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DAAD-Ausschreibungen Lektorate ab 2014
geschrieben von: ellschen ()
Datum: 20. Oktober 2013 15:32

Liebe DaF-LehrerInnen,

seit kurzem sind die Ausschreibungen des DAAD für die Lektorate ab Sommer/Herbst 2014 raus.
Was haltet Ihr davon? Lohnt sich eine Bewerbung, wenn man noch nie für den DAAD gearbeitet hat oder noch nie vom DAAD gefördert wurde?
Wie laufen die Vorstellungsgespräche ab? Es soll ein großes Gremium aus Professoren etc. sein, die den Bewerber befragen.

Herzliche Grüße
ellschen

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Re: DAAD-Ausschreibungen Lektorate ab 2014
geschrieben von: Redeker, Bangkok ()
Datum: 20. Oktober 2013 16:01

Guten Abend ellschen,

wenn Sie in das Profil eines DAAD-Lektors, einer DAAD-Lektorin passen,

bewerben Sie sich!

(Ich war DAAD-Lektor.)


Mit herzlichen Grüßen

Michael Redeker

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Re: DAAD-Ausschreibungen Lektorate ab 2014
geschrieben von: shams ()
Datum: 20. Oktober 2013 18:52

Ja, bewerben lohnt sich auf jeden Fall - wenn dein Profil auf den Ausschreibungstext passt.

Die Anforderungen sind sehr unterschiedlich, je nach Einsatzgebiet.


Alles Gute und viel Erfolg.

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Re: DAAD-Ausschreibungen Lektorate ab 2014
geschrieben von: Joseph Roth ()
Datum: 21. Oktober 2013 12:41

Bis zu einem Vorstellungsgespräch muss man erst einmal kommen. Für manchen Länder gibt es mehr als 700 Bewerber und nur etwa 15 werden zu den Gesprächen eingeladen und für vielleicht 5 Personen gibt es dann eine Stelle. Dann muss man allerdings flexibel sein und kann sich nicht auf einen Ort konzentrieren. Es kann nämlich sein, dass eine Stelle unter der Hand vergeben ist. d.h. wenn zum Beispiel der Vertrag eines DAAD-Lektors abgelaufen ist und er im gleichen Land wieder unterkommen möchte. Offiziell wird dann die Stelle ausgeschrieben, aber im Grunde genommen ist sie schon weg.

In der Professorenrunde sind so ca. 8 Professoren, wobei wohl meistens einer davon Muttersprachler des ausgeschriebenen Landes ist. Die Sprachkenntnisse der Bewerber werden dann auch getestet. Mit Sicherheit trifft dies allerdings nicht für alle Länder zu.

Eine kleine Hürde gibt es schon vorab: man braucht eine Art Gutachten eines Professors. Wenn man noch nicht allzu lange von der Uni weg ist, sollte das aber kein Problem sein.

Man muss allerdings auch bedenken, dass die Verträge zeitlich befristet sind. Ich glaube es sind Maximum 6 Jahre. Was macht man danach? Sich dann wieder in Deutschland einzugliedern ist wohl gar nicht so einfach und die Kontakte um einen eigenen Kundenkreis aufzubauen sind dann ja auch nicht mehr vorhanden.

Das hängt aber alles, wie die Anforderungen, vom Einsatzgebiet ab.
Die Chancen eine Stelle zu bekommen natürlich auch, denn es gibt bestimmt Länder, die nicht so begehrt sind.

Ich würde dir also auf jeden Fall empfehlen dich zu bewerben. Ausschlagen kannst du eine Stelle ja immer noch.

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Re: DAAD-Ausschreibungen Lektorate ab 2014
geschrieben von: Credentia ()
Datum: 21. Oktober 2013 18:35

Zitat

Das hängt aber alles, wie die Anforderungen, vom Einsatzgebiet ab.

Man muss vor allem der deutschen Kulturpolitik im Ausland Gutes tun wollen, das heißt hier "politisch korrekt" sein - eine der ungenannten, aber doch wichtigsten Anforderungen.

Kann dann auch schon mal sein, dass man die Wohnung gekündigt hat, wenn man eine Zusage bekam vom DAAD, aber dennoch auf dem Camping-Platz übernachten musste, weil sich die Ausreise einfach verzögert, nachdem der DAAD mit dem bürokratischen Procedere nicht klarkam. Im Winter ist ein Camping-Platz in der Regel eine Zumutung. Wer also ganz sicher gehen will, der sollte es dann nur im Sommer versuchen.

