IDIAL4P - Fremdsprachen für den Beruf Werbung

Foren für E-Mail-Partnersuche, DaF-Diskussionen und -Jobsuche

Arbeitsmarkt und Honorare

Bitte in den Foren nur auf Deutsch schreiben!
Auch fremdsprachliche Beiträge (d. h. Beiträge über andere Sprachen) müssen wir leider löschen.

Aktuelle Seite: 1 von 3
Übergang freiberufliche Dozententätigkeit zu Festanstellung, bzw. KSK/bzw.Arbeitslosigkeit
geschrieben von: Juli Zar ()
Datum: 29. August 2013 20:42

Hallo,
mich plagt da eine Frage, vielleicht weiss ja jemand etwas. Ich bin derzeit als DAF-Lehrerin beschäftigt (seit etwas mehr als 4 Jahren) und habe aus Gründen, die bekannt sein dürften, entschieden, mich mittelfristig nach Alternativen umzusehen, denn eine Zukunft kann man sich m.E. in diesem Metier nur schwerlich aufbauen. Ich ziehe jetzt (aus anderen Gründen) nach Berlin....Ich werde mir also einen Job in Festanstellung suchen, bzw. evtl. als freiberufliche Journalistin durchstarten (habe da von früher Erfahrung und auch einige Kontakte). Ich habe nie in der Rentenversicherung einbezahlt, schlicht, weil ich sonst mit Kind niemals über die Runden gekommen wäre und so wie ich das sehe, zahlt auch niemand aus meinem Kollegium dort ein. Nehmen wir an, ich suche mir eine Anstellung oder versichere mich über die KSK. Ist dann davon auszugehen, dass man mich fragt, was ich die letzten 4 Jahre gemacht habe?? Meine Befürchtung ist, dass ich plötzlich 16.000 € nachzuzahlen hätte.... ein Alptraum :(...
Hat jemand schonmal diesen Übergang gemacht von freiberuflicher Dozententätigkeit zu Festanstellung, bzw. KSK-Versicherung und *öhm* kann mir diesbezüglich 'Tipps' geben bzw. schreiben ob es "reibungslos" vonstatten ging?
Was würde passieren, wenn ich mich arbeitlos melden würde?? Ich habe früher in die alv eingezahlt, hätte also Ansprüche alg i zu bekommen...
Danke für evtl. Rückmeldungen und viele Grüße
Juli

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Übergang freiberufliche Dozententätigkeit zu Festanstellung, bzw. KSK/bzw.Arbeitslosigkeit
geschrieben von: Credentia ()
Datum: 29. August 2013 21:13

Ich kann hier nur spekulieren. Ich denke aber, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass die KSK Dich das fragen wird. Und wenn doch, na dann habe ich auch einen sehr guten Tipp, der wirkt, den ich hier aber nicht öffentlich posten möchte. Dürfte aber 100 % funktionieren.

Meine Email: turnoi75@rocketmail.com


Zitat

Nehmen wir an, ich suche mir eine Anstellung oder versichere mich über die KSK. Ist dann davon auszugehen, dass man mich fragt, was ich die letzten 4 Jahre gemacht habe??

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Übergang freiberufliche Dozententätigkeit zu Festanstellung, bzw. KSK/bzw.Arbeitslosigkeit
geschrieben von: MR ()
Datum: 30. August 2013 06:42

"Ich habe früher in die alv eingezahlt, hätte also Ansprüche alg i zu bekommen..."

Traum und Wirklichkeit!

Hallo Juli, deine früheren Einzahlungen in die ALV nutzen dir reichlich wenig. Du warst im letzten Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Daher bekommst du "nur" AlG 2.

Übrigens finde ich es nicht in Ordnung, dass du nicht in die RV zahlst. Das ist ganz klar Sozialversicherungsbetrug. Und die Ängst hast du jetzt zu recht. Ich zahle und komme auch nur mit Mühe über die Runden. Ganz klar, die Bedingungen sind für uns beschissen zurzeit, aber das ist kein Grund, das Gesetz nicht zu beachten.

Durch diesen Betrug stützt du das morbide System -und jeder andere natürlich auch, der sich so verhält. Denn sonst würdest du den Job nicht ausüben können. Es gebe weniger Daf/DaZ-Kräfte und die Honorare würden steigen.

