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Wie kann ich DAF Erfahrung sammeln?
geschrieben von: ChristianeB ()
Datum: 04. Oktober 2013 08:47

Hallo zusammen,

vielleicht kann mir jmd. einen Tipp geben. Ich würde gerne als Germanistin (Schwerpunkt dt. Sprachwissenschaft) nach 9 Jahren Berufserfahrung in der freien Wirtschaft aussteigen und DAF Lehrerin werden. Wie kann ich hier einen Start finden? Es ist furchtbar schwierig, da die meisten nur erfahrene Lehrer suchen. Wo kann man Erfahrungen sammelm? Selbst für den DAF Kurs am Goethe Institut braucht man ja 120 Lehrstunden.
Vielen Dank und LG,
Christiane

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Re: Wie kann ich DAF Erfahrung sammeln?
geschrieben von: Erwin Denzler ()
Datum: 04. Oktober 2013 13:06

Liebe Christiane,

wenn Du eine einigermaßen sichere Stelle hast und mehr als in einem Minijob verdienst: Lass es bleiben!

Siehe dazu sehr viele Erfahrungsberichte in diesem Forum.

E.D.

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Re: Wie kann ich DAF Erfahrung sammeln?
geschrieben von: ChristianeB ()
Datum: 04. Oktober 2013 13:31

Lieber Erwin,

vielen Dank für Deine Nachricht. Ich bin gerade gekündigt worden, weil die Stelle angeblich verlagert werden soll. Wahr ist womöglich eher, dass man mich loswerden wollte, da ich nur Teilzeit (habe einen klenen Sohn) arbeiten kann, aber einen vollen Head im head Count darstelle. Zudem wird auf einer Teilzeitstelle in meinem Job immer 100% erwartet. Ständige VErfügbarkeit durch Handy, Laptop für zu Hause. Ich bin müde geworden und möchte weg aus der freien Wirtschaft. Ist es denn schwierig -wenn man mal Erfahrung hat- Jobs zu finden? Meistens geht es ja um den geringen Stundenlohn.
Mich schreckt es nicht ab, da ich endlich mal das machen möchte, was mich wirklich interessiert.
Vielen Dank und liebe Grüße,

CHristiane
PS. Wie lange machst du schon DAF? Lebst du davon? Oder machst du noch etwas anderes?

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Re: Wie kann ich DAF Erfahrung sammeln?
geschrieben von: Micki ()
Datum: 04. Oktober 2013 14:10

Hallo,

gerade wenn du einen kleinen Sohn hast, würde ich dir davon abraten. Ich bin nach mehr als zehn Jahren ausgestiegen, weil man davon einfach nicht leben kann. Es ist ein unsicherer Beruf, falls du (oder dein Sohn) mal krank bist und du zuhause bleiben musst, bekommst du kein Geld. Es ist auf der einen Seite mein Traumberuf gewesen, aber ich war so ausgelaugt, dass ich lieber darauf verzichte, solange sich die Umstände nicht ändern. Da du ein abgeschlossenes Universitätsstudium aufweist, denke ich, hast du wahrscheinlich nicht ganz so schlechte Chancen, einen guten Job zu finden. Viel Glück.

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Re: Wie kann ich DAF Erfahrung sammeln?
geschrieben von: aw ()
Datum: 04. Oktober 2013 14:10

Es ist nicht schwer, einen DaF-Kurs zu übernehmen. Auf die richtig schlecht bezahlten Stellen dürften sich (hoffentlich!) kaum gute Lehrkräfte mit viel Erfahrung bewerben. Einsteigen kann man damit auf jeden Fall. Damit unterstützt man aber das existierende System.

Es ist kaum zu glauben, dass jemand freiwillig DaF-Lehrer werden will, der zuvor einen anderen Job als Germanist hatte.
Denn auch wenn man gekündigt worden ist:
Lieber eine längere Zeit mit ALG überbrücken und eine langfristige Perspektive suchen bzw. auf Möglichkeiten warten, als sich auf den kurzlebigen DaF-Markt drängen, auf dem man dann für immer hängenbleibt, weil der Lebenslauf damit aus Sicht vieler späterer potenzieller Arbeitgeber kaputt ist.
Also: man verdient mit DaF nichts und kommt anscheinend - siehe Beiträge hier im Forum - aus dieser Branche auch nicht mehr raus, wenn man einmal drin ist, weil es einem dann so schlecht geht, dass man nichts an der eigenen Situation ändern kann. Mit Kind wird es noch schwerer sein, nach ein paar Jahren aus der Armut heraus eine Ausbildung, Umschulung oder ein neues Studium zu finanzieren.