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Re: DAAD-Ausschreibungen Lektorate ab 2014
geschrieben von: shams ()
Datum: 21. Oktober 2013 20:00

Hm, Kritik gut und schön. Aber ich habe den Eindruck, dass hier im Forum wirklich jeder potenzielle Auftrag- oder Arbeitgeber schlecht geredet wird.

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Re: DAAD-Ausschreibungen Lektorate ab 2014
geschrieben von: Joseph Roth ()
Datum: 21. Oktober 2013 21:47

Ist der DAAD denn überhaupt der Auftraggeber oder Arbeitgeber? So ganz klar ist das jedenfalls nicht und ich finde schon, dass man auf gewisse Gefahren hinweisen sollte.

Credentias Einwände sind jedenfalls durchaus berechtigt. Man sollte also auf jeden Fall einige Sachen vorher abklären und sich absichern. Man kann ja zum Beispiel vertraglich regeln, dass der DAAD, falls sich die Ausreise verzögert, für Hotelkosten aufkommen muss. Die genauen Konditionen sollten auch bis ins Detail geklärt werden und wenn die nicht stimmen, dann nimmt man die Stelle eben nicht an.

Mit Naivität kommt man auf jeden Fall nicht weiter und man kann da in eine böse Falle tappen. Wenn die Konditionen dann aber stimmten ist es doch um so besser!

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Re: DAAD-Ausschreibungen Lektorate ab 2014
geschrieben von: Redeker, Bangkok ()
Datum: 22. Oktober 2013 05:47

shams schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hm, Kritik gut und schön. Aber ich habe den
> Eindruck, dass hier im Forum wirklich jeder
> potenzielle Auftrag- oder Arbeitgeber schlecht
> geredet wird.


Den Eindruck habe ich auch schon lange.

Das Berufsleben ist für manche bittere Zeitgenossen voller böser, klitschiger Fallgruben.

Wer sein Leben nicht in Buxtehude, Gelsenkirchen oder Remscheid am staatlich gewärmten Herd (bis ins Detail geklärter Karriere- und Pensionsplan, bitte!) verbringen will, muss auch mal etwas riskieren.

Da draußen ist eine Welt...


Mit herzlichen Grüßen

Michael Redeker

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Re: DAAD-Ausschreibungen Lektorate ab 2014
geschrieben von: DaF2000 ()
Datum: 22. Oktober 2013 07:26

Redeker, Bangkok schrieb:
-------------------------------------------------------
> shams schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> > Hm, Kritik gut und schön. Aber ich habe den
> > Eindruck, dass hier im Forum wirklich jeder
> > potenzielle Auftrag- oder Arbeitgeber schlecht
> > geredet wird.
>
>
> Den Eindruck habe ich auch schon lange.
>
> Das Berufsleben ist für manche bittere
> Zeitgenossen voller böser, klitschiger
> Fallgruben.
>
> Wer sein Leben nicht in Buxtehude, Gelsenkirchen
> oder Remscheid am staatlich gewärmten Herd (bis
> ins Detail geklärter Karriere- und Pensionsplan,
> bitte!) verbringen will, muss auch mal etwas
> riskieren.
>
> Da draußen ist eine Welt...
>
>
> Mit herzlichen Grüßen


Darum geht es doch gar nicht. Niemand von uns will hartzen, nur will jeder eine angemessene Honorierung und Vergütung seiner Arbeit.

Sie als ehemaliger DAAD-Stipendiat hangeln sich doch auch nur von Jahres- zu Jahresvertrag, und das trotz einer sicher hohen Qualifizierung.

Selbst mit Risiko ist es doch nicht allen vergönnt, angemessen zu verdienen. Es gibt einfach zu wenige gute Stellen im DaF-Bereich.

Ich bin volles Risiko gegangen und bin richtig selbständig, nicht zum Schein. Für mich hat sich das bisher mehr als gelohnt. Aber auch dabei muss ich mich immer wieder über Dumpingangebote ärgern, wenn ich bei potentiellen Auftraggebern vorstellig werde und höre, dass man mich um das Vierfache unterboten hat. Schlimm genug, wenn diese Dumpingangebote dann auch noch von staatlich unterstützter Seite kommen. Das zeigt doch, dass Klitschen und Institute auch die Arbeit und die Aufträge von tatsächlich selbständig arbeitenden DaFlern negativ beeinflussen.