Und versteh mich nicht falsch. Auch ich halte die RV-Beiträge für Schwachsinn. Von meinen Einzahlungen sehe ich keinen Cent wieder. Dagegen könnte ich das eingezahlte Geld gut gebrauchen und z.B. mal in den Urlaub fahren.

Aber: Es ist nun mal Gesetz! Und du begehst eine Straftat und zwar ganz bewusst! Das ist kein Kavaliersdelikt.

Alles gute für dich.

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Übergang freiberufliche Dozententätigkeit zu Festanstellung, bzw. KSK/bzw.Arbeitslosigkeit
geschrieben von: Credentia ()
Datum: 30. August 2013 08:31

Faktisch ist das so. Und es kann auch nicht sein, dass nur die anderebn zahlen ubnd man selber nicht. Aber das bedeutet eben auch, dass nicht nur "Systemopfer" wie Juli hier die Gesetzesübertreter sind, sondern vor allem die Auftraggeber wie Klitschen u,.ä., die von davon profitieren. Und denen muss man primär ans Leder.
Wie ansonsten auch, ist das in der Theorie immer leichter, die Praxis sieht zur Zeit ganz anders aus.

Diese ganze System von sog. "Werkverträgen" gehört insgesamt duerch den Gesetzgeber abgeschafft; den Missbrauch derselben sieht man nicht nur im Bereich von DaF und ESL, sondern auch in anderen Bereichen, z.B,. der Nahrungsmittelindustrie - Sozialversicherungsbetrug ist systemisch und inzwischen systematisch ausgeweitet und ein Geschäft mit maffiösen Strukturen.

Den Begriff der "Organisierten Kriminalität" sollte man angesichts dieser Fakten neu überdenken und entsprechend in der Definition erweitern.


Zitat

Aber: Es ist nun mal Gesetz! Und du begehst eine Straftat und zwar ganz bewusst! Das ist kein Kavaliersdelikt.

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Übergang freiberufliche Dozententätigkeit zu Festanstellung, bzw. KSK/bzw.Arbeitslosigkeit
geschrieben von: Pat1980 ()
Datum: 30. August 2013 13:40

@MR:

Prinzipientreue und Ordnung werden ja in Deutschland bekanntlich groß geschrieben. Trotzdem finde ich es schon etwas schäbig, noch mit der Moralkeule auf jemanden einzuschlagen, der offensichtlich vor Existenzsorgen schon am Boden liegt!
Kant schreibt in seiner "Grundlegung zur Metaphysik der Sitten": "Pflicht ist die Notwendigkeit einer Handlung aus Achtung vor dem Gesetz." Hängengeblieben ist bei vielen davon leider nur die 'Pflicht vor dem Gesetz' und nicht der einschränkende Hinweis auf die "Achtung", durch welche die Pflicht erst entsteht. Denn ob man ein Gesetz achten muss, das relativ wahllos einige wenige Begrufsgruppen innerhalb der Selbständigen zur Kasse bittet, während das Gros nicht zahlen muss - das sei mal dahin gestellt.

@Juli Zar:

Ich denke eigentlich nicht, dass Du Dir da Sorgen machen musst. Gib halt bei der Rente nicht an, dass Du vorher als Lehrerin gearbeitet hast. Ich glaube aber, dass Dich da sowieso niemand fragen wird.
Im allerschlimmsten Falle musst Du den Betrag in Raten abbezahlen. Das wäre zwar besch*****, aber nicht existenzbedrohend. - Zumindest in dem Sinne kann ich Dich hoffentlich etwas beruhigen.

VG
Pat



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.08.13 13:42.

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Übergang freiberufliche Dozententätigkeit zu Festanstellung, bzw. KSK/bzw.Arbeitslosigkeit
geschrieben von: Joseph Roth ()
Datum: 30. August 2013 14:17

Für mich stellt sich ja auch die Frage, warum die Rentenversicherung Bund das nicht strenger kontrolliert. Dann würde sich solch eine Frage gar nicht erst stellen. Ich habe den Verdacht, dass von der Regierung hier Druck ausgeübt wird dies nicht zu tun, damit dieses ausbeuterische System weiter bestehen kann und man sich rühmt, dass doch so viele Migranten Deutsch Unterricht bekommen.

Dass das dem Staat noch teuer zu stehen kommt, wenn die Leute später einmal in Rentenalter kommen interessiert die Regierung ja im Moment nicht.