Abgesehen davon sind die meisten als "Teilzeit" ausgeschriebenen DaF-Honorarjobs (25-30 USt./Woche) in Wirklichkeit Vollzeitstellen, wenn man diesen Beruf ernst nehmen will.
Und Leute, die nur so nebenbei mit DaF-Unterricht leichtes Geld verdienen wollen, ohne viel Freizeit zu investieren, und die nicht davon leben müssen, sind in der Branche auch nicht gut angesehen - denn sie sind es oft, die das System unterstützen, indem sie Billig-Angebote annehmen, da sie es sich ja finanziell leisten können.

Also ist ein Einstieg in jedem Fall nicht zu empfehlen, egal mit welcher Motivation und aus welcher finanziellen Sicherheit heraus Sie das planen.

Aber zu diesem Thema ist hier schon viel geschrieben worden...

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Re: Wie kann ich DAF Erfahrung sammeln?
geschrieben von: ChristianeB ()
Datum: 04. Oktober 2013 14:23

Hallo Aw, hallo Micki,

danke für die Antworten. Ich habe als Germanistin immer nebenbei in Personalberatungen gearbeitet und war auch nach meinem Studium nie arbeitslos. Ich war von 2005-2007 in Irland, da der Arbeitsmarkt insgesamt nicht gut war und ich mit meiner Stelle unzufrieden war (habe in einer Personalberatung im vetrieb angefangen). Ich hatte nie das Gefühl, dass man als Germanistin froh sein muss, Fuss zu fassen; ich glaube, vielen fehlt einfach der Mut oder das Selsbtbewußtsein, sich in der freien Wirtschaft zu bewerben. (Mein Mann ist außerdem Germanist und Personalleiter! Bitte nicht davon ausgehen, dass och mich da auf dem Gehakt ausruhen kann. Habe meinen Namen behalten ud werde auch meine Unabhängigkeit behalten) Das Problem ist nur, ich habe nach 9 jahren freier Wirtschaft das Gefühl, ich kann nicht mehr. Ich will endlich mal das machen, wo ich Spaß dran habe. Und Germanistische Sprachwissenschaft hat mich immer sehr interessiert (insbesondere Syntax). Hinzu kommt, ich plane eine Promotion und ich will einfach nicht wieder einen Job haben, wo ich 50% drauf steht aber eigentlich 100% verlangt wird, da man ansonsten gehen kann. Gibt es hier denn niemanden, der zufrieden ist? Wie sieht es denn aus mit den Stunden bei Firmen, die werden dch eigentlich extrem gut bezahlt,oder? Die Sprachstunden der Expats, die ich betreut hatte, waren immer extrem teuer. habt ihr denn schon mal selber Firmen akquiriert? Liebe Grüße und vielen dank noch mal für eure ehrliche, wenn auch frustrierende Antwort;o)Christiane

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Re: Wie kann ich DAF Erfahrung sammeln?
geschrieben von: Credentia ()
Datum: 04. Oktober 2013 15:58

Hallo,

ich würde einen Uni-Job als Germanistik-Lektor im Ausland empferhlen, gibt da z.T. guters Geldm, und man hat nicht zu viele Stunden.

Ich habe hier einige Länder in der Reihenfolge meiner Präferenzen aufgelistet, wenn ich dort nur Geld verdienen wollte; die erstgenannten sind aus meiner Sicht die besten und die zuletzt genannten sollte man eher meiden:

1. Korea /Japan /Taiwan
2. europäisches Ausland
3. Südafrika/Namnibia
4. Thailand/VR China
5. Indien
6. gesamter arabischer Raum

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Re:
geschrieben von: K. ()
Datum: 04. Oktober 2013 17:09

Liebe Christiane,

ich habe den Thread verfolgt und schließe mich aw an.

Vielleicht magst du erzählen, was für eine Stelle man als Germanistin in einem Personalbüro finden kann?