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Re: DAAD-Ausschreibungen Lektorate ab 2014
geschrieben von: Credentia ()
Datum: 22. Oktober 2013 08:29

Zitat

Das Berufsleben ist für manche bittere Zeitgenossen voller böser, klitschiger Fallgruben.


Genau. Und das vor allem dann, wenn z.B. DAAD.-Lektoren für ihre Uni Ortskräfte anwwerben, diese mit unzureichenden Informationen vor der Ausreise versorgen und dann hängen lassen, wenn es zu Problemen wie beim mir damals in Marokko kommt.

So jemand wie dieser DAAD-Lektor will ja nur selber gut dastehen.... Ich nenne so etwas "Verheizen".

Und genau das ist immer ausnahmslos bei diesen Auslandsjobs deutscher Kulturpolitk der Fall, wenn unerfahrene Ortkräfte angeworben werden. Verchweigen, vertuschen, keine Verantwoertung übernehmen wollen, sich billig herausreden, Informationen zurückhaklteen, die lebenswichtig für die Vorbereitung für eine solchen Einsatz sind (weil man sonst ehert Bewerber abschreckt) - das genau ist der Mix, der nicht nur unethisch ist, sondern aucg genau der Möglichkeit, als mündiger Mensch eine Entscheidung über Risiken zu treffen, zuwiderläuft.

Und genau das representären Sie mit Ihrem Input!

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Re: DAAD-Ausschreibungen Lektorate ab 2014
geschrieben von: shams ()
Datum: 22. Oktober 2013 13:25

Credentia,

deine gemachten negativen Erfahrungen sind bedauerlich, aber doch nicht dem DAAD als Institution anzulasten.

Der genannte Lektor in Marokko hat sich ja wohl ganz klar inkorrekt verhalten! Das gehört sich einfach nicht, Leute anzuwerben und sie dann hängen zu lassen.

Aber sicher haben andere Ortskräfte mit anderen DAAD-Lektoren andere Erfahrungen gemacht. Das sind doch ganz individuelle Geschichten.

Ich selbst habe beim Lesen hier im Forum einfach zunehmend den Eindruck, dass grundsätzlich alles und jeder schlecht geredet wird. Egal ob Sprachschulen, VHS, Goethe-Institut, DAAD...

Wo sind denn die positiven Gegenbeispiele? Ich habe gar nichts gegen kritische, auch negative, Beiträge. Die halte ich für wichtig und bereichernd.

Mir fehlt einfach die Ausgewogenheit. Positiven oder neutralen Gegenbeispielen wird gar keine Chance gegeben, da sofort Punkte gefunden werden, die ganz ganz schlimm und schrecklich sind.

Irgendwie scheint das hier so eine Art Selbstläufer zu sein..

Die Negativspirale setzt sich endlos fort…

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Re: DAAD-Ausschreibungen Lektorate ab 2014
geschrieben von: Credentia ()
Datum: 23. Oktober 2013 07:49

Zitat

deine gemachten negativen Erfahrungen sind bedauerlich, aber doch nicht dem DAAD als Institution anzulasten.

Es geht nicht allein um diese individuellen Erfahrungen, das ist schon lange her, und ich habe daraus gelernt und meine Konsequenzen gezogen. Wenn ich aber hier die Stellenangebote diverser Anbieter wie GI usw. sehe, dann drängt sich mir der Eindrtuck auf, dass sich da gar nichts geändert hat und dass die organisierte Verantwortungslosigkeit weiter mit zum System gehört. Das gehört angeprangert, denn ich bin der Meinung, dass zu einer mündigen Entscheidung auch die volle Transparenz - sprich Info und Aufklärung - gehört. Die wird aber nicht geliefert, sondern es wird weiterhin bewusst verscwiegen und vertuscht, weil man sonst abschrecklen würde und keine geeigneten Bewerber für diese Art von Cowvboy-Jobs findet. Verschleierungsversuche für solche "Stellen" haben wir hier im Forum schon oft erlebt.


Zitat

Wo sind denn die positiven Gegenbeispiele? Ich habe gar nichts gegen kritische, auch negative, Beiträge. Die halte ich für wichtig und bereichernd.

Vielleicht gibt es gar keine, weil es man nicht schönreden kann, was nicht "schön", sondern nackte Realität ist.

