

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Re: Stelle an einer Uni in China....problematisch!
geschrieben von: Joseph Roth ()
Datum: 16. März 2013 13:57

DaF-Hannover schrieb:
-------------------------------------------------------
> In vielen Foren kann man nur eine gewisse Zeit
> seine Einträge bearbeiten und danach geht es gar
> nicht mehr - das sollte es hier auch geben. Ich
> finde diese ständigen gelöschten Beiträge
> reichlich irritierend und es macht es mir
> teilwiese auch unmöglich der Diskussion zu
> folgen.
>
Dem stimme ich vollkommen zu! Wenn ich etwas in einem Forum schreibe, dann stehe ich auch noch später dazu, auch wenn ich dann vielleicht eine andere Meinung habe.
Durch das Löschen von Beiträgen manipuliert man ja auch die Beiträge anderer, da sie dann aus dem Kontext herausgenommen werden. So etwas finde ich äußerst unfair!

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Re: Stelle an einer Uni in China....problematisch!
geschrieben von: Credentia ()
Datum: 06. April 2013 17:22

Zitat

Ich bin etwas überrascht, dass du so positiv von den Arbeitsbedingungen in Nepal berichtest.

Ich unterrichte dort an einem privaten College; die sind oft besser ausgestattet als staatliche Unis. Anosnsten ist das Leben hier nicht immer einfach; Touristen kriegen davon nicht allzu viel mit. Bekannt ist aber sicher, dass es hier zu häufigen und regelmäßigen Stromabschaltungen kommt und dass die Internet-Verbindung meist zu langsam und nicht immer stabil ist.

Es ist nicht jedermanns Sache, so zu leben, aber für mich passt es.

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Re: Stelle an einer Uni in China....problematisch!
geschrieben von: Shirin ()
Datum: 22. Juli 2013 11:36

600-700 Euro ist für China schon eine gut bezahlte Stelle. Vor allem, wenn man, wie ich damals, dafür nur 14 Stunden die Woche arbeitet und alle weiteren Kosten enthalten sind. Jetzt arbeite ich in Deutschland doppelt so lange, bekomme das doppelte, habe aber im Schnitt weniger raus, weil ich Miete, Strom, usw. alles selbst zahlen muss. d.h. ich hatte in china mehr Geld zur Verfügung als hier, da dort die Kosten für Essen, usw. auch nur 1/10 im Vergleich zu Deutschland betragen.

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Re: Stelle an einer Uni in China....problematisch!
geschrieben von: Credentia ()
Datum: 23. Juli 2013 14:53

Zitat

600-700 Euro ist für China schon eine gut bezahlte Stelle. Vor allem, wenn man, wie ich damals, dafür nur 14 Stunden die Woche arbeitet und alle weiteren Kosten enthalten sind.

Diese Relation ist oder besser: war bisher sicher richtig, und sie haut auch (meistens) hin, wenn man länger in China bleiben und arbeiten will. Wenn man aber Urlaub in angrenzenden Ländern, z.B. in Korea oder Japan machen will, ist man trotzdem arm wie eine Kirchenmaus, weil es außerhalb China einfach nicht hinhaut.

Zweitens habe ich gerade im letzten Jahr in China erleben müssen, dass zuimindest in den großen/größeren Städten alles teurer geworden ist und man auch da mit 600-700 Euro nicht mehr so ohne weiteres hinkommt, zumal auch nicht mehr in jedem Fall wie bislang eine kostenfreie Experten-Wohnung gestellt wird, sondern man sich eine solche auf dem Markt suchen muss und man dann nur noch eine Art Wohngeldzuschuss vom Arbeitgeber bekommt, der aber bei weitem nicht alle Kosten abedeckt.

Und überhaupt - wer will auf die Dauer mit umgerechnet 600-700 Euro als Vollakademiker leben? Man kann das vielleicht 1-2 Jahre mal machen, aber dann?

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