Das ist jedoch nicht ganz so hoffnungslos, denn es liegen ja andere Konzepte vor, bei denen alle in die Rentenversicherung einzahlen müssen. Ich denke da zum Beispiel an die Bürgerversicherung im Wahlprogramm der Grünen. Da stehen wirklich vernünftige Sachen und die SPD hat wahrscheinlich in diesem Punkt ein ähnliches Konzept.

Aber gehen wir mal von der bestehenden Rechtslage aus. Wer sagt denn, dass wir von den eingezahlten Beiträgen später nichts zurückbekommen?

Ja klar, die private Versicherungsbranche. Und alle plappern es nach.

Es ist doch viel wahrscheinlicher, dass man von der staatlichen Rente etwas zurückbekommt, als bei einer privaten Rentenversicherung und außerdem sollte man auch bedenken, dass es sich hier um ein Solidarprinzip handelt, das man aber mit aller Macht versucht kaputt zu machen.

Gehen wir mal davon aus, dass es keinen Weltkrieg, radikale revolutionäre Umwälzungen, Staatsbankrott oder Ähnliches in den nächsten Jahrzehnten gibt, so kann man davon ausgehen, dass man auf jeden Fall etwas von den gezahlten Beiträgen zurückbekommt. Wahrscheinlich sogar mehr als man eingezahlt hat.

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Übergang freiberufliche Dozententätigkeit zu Festanstellung, bzw. KSK/bzw.Arbeitslosigkeit
geschrieben von: Johannes Berndt ()
Datum: 30. August 2013 15:02

Die gängige Sichtweise sieht ja so aus, dass wenn man nicht einzahlt, bekommt man im Alter das Existenzminimum vom Staat trotzdem ausbezahlt, eine Mindestrente oder Hartz4 oder so etwas. Wenn man doch einzahlt, gibt es später Rente, diese liegt bei den realistischen Einzahlgrößen jedoch vermutlich noch unter dem Existenzminimum und kann / muss dann ggf. aufgestockt werden. Da fährt man doch lieber ein-zweimal im Jahr in den Urlaub und lässt das mit der RV. Finde ich nicht gut.

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Übergang freiberufliche Dozententätigkeit zu Festanstellung, bzw. KSK/bzw.Arbeitslosigkeit
geschrieben von: Erwin Denzler ()
Datum: 30. August 2013 17:04

Aus Beratungsfällen kenne ich die unterschiedlichsten Anlässe, weshalb die DRV die Rentenversicherungspflicht feststellte. Die häufigsten Fälle sind Statusanfragen und Betriebsprüfungen bei den Bildungsträgern (das könnte beim Fragesteller übrigens noch bis ins Jahr 2017 zu Nachforderungen führen), aber eben auch individuelle Anlässe. Ich hatte z.B. Fälle, wo der Rentenantrag oder der Versorgungsausgleich bei einer Scheidung die Ursache dafür waren, dass die DRV Lücken im Versicherungsverlauf fand und nachfragte, was man in dieser Zeit gemacht hat.

Wenn man sich bei der KSK anmeldet oder ein Arbeitsverhältnis aufnimmt, sendet die KSK oder der Arbeitgeber eine Meldung an die DRV. Es kann sein - muss aber nicht - dass dem Sachbearbeiter dort die Lücke auffällt und er anfragt. Ist auch im Interesse des Versicherten, denn es könnte auch eine für ihn beitragsfreie Zeit sein, die sich rentensteigernd auswirkt, etwa Kinderbetreuung.

Wenn man dann antwortet "da war ich selbständig" gibt der Sachbearbeiter sich VIELLEICHT damit zufrieden, wahrscheinlicher ist aber, dass er an die verschiedenen Versicherungspflichten für Selbständige denkt (sind ja nicht nur Lehrer) und die entsprechenden Fragebögen zusendet. Verweigert man die Antwort, kann er sich die Akten vom Finanzamt holen (das dürfen die und machen sie auch, das Steuergeheimnis ist hier eingeschränkt). Übrigens arbeiten auch KSK und DRV inzwischen oft zusammen und geben Infos weiter, wenn sie sehen dass die jeweils andere Stelle für Versicherungspflicht zuständig ist.