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Re: DAAD-Ausschreibungen Lektorate ab 2014
geschrieben von: Pat1980 ()
Datum: 23. Oktober 2013 11:01

Zitat

Es geht nicht allein um diese individuellen Erfahrungen, das ist schon lange her, und ich habe daraus gelernt und meine Konsequenzen gezogen. Wenn ich aber hier die Stellenangebote diverser Anbieter wie GI usw. sehe, dann drängt sich mir der Eindrtuck auf, dass sich da gar nichts geändert hat und dass die organisierte Verantwortungslosigkeit weiter mit zum System gehört. Das gehört angeprangert, denn ich bin der Meinung, dass zu einer mündigen Entscheidung auch die volle Transparenz - sprich Info und Aufklärung - gehört. Die wird aber nicht geliefert, sondern es wird weiterhin bewusst verscwiegen und vertuscht, weil man sonst abschrecklen würde und keine geeigneten Bewerber für diese Art von Cowvboy-Jobs findet. Verschleierungsversuche für solche "Stellen" haben wir hier im Forum schon oft erlebt.

Entschuldigung, aber einen Job als DAAD-Lektor mit einer Bezahlung um 2500 € für 10-12 Stunden Unterricht/Woche, bezahlten Heimflügen, der Möglichkeit auf gute Vernetzung und Kontakte und einem zehnmonatigen Rückkehrerstipendium für die Reintegration in den heimischen Markt als "Cowboy-Job" zu bezeichnen, bei dem Informationen vertuscht und verschwiegen werden, ist einfach nicht richtig!

Auch kann ich nicht verstehen, wie man aus einer negativen Erfahrung mit einem Lektor gleich den Schluss ziehen kann, dass alle so sind. Das ist einfach eine grobe Verallgemeinerung! Ich selber habe in Asien als Ortskraft mit zwei DAAD-Lektorinnen zusammengearbeitet, die beide sehr zuverlässig waren, mir teilweise gegen Widerstände der Uni eine bessere Bezahlung ausgehandelt haben, bei Krankheit mit mir ins Krankenhaus gefahren sind, mich ideell unterstützt haben etc.

Ich gebe Dir hinsichtlich der Praxis am GI, Honorarkräfte systematisch unterzubezahlen, vollkommen recht. Das kann man aber nicht auf die DAAD-Lektorate übertragen, wo die Situation eine komplett andere ist.

Beste Grüße
Pat

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Re: DAAD-Ausschreibungen Lektorate ab 2014
geschrieben von: shams ()
Datum: 23. Oktober 2013 12:54

Ja, sehe ich ähnlich wie Pat.

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Re: DAAD-Ausschreibungen Lektorate ab 2014
geschrieben von: Joseph Roth ()
Datum: 23. Oktober 2013 22:38

DaF2000 schrieb:

> Ich bin volles Risiko gegangen und bin richtig
> selbständig, nicht zum Schein. Für mich hat sich
> das bisher mehr als gelohnt.

Ist das denn nicht positiv? Diese positiven Beispiele werden ja kaum kommentiert, besonders nicht von denen, die sich darüber beschweren, dass alles niedergemacht wird.

Solch positive Beispiele wird man aber nicht im Umkreis des Goethe-Insitut oder der VHS finden und bei den Klitschen schon gar nicht. Ein Weg aus der Misere kann nur außerhalb dieser Kreise geschehen und es gibt ja weitere interessante Projekte, wie etwa LinQua.

Zum DAAD: es kommt immer darauf an, mit was man vergleicht. Vergleiche ich die Konditionen mit denen eines Botschaftsangestellten oder gar mit denen des Botschafters, so steht der Lektor ziemlich schlecht da. An für sich ist er ja auch ein deutscher Botschafter, aber Kultur erfährt nun einmal eine geringere Wertschätzung.

Vergleiche ich die Konditionen mit denen eines GI-Angestellten im gleichen Land, so sieht es wahrscheinlich wieder besser aus. Ganz zu schweigen von den einheimischen Lektoren, die oft nur einen Bruchteil davon verdienen.

Die zeitliche Befristung kann natürlich auch ein Problem sein, insbesondere da es in diesem Bereich ja beim besten Willen nicht allzu viele gut bezahlte Jobs in Deutschland gibt. Vielleicht wäre es da ja besser, wenn die Stellen nicht automatisch zeitlich befristet wären. Die Lektoren an deutschen Universitäten haben oft ein ähnliches Problem. Es kann jedoch für das Institut ein großer Vorteil sein, wenn ein Lektor einen unbefristeten Vertrag hat. Bei meiner Italienischlektorin war es jedenfalls so. Trotz ihres unbefristeten Vertrages war sie vielleicht die engagierteste Dozentin überhaupt am Institut.