Ich bin noch ein Jahr im Ausland unter Vertrag und weiß, dass ich meinen Job in Deutschland danach nicht mehr ausüben kann und suche händeringend nach Alternativen, halbwegs sinnvollen Weiterbildungen etc.

Mich würde sehr interessieren, wie du den Einstieg in diesen Bereich geschafft hast.

Viele Grüße,

K.

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Re: Re:
geschrieben von: ChristianeB ()
Datum: 04. Oktober 2013 17:33

Liebe K.,
ich habe erst in einer Personalberatung angefangen und habe da neben Akquise (und das war mein hauptjob, ich hatte nämlich Umsatzverantwort, d.h. musste jeden MOnat 20.000€ Umsatz machen) Recruiting gemacht. Dann bin ich zwei Jahre ins Ausland (einfach gekündigt und dort zunächst ein Praktikum angefangen) und habe dort weiter Recruitment (On-Site bei zwei Großkonzernen durch eine Personalberatung gemacht) und danach habe ich als Personalreferentin angefangen.
Aber wenn man glaubt, dass man in einer personalabteilung in der freien Wirtschaft krank machen kann, da das Kind krank ist, der hat die "nackten Fratze des Kapitalismus" noch nicht gesehen. Wenn du das ein paar mal machst, kannst du gehen. Du hast in solch einer Position normalerweise Vertrauensarbeitszeit, was heißt bitte arbeiten sie 50-60h/Woche statt 40h. Ich meine das wirklich nicht böse, aber meine Erfahrung ist, es gibt keine sicheren Jobs mehr in der freien Wirtschaft oder wie ein Amerikanischer Manager kürzlich zu meinem Mann sagte: Don't be loyal to us, we are not loyal to you.
Wenn Du bereit bist in eine Personalberatung zu gehen und denen klar machst, dass du dich gerne tot arbeiten möchtest und potentiell über Leichen gehst, kann du als Germanistin sofort anfangen. Liebe Grüße, Christiane

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Re: Wie kann ich DAF Erfahrung sammeln?
geschrieben von: Micki ()
Datum: 04. Oktober 2013 18:27

Es kommt auch auf die Umstände an. Wenn du jetzt alleinerziehend wärst, dann wäre es ein Leben am Rande des Existenzminimum. Da du aber verheiratet bist und dein Mann arbeitet, ist das finanzielle Risiko natürlich geringer. Allerdings, wie oben schon erwähnt, unterstützt du dann das System der hier so viel beschriebenen Klitschen. Du schreibst, dass du unabhängig von deinem Mann sein möchtest. Das klappt aber kaum, wenn du nur als DaF-Lehrkraft arbeitest. Und spontaner Unterrichtsausfall ist zwar möglich, aber dadurch verdienst du dann an diesem Tag keinen Cent. Ist ein Kurs fertig, musst du manchmal ein paar Wochen warten, falls der nächste überhaupt zustande kommt. Dann das Problem mit der Krankenkasse, Rentenversicherung, etc. kann nicht unterschätzt werden.
Ich will dir diesen Beruf auch nicht schlecht machen, aber als ich damals mit Anfang 20, damals noch mitten im Studium, angefangen habe, dachte ich, das es gutes Geld wäre (klar, für einen Studentenjob ist es gut bezahlt). Aber um ein Leben aufzubauen, ist es eindeutig zu wenig.
Hast du schonmal überlegt, ob du dich an einer staatlichen Schule als Lehrkraft bewerben könntest. Normalerweise braucht man ja ein Staatsexamen, aber es gibt auch immer mal Glücksgriffe, wo man als Quereinsteiger beginnen kann.

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Re: Wie kann ich DAF Erfahrung sammeln?
geschrieben von: ChristianeB ()
Datum: 04. Oktober 2013 20:59

Hallo Micki,

Danke für deine Antwort. ich glaub, bei Schulen habe ich nicht wirklich eine Chance. Hatte ich auch mal einzen versucht und nie wieder etwas gehört. Wie lebtst du denn davon? Akquirierst du auch selbet Firmen, denn die zahlen doch eigentlch sehr gut. Das Problem ist doch eigentlich eher die zwischengeschaltete Sprachschule, oder?
Wieviel nimmst du denn pro Stunde, wenn ich mal so direkt fragen darf?