Man kann dann natürlich noch mit Scheinselbständigkeit argumentieren, wenn man inzwischen die Tätigkeit gewechselt hat ist das ja eher machbar. Aber wie bekannt sind die Erfolgschancen vor Gericht bislang nicht gerade sehr hoch. Hat man damit jedoch Erfolg, dürfte der Arbeitgeber alleine die gesamten SV-Beiträge nachzahlen und man selbst könnte sich sogar die Beiträge aus freiwilliger Mitgliedschaft von der Krankenkasse erstatten lassen. Hat man keinen Erfolg, steht eben die RV-Nachzahlung an.

Da kommt aber noch etwas auf uns zu: sowohl die SPD als auch die CDU/CSU sind inzwischen dafür, eine Altersvorsorgepflicht für ALLE Selbständigen einzuführen, das wird vermutlich nach der Bundestagswahl geschehen (Frau von der Leyen wollte eigentlich heuer schon, traute sich dann aber wegen der Wahl wohl doch nicht). Man wird dann alle Selbständigen erfassen müssen, vermutlich über die Finanzämter, und es ist damit zu rechnen dass dann auch flächendeckend festgestellt werden kann, wer bisher schon versicherungspflichtig war aber sich nicht gemeldet hatte.

E.D.

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Übergang freiberufliche Dozententätigkeit zu Festanstellung, bzw. KSK/bzw.Arbeitslosigkeit
geschrieben von: Joseph Roth ()
Datum: 31. August 2013 21:34

Ich sehe das ja genau so wie ihr. Einen Großteil der Schuld tragen die Lehrer, die bei diesem System mitmachen. Man muss ja noch nicht einmal komplett aussteigen, sondern es reicht, wenn man kostendeckend arbeitet, d.h. Honorare verlangt mit denen man einigermaßen auskommen kann. Es gibt durchaus Firmen und auch Einzelpersonen, die bereit sind zumindest ein Honorar zu zahlen, dass den Preisen der Kettenklitschen entspricht. Sie bekommen ja dafür ein wesentlich besseres Produkt.

Aber was machen dann einige Kollegen wenn sie Schüler, die sie über eine Klitsche hatten übernehmen? Ja, sie gehen mit dem Preis runter und denken: das ist ja immer noch mehr, also ich über die Klitsche bekommen habe. Ich zweifle dann echt an der Intelligenz dieser Leute.

Ein anderes Beispiel: als lizensierter Prüfer wird man ab und zu von Sprachschulen angeschrieben und gefragt, ob man eine Prüfung abnehmen möchte. Meistens erledigt sich das relativ schnell, weil sie mein gefordertes Honorar nicht zahlen möchten und immer jemanden finden, der es billiger macht.
Einmal konnte ich zum angefragten Termin nicht und habe den Auftrag an eine Kollegin weitergegeben, allerdings unter der Voraussetzung, dass sie ein vernünftiges Honorar in Rechnung stellt (Minimum 60 Euro die Stunde). Was passiert? Sie lässt sich das Honorar runterhandeln. Manchmal möchte man echt verzweifeln....

Um noch einmal auf das Thema Politik zurückzukommen: ohne die Politik wird es keine Veränderung im System geben, Die Politik wird diese Änderungen aber nur durchführen, wenn sie Druck bekommt. Das ist aber ein ganz normaler Prozess und ich würde mal sagen, dass z.B. die Ärzte das schon ganz gut machen.
Weltmeister darin sind allerdings die Piloten, aber den Titel muss man ihnen ja nicht streitig machen. Ein Platz im guten Mittelfeld wäre schon ganz ok.

Wie Credentia so schön sagt: Auf in den Kampf!

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Übergang freiberufliche Dozententätigkeit zu Festanstellung, bzw. KSK/bzw.Arbeitslosigkeit
geschrieben von: springfall ()
Datum: 01. September 2013 15:13

Ich wollte zunächst einmal eine kleine Anmerkung zum Thema "AlgI" und "AlgII" machen. Bitte passt auf, welche Infos hier verbreitet werden, wenn man die Informationen nicht aus erster Hand hat. Wieviel "früher" in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt wurde, ist leider irrelevant, Alg 1 Anspruch hat man, wenn man in den letzten 24 Monaten mind. 12 Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigt war. Das muss nicht am Stück gewesen sein (wusste ich bis vor 2 Monaten auch nicht, wurde mir aber von der Sachbearbeiterin der Arge bestätigt).
Hier findet ihr die entsprechende Information:

[www.arbeitsagentur.de]

Gleich der erste Satz lautet:

"Die Regelanwartschaftszeit haben Sie erfüllt, wenn Sie in den letzten zwei Jahren vor der Arbeitslosmeldung und dem Beginn der Arbeitslosigkeit (Rahmenfrist) mindestens zwölf Monate in einem Versicherungspflichtverhältnis (zum Beispiel Beschäftigung, Krankengeldbezug) gestanden haben."

Die Regeln zu dieser kurzen Anwartschaft waren mir bis gerade eben auch nicht bekannt, aber für unsere Diskussion hier ist nur wichtig:
Alg 1 Anspruch hat man, wenn man in den letzten 2 Jahren SV-pflichtig beschäftigt war, das "Früher" muss also in diesem Zeitraum liegen.

Rentenversicherungsbeiträge, liebe(r) MR, sind auch mitnichten Schwachsinn, sie dienen der Versorgung der heutigen Rentner und ein Bestandteil unseres Sozialstaates (mit dem ausgerechnet viele DaF-ler auf Kriegsfuß zu stehen scheinen). Die "Generation Golf" ist, wie hier schon erwähnt wurde, etwas älter als 32,33. Die arbeitsmarktpolitische Katastrophe, die hier beschrieben wird, erlebt der Osten im Übrigen schon in der zweiten Generation. Ich bin 2 Jahre jünger als Pat, und meinen Eltern geht's (und ging es) kein bisschen anders als mir, obwohl sie etwas "Handfestes" gelernt haben. Meine ökonomischen Verhältnisse waren schon immer so schlecht wie jetzt. Das trifft im Osten auf viele zu (auch auf's Ruhrgebiet). Verallgemeinerungen vom Schlage "die Wohlstandkinder stürzen jetzt ab und greinen herum" helfen da nicht. Aktuell reden unsere Gossenmedien ja von der "Generation Y", Hauptsache man kommt weg von den wahren Problemen, die generationsübergreifend existieren.

Selbstverständlich kann man sagen "solange sich Leute finden, die es machen". Juli Zar schrieb, dass sie ein Kind hat. Und mal ganz unter uns, würde sie jetzt Hartz4 beziehen, wären es doch dieselben, die ihr dann vorwerfen würden, ein "Schmarotzer" eben dieses Systems zu sein und ein schlechtes Vorbild für ihr Kind. Arbeitet sie, unterstützt sie das falsche System.

Solange man nur Verantwortung für sich hat (und sich nicht den Vorwurf einhandeln will, als Mutter ein schlechtes Vorbild für seine Kinder zu sein) hilft nur, in dieses System gar nicht einzusteigen. Zur Aufnahme einer Honorartätigkeit zwingt einen nicht einmal das Arbeitsamt. Vielleicht wäre dann die Anzahl der Verweigerer schon so hoch, dass mal ein Umdenken einsetzen könnte. Im Bereich dieser ganzen Maßnahmen des ALGII, wo ja ähnliche Arbeitsbedingungen für Dozenten herrschen, scheint das partiell schon so zu sein. Zumindest stellen die befristet an.

Aber für den, der sich etwas aufgebaut hat und seinem Kind berechtigterweise etwas bieten will, ist das auch keine große Hilfe.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.09.13 17:46.

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Übergang freiberufliche Dozententätigkeit zu Festanstellung, bzw. KSK/bzw.Arbeitslosigkeit
geschrieben von: MR ()
Datum: 02. September 2013 16:25

@springfall

"Rentenversicherungsbeiträge, liebe(r) MR, sind auch mitnichten Schwachsinn, sie dienen der Versorgung der heutigen Rentner und ein Bestandteil unseres Sozialstaates"

Liebe/-r Springfall,

bitte nicht einfach Aussagen aus dem Zusammenhang reißen.

Meine Aussage "Die RV-Beiträge sind Schwachsinn" bezieht sich auf die Tatsache, dass freiberufliche Lehrer RV-Beiträge zahlen müssen, aber viele andere freiberufliche und selbständige Berufsstände nicht. Wieso? Vielleicht können Sie mir das ja plausibel erklären.

Im Übrigen habe ich in meinem Beitrag klar gemacht, wie wichtig unser Sozialsystem ist, und dass es auf dem Solidaritätsprinzip beruht. Ich habe das Nichtzahlen von RV-Beiträgen explizit verurteilt.