Danke und LG,
Christiane

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Re: Wie kann ich DAF Erfahrung sammeln?
geschrieben von: slowhand ()
Datum: 04. Oktober 2013 21:30

Christiane,

wenn du DaF-Erfahrung sammeln willst und es dir zeitlich wie finanziell leisten kannst, dann biete dich bei einem privatwirtschaftlich operierenden Institut als Hospitantin an und schaue einem/einer erfahrenen DaF-Dozenten/in intensiv über die Schulter. Mindestens vier Wochen lang und am besten nicht in einem Institut, das vorwiegend BAMF-Kurse fährt.

Lass dir die Hospitation mit Std. bescheinigen, möglichst auch mit Probeunterrichtsstunden, und gehe die Sache dann beim GI an. Wenn du einigermaßen Geld verdienen willst, konzentriere dich auf Selbstzahler-/Studentenkurse. Bei den BAMf-Kursen kannst du nichts verdienen. Die Hochschulkurse (Niveaus B2-C1) sind zwar arbeitsintensiv, machen aber Spaß, fordern einen und befähigen einen nach einiger Zeit, selbstbewusst auch Firmen zu akquirieren.

Abschließend möchte ich mich den Foristen/Kollegen anschließ0en, die zur Honorierung etwas geschrieben haben: Mach die Preise nicht kapuuter als sie bereits sind.

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Re: Wie kann ich DAF Erfahrung sammeln?
geschrieben von: Micki ()
Datum: 04. Oktober 2013 22:11

Hallo Christiane,

ich bin 2010 aus dem DaF-Bereich ausgestiegen, weil ich damals während eines Integrationskurses eine Bronchitis bekam und eine Woche nicht arbeiten konnte. Da fiel bei mir der Groschen, dass ich es absolut nicht mehr einsehe, mich krumm und buckelig zu arbeiten, ohne im Krankheitsfall irgendwie abgesichert zu sein. Ich habe seitdem nicht mehr im DaF-Bereich gearbeitet und werde es auch nicht mehr tun, solange die Verhältnisse sich nicht bessern. Da ich davon ausgehe, dass sich die Verhältnisse sogar eher verschlechtern, werde ich gar nicht mehr in diesem Bereich arbeiten, auch wenn es mein Traumberuf war.

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Re: Wie kann ich DAF Erfahrung sammeln?
geschrieben von: Credentia ()
Datum: 05. Oktober 2013 00:20

Zitat

Und Germanistische Sprachwissenschaft hat mich immer sehr interessiert (insbesondere Syntax). Hinzu kommt, ich plane eine Promotion und ich will einfach nicht wieder einen Job haben, wo ich 50% drauf steht aber eigentlich 100% verlangt wird, da man ansonsten gehen kann. Gibt es hier denn niemanden, der zufrieden ist?

Fachlich komme ich aus derselben Ecke (Linguistk mnit Schwerpunkt Grammatikschreibung) und verstehe daher sehr gut, dass Dich das fasziniert,. Geht mir auch so. Damit die Faszination aber anhält, muss man auch etwas haben, von dem man leben kann. Ich bin mittlerweile aus DaF ganz ausgestiegen (obwohl ich mich in diesem Bereich mal mit einem kontrastiven Thema zu einem syntaktischen Problem des Deutschen und verschiedenen anderen Sprachen habilitiert hatte) und mache seitdem hauptsächlich Lehrerbildung für Englisch als Fremdsprache in Non-Profit-Projekten. Im Prinzip lebe ich von einem kleinen einheimischen Gehalt in Nepal und Einnahmen aus meinen Büchern, die sich zumindest so gut verkaufen, dass ich davon unabhängig von anderen Quellen recht gut leben kann.

Nur so konnte/kann ich mir einigermaßen treu bleiben; gegen jede Art von Tätigkeit, die Du erwähnt hast, habe ich von jeher eine starke Abneigung gehabt; ich könnte so etwas einfach nicht machen. Und "illoyale" Unternehmen, die Du erwähnst, können mir gestohlen bleiben, sind für mich ein Gräuel und dekadente Auswüchse eines Turbokapitalismus, Ist einfach nichts, das meine Zeit und Energie wert wäre! Viel Glück bei der Suche nach Alternativen!

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Re: Wie kann ich DAF Erfahrung sammeln?
geschrieben von: Redeker, Bangkok ()
Datum: 05. Oktober 2013 06:05

Guten Morgen ChristianeB,

wenn sich in Ihrer Nähe ein Goethe-Institut findet, gibt es dort eventuell eine Praktikumsstelle.