Also bitte, erst genau lesen, dann denken und dann schreiben.

Vielen Dank! :-)

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Übergang freiberufliche Dozententätigkeit zu Festanstellung, bzw. KSK/bzw.Arbeitslosigkeit
geschrieben von: Joseph Roth ()
Datum: 04. September 2013 12:25

Hallo MR,

vielen Dank noch mal für die Klarstellung! Das mit dem "Die RV-Beiträge sind Schwachsinn" hätte man auch so verstehen können, dass es deshalb Unsinn ist einzuzahlen, weil man dann auch keine höhere Rente als die Grundsicherung bekommt.
Wer ein Leben lang einbezahlt bekäme also dann genau so viel wie jemand der nicht eingezahlt hat und das Geld lieber verprasst hat. Auch das ist natürlich eine große Ungerechtigkeit.

Darüber dass es unfair ist, dass freiberufliche Lehrer einzahlen müssen und andere freiberufliche und selbständige Berufsstände nicht, sind wir uns mit Sicherheit auch einig.

Es muss auch erlaubt sein zu betonen, dass es nicht in Ordnung ist nicht in die Rentenversicherung einzuzahlen, obwohl das für unsere Berufsgruppe Pflicht ist.

Kinder können kein Grund dafür sein dies nicht zu tun, denn besonders mit Kindern ist man dazu verpflichtet nachhaltig zu denken.

Das sollte man übrigens auch, wenn man dabei ist die Kreuzchen am 22. September auf ein- oder zwei Stimmzetteln zu verteilen.

Bei unveränderter Regierungskoalition wird sich jedenfalls in Bezug auf die Rentenversicherung nichts ändern. Bei allen anderen Parteien mit großer Wahrscheinlichkeit schon: Piraten, Linke, Grüne und SPD haben dazu jeweils eigene Konzepte dargelegt, die alle besser sind als die von Schwarz-Gelb.
Auf diese Parteien könnte man dann auch Druck ausüben, damit sie das dann auch umsetzen.Es gibt also noch Hoffnung.

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Übergang freiberufliche Dozententätigkeit zu Festanstellung, bzw. KSK/bzw.Arbeitslosigkeit
geschrieben von: Joseph Roth ()
Datum: 05. September 2013 11:46

Wo ist denn eigentlich Georgs Beitrag von gestern?

Gibt es hier eine Zensur oder hast du den Beitrag gelöscht?
Ich finde das schade, denn eigentlich waren da schon interessante Aspekte dabei, auch wenn ich nicht alle Positionen teile.

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Übergang freiberufliche Dozententätigkeit zu Festanstellung, bzw. KSK/bzw.Arbeitslosigkeit
geschrieben von: Redaktion ()
Datum: 05. September 2013 12:04

Der Beitrag vom 04.09.13 21:06 wurde wegen Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen des Forums gelöscht.

Freundliche Grüße

Online-Redaktion deutsch-als-fremdsprache.de
[www.iik-duesseldorf.de]

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Übergang freiberufliche Dozententätigkeit zu Festanstellung, bzw. KSK/bzw.Arbeitslosigkeit
geschrieben von: Johnny13 ()
Datum: 05. September 2013 12:22

Mir fällt immer wieder auf, dass Beiträge verschwinden. Einen Verstoß gegen irgendwelche Bestimmungen kann ich da leider nicht immer erkennen. Vielleicht löscht man hier ganz gern die unbequemen Beiträge. Die Anzahl der "aktiven Personen" in diesem Forum geht immer mehr zurück. Irgendwann postet hier niemand mehr.
Nicht nachvollziehbar ist in diesem Forum das Verhalten des Herrn Dr. Michael K. de Jong, der sich wieder weigert, die finanziellen Konditionen seines Angebots offen zu nennen. Alle Jobanbieter tun dies inzwischen. Ist das nicht ein Verstoß gegen die Bestimmungen oder gibt es da mal wieder eine Ausnahme, Sonderregelung oder Ähnliches?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.09.13 12:35.

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Übergang freiberufliche Dozententätigkeit zu Festanstellung, bzw. KSK/bzw.Arbeitslosigkeit
geschrieben von: Joseph Roth ()
Datum: 05. September 2013 12:59

Du liegst damit schon richtig, dass man die unbequemen Beiträge gerne löscht.