Ein anderer "Arbeitgeber" sind die vielgescholtenen VHSen.

Einige Angebote im Forum "Stellenangebote und Honorartätigkeiten" richten sich ausdrücklich an Einsteiger, Studenten und "Germanisten".

Haben Sie es schon mit einem Stellengesuch probiert?

Sie haben in Ihrer vorigen Beschäftigung "Kunden" akquiriert. Können Sie diese Erfahrung nicht auf die neue "Kundschaft" übertragen und Initiativbewerbungen bei Sprachinstituten und Werbeanrufe bei Firmen machen?


Viel Glück!


Mit freundlichen Grüßen

Michael Redeker

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Re: Wie kann ich DAF Erfahrung sammeln?
geschrieben von: Credentia ()
Datum: 05. Oktober 2013 09:32

Zitat

Sie haben in Ihrer vorigen Beschäftigung "Kunden" akquiriert. Können Sie diese Erfahrung nicht auf die neue "Kundschaft" übertragen und Initiativbewerbungen bei Sprachinstituten und Werbeanrufe bei Firmen machen?

Das passt nicht für jeden, denn zeitweilig mal für eine Klitsche, VHS oder das GI zu arbeiten bei den bekannten schlechten und mehr als fragwürdigen Bedingungen kann sich vielleicht jemand leisten, der gerade sein Studium abgeschlossen hat und seinen Weg noch finden muss. Es ist sicfher nichts für jemand, der schon "gesetzter", verheiratet und damit "etabliert" ist und auf ein bestimmtes Einkommen angewiesen ist.

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Re: Wie kann ich DAF Erfahrung sammeln?
geschrieben von: ChristianeB ()
Datum: 05. Oktober 2013 11:39

Hallo zusammen,
vielen Dank für den ganzen Input. Ich werde einige Ideen versuchen umzusetzen. Und bitte keine Bedenken bezüglich "Gehälter drücken" bei DaF, da bin ich kein Typ zu, der das -wenn überhaupt-lange mitmacht. Da ich bald freigestellt (unter Lohnfortzahlung) bin, kann ich mir auch wirklich leisten, unentgeldlich reinzuschauen.
@Slowhand: Was genau ist ein privatwirtschaftlich operierenden Institut? Sprry, komme aus der freien Wirtschaft und kenne öffentlichen Dienst leider kaum. Ich habe halt nur das Problem, dass ich nur Teilzeit arbeiten kann, aber wenn ich etwas freiwillig und unentgeldlich mache, dürfte das ja vielleicht kein Problem sein.
@ M. Redeker: Ja, es ist auch meine Idee, das wenn, dann komplett freiberuflich ohne "Zwischenhändler" Sprachschule zu machen, allerdings brauche ich natürlich erst Erfahrungen...ansonsten wird die Akquise etwas peinlich.
@ Cresentia: Es ist genau mein Anliegen, endlich das zu machen, was man möchte (auch wenn man finanziell stark zurück steckt), mir sind Autos und andere Güter völlig unwichtig.
Dennoch ich habe nun verstanden, dass das ganze DaF Thema schwierig ist. ich werde deshalb mehrgleisig fahren (so lange ich freigestellt bin). Versuchen DaF ERfahrung zu sammeln und einen Teilzeit Job finden. Denn erst wenn ich Erfahrungen habe, kann ich ja wirklich beurteilen, ob es wirkich mein Traum ist oder ich nur der Idee aufgesetzt bin `das Gras ist auf der anderen Seite grüner´.LG, Chrstiane

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Re: Wie kann ich DAF Erfahrung sammeln?
geschrieben von: aw ()
Datum: 05. Oktober 2013 22:29

Hallo Christiane,
dass Geisteswissenschaftler auch in die Wirtschaft gehen können, ist nicht neu. Ich kenne mehrere Philologen, die das gemacht haben. Als ich studiert habe, wurde aber immer wieder gesagt, dass die freie Wirtschaft nur in guten Zeiten darauf zurückgreift, wenn Personalmangel ist. Hat man den Einstieg gefunden und bringt Erfahrung mit, ist das natürlich was anderes. Mich hat das aber sowieso nie interessiert, mir war fachliche Arbeit, die mit meiner Ausbildung zu tun hat, wichtiger. Aber ich bin ja auch nicht Germanist.