Die Forumsregeln lauten ja:


"Die Redaktion setzt diese inhaltliche Ausrichtung durch das Löschen oder Editieren von Beiträgen um, die

- thematisch nicht zum Internet-Service-Angebot passen
- werbenden Inhalt aufweisen (Ausnahme: Stellenangebote und Stellengesuche)
- im Ton unangemessen sind
- nicht in deutscher Sprache verfasst wurden
- gegen geltendes deutsches Recht verstoßen."


Ich konnte in Georgs Beitrag keinen Verstoß gegen die Regeln erkennen!

-Thematisch hängen die Bundestagswahlen und was die Parteien für die Lehrkräfte tun sehr eng mit dem Internet-Service-Angebot zusammen
-er hat für niemanden geworben, sondern nur dargestellt, dass man aus seiner Sicht höchstens die Piraten oder die Linke wählen kann.
-sein Ton war relativ moderat, aber wer bestimmt denn überhaupt welcher Ton angemessen ist? Das ja scheinbar vollkommen willkürlich
-Der Beitrag war offensichtlich in deutscher Sprache
-gegen geltendes Recht hat er auch nicht verstoßen.

Ich halte es jedenfalls aus, dass Georg die Kreuze am 22. September anders setzt als ich. Das gehört ja wohl zur Demokratie.

Zensur allerdings nicht!

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Übergang freiberufliche Dozententätigkeit zu Festanstellung, bzw. KSK/bzw.Arbeitslosigkeit
geschrieben von: Georg321 ()
Datum: 05. September 2013 13:23

Hallo Online-Readaktion ohne Namen,

gegen welche Regeln habe ich verstoßen?

Georg

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Übergang freiberufliche Dozententätigkeit zu Festanstellung, bzw. KSK/bzw.Arbeitslosigkeit
geschrieben von: Georg321 ()
Datum: 05. September 2013 13:24

Zitat

Wo ist denn eigentlich Georgs Beitrag von gestern?

Hallo,
nein, den Beitrag hat "Redaktion" auch gelöscht.

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Übergang freiberufliche Dozententätigkeit zu Festanstellung, bzw. KSK/bzw.Arbeitslosigkeit
geschrieben von: Redaktion ()
Datum: 05. September 2013 13:30

Guten Tag Georg321,

Ihr Beitrag passt thematisch nicht zum Internet-Service-Angebot. Daher wurde er gelöscht.


Freundliche Grüße

Online-Redaktion deutsch-als-fremdsprache.de
[www.iik-duesseldorf.de]

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Übergang freiberufliche Dozententätigkeit zu Festanstellung, bzw. KSK/bzw.Arbeitslosigkeit
geschrieben von: Georg321 ()
Datum: 05. September 2013 13:38

Mail an den Geschäftsführer:


Löschung meiner Beiträge im Forum


Sehr geehrter Herr Jung,

gestern habe ich einen Beitrag über die Integrations- und Sprachkurse geschrieben,
und welche Relevanz sie für die Bundestagswahl haben.
Der Beitrag wurde gelöscht und keiner weiß so recht, warum.

Haben Sie Anweisungen von der SPD bekommen, keine SPD-kritischen Inhalte zu veröffentlichen?

Auch andere Leser haben bemerkt, dass in Ihrem Forum immer Beiträge verschwinden.

Für eine nachvollziehbare Erklärung, warum Sie meine Beiträge löschen, wäre ich Ihnen dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Georg

Optionen: AntwortenZitieren
Aktuelle Seite: 1 von 3


Ihr vollständiger Name: 
Thema: 
Schutz gegen unerwünschte Werbebeiträge (SPAM):
Bitte geben Sie den Code aus dem unten stehenden Bild ein. Damit werden Programme geblockt, die versuchen dieses Formular automatisch auszufüllen. Wenn der Code schwer zu lesen ist, versuchen Sie ihn einfach zu raten. Wenn Sie einen falschen Code eingeben, wird ein neues Bild erzeugt und Sie bekommen eine weitere Chance.
Dies ist ein moderiertes Forum. Ihr Beitrag bleibt solange unsichtbar, bis er von einem Moderator genehmigt wurde.

Bitte in den Foren nur auf Deutsch schreiben!
Auch fremdsprachliche Beiträge (d. h. Beiträge über andere Sprachen) müssen wir leider löschen.


This forum powered by Phorum.