Wenn du schon DaF machen willst, dann professionell mit Firmen-Akquise usw., davon kann man dann auch leben. Aber das erfordert wiederum von Selbständigen mehr als Teilzeit-Arbeit und viel (zunächst) unbezahltes Engagement, bis man genug Kunden hat, was du ja nicht aufbringen willst. Ohne Erfahrung wird man kaum gut zahlende Kunden finden. Ohne viel Zeitaufwand kann man nur bei "anspruchsloseren" Kunden (Schulen) arbeiten - ein Teufelskreis, weil die Branche von diesen Anfängern lebt, die nur mal Erfahrung sammeln wollen.

Die Idee mit der Hospitation ist für die Lage der Lehrkräfte ziemlich kontraproduktiv. Eine Schule kann nicht über die Köpfe von Selbständigen hinweg entscheiden, Hospitanten in den Unterricht zu schicken.
Der Weg muss anders sein: Man sucht freiberufliche Lehrkräfte und fragt diese, ob man bei ihnen hospitieren kann. Die Lehrkraft nimmt den Hospitanten dann zu verschiedenen Kunden mit (und wenn sie wirklich selbständig ist, hat sie VERSCHIEDENE Auftraggeber). Der Kunde (= Sprachschule/GI/VHS/Teilnehmer) wird natürlich gefragt, ob das für ihn ok ist. Aber man fragt niemals bei einem Kunden an, ob man dort hospitieren kann. Oder sind die Lehrkräfte etwa weisungsgebunden und müssen sich das gefallen lassen?? Sind die Sprachschulen etwa verkappte Arbeitgeber??? ...

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Re: Wie kann ich DAF Erfahrung sammeln?
geschrieben von: ChristianeB ()
Datum: 06. Oktober 2013 11:54

Hallo aw, danke für deinen Hinweis.Mir ist klar und das war immer die Idee, dass nur selbst-akquirierte Kunden einen wirklich über Wasser halten, aber bevor man das machen kann, mus man am Ende doch auch igendwann mal paktiche Erfahrung sammeln, nur als Hospitantin mitzugehen wird sich ja nicht verkaufen lassen...was sind denn eigentlich Stundenlöhne,die nicht dumping ist und wo bekommt man die? 15Euro/h, wie hier auch gerade von einer Sprachschule aus berlin ausgeschrieben wird, ist natürlich inakzetabel (im übringen selbst für mich). danke und L, Christiane

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Re: Wie kann ich DAF Erfahrung sammeln?
geschrieben von: Joseph Roth ()
Datum: 06. Oktober 2013 16:46

Stundenlöhne gibt es ja bei Honorarlehrern nicht und eine Festanstellung ist eher selten. Interessant ist also das Honorar, das man für eine Unterrichtseinheit von 45 Minuten bekommt. Preislich kann man sich an den Sprachschulketten (Berlitz, Inlingua, Kern etc. ) orientieren. Die bieten eine Unterrichtseinheit wohl kaum wesentlich billiger als 50 Euro an. Du bist zwar noch Anfängerin, aber im Gegensatz zu den meisten "Sprachtrainern" in diesen Instituten hast du ein geisteswissenschaftliches Studium absolviert und kannst auf jeden Fall mindestens 40 Euro verlangen und das dann sukzessive erhöhen. Die Lernenden bekommen dann einen besseren Unterricht für weniger Geld und werden sich bestimmt nicht beschweren.

Ich würde dir aber trotzdem auf jeden Fall empfehlen nebenbei ein DaF-Studium zu absolvieren. Am besten eigentlich an einer Universität, zur Not aber auch über ein Fernstudium. Da führt eigentlich kein Weg dran vorbei.

Um mit diesem Beruf über die Runden zu kommen, muss man allerdings auch organisatorisch recht fit sein. Das dürfte aber aufgrund deiner Erfahrungen in der Wirtschaft kein Problem sein. Prinzipiell sind also die Voraussetzungen bei dir vorhanden. Einfach wird es aber trotzdem nicht und als Teilzeitjob ist es natürlich besonders schwierig. Aber einfach war es bei deinem bisherigen Job ja auch nicht.

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