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Re: DAAD-Ausschreibungen Lektorate ab 2014
geschrieben von: Redeker, Bangkok ()
Datum: 24. Oktober 2013 06:04

Guten Morgen Herr Roth,

ich habe hier mehrfach darum gebeten, dass das Kooperationsmodell von LinQua hier vorgestellt und erläutert wird. Das wurde lustlos abgewiesen.

Zitat


Wenn Ihr (LinQuas) unternehmerischer Ansatz die Strukturen von Sprachschulen (Räumlichkeiten, Werbung, Büropersonal, Verwaltung) ersetzt und in der Kooperative gerechtere und bessere Honorare/Löhne für die Sprachlehrer erreicht, sollten doch die bestehenden Institute (Berlitz, inlingua, VHSen, GI usw.) qualitativ vom Markt gedrängt werden können?

Wenn Sie die Kontrolle behalten möchten, könnten Sie Ihr Konzept verkaufen oder Konzessionen/Franchisen anbieten.



Da LinQua bei der Entwicklung einer neuen Prüfung als "Arbeitgeber" auftritt, habe ich kritisch nach dem Zweck und der Rahmenplanung dieses Tests gefragt, wurde dann aber mit schmollendem Schweigen abgestraft.

Und DaF2000 (?) deutet zwar an, dass er/sie mit selbstaquirierten Firmenkursen
ein gutes Einkommen erreicht, hat aber vielleicht guten Grund "der Konkurrenz" nichts weiter zu verraten.
____________________________________________________________

Das Klitschenkrakeelen ist in diesem Forum wirklich zu einem reflexhaften Selbstläufer geworden.

____________________________________________________________

Die vom DAAD geförderten Lektorate sind die anspruchsvollsten und arbeitsreichsten Stellen, die ein Germanist im Ausland erreichen kann.

Lektoren werden institutionell unterstützt und finanziell großzügig ausgestattet. (Und können damit dem GI als Argument gegen deren Ortskraftgehaltsvorstellungen entgegen gehalten werden.) Nur ist es wirklich schade, dass die Stellen zeitlich befristet sind. In welchem anderen "Job" gibt es z. Bsp. ein Rückkehrerstipendium?

Ich kann jedem gut ausgebildeten, ehrgeizigen Germanisten nur raten, sich schon während seines Studiums an den Anforderungen des DAAD zu orientieren.



Mit herzlichen Grüßen

Michael Redeker

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Re: DAAD-Ausschreibungen Lektorate ab 2014
geschrieben von: DaF2000 ()
Datum: 24. Oktober 2013 07:11

Und DaF2000 (?) deutet zwar an, dass er/sie mit selbstaquirierten Firmenkursen
ein gutes Einkommen erreicht, hat aber vielleicht guten Grund "der Konkurrenz" nichts weiter zu verraten.

Weder zu LinQua noch zu DAAD kann ich was sagen, weil ich mich damit nicht beschäftigt habe und auch keine Erfahrungen vorweisen kann.

Warum das Fragezeichen hinter meinem Kürzel? Würde ich meinen wirklichen Namen verwenden, könnte ich nicht das schreibe, was ich schreibe. Anonymität im Internet ist ein hohes, schützenswertes Gut, auch wenn Kanzlerin Neuland das vielleicht anders sieht.

Was gibt es da zu verraten? Es ist kein Hexenwerk, nichts Kompliziertes. Sich in seiner Umgebung nach potentiellen Arbeitgebern umschauen, einen Businessplan machen mit Kalkulation des eigenen Honorars, Firmen anschreiben, Klinken putzen, Internetseite machen oder machen lassen, Schulungen selbst anbieten, ohne auf Firmen angewiesen zu sein usw. Im Internet gibt es unzählige hilfreiche Webseiten dazu, einen Link habe ich schon eingestellt.

Was Materialien, Didaktik etc. betrifft, ist es natürlich mit Kursbuchumblättern nicht getan. DaFler können sich auch auf anderen Gebieten behaupten als in klassischen Sprachkursen. Hierbei denke ich etwa an Deutsch für Verhandlungen für hohe Manager, wobei man natürlich Ansätze einfließen lassen sollte, die nichts mit Grammatik zu tun haben, sondern mit Verhandlungstaktiken. Oder Schulungen in Telefondeutsch für Callcenter. Oder Schulungen in Richtung Bewerbungstraining. Aber auch für klassische Sprachkurse zahlen Firmen Unmengen mehr als das, was man von Klitschen oder vom GI bekommt.

Genug "verraten"?

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Re: DAAD-Ausschreibungen Lektorate ab 2014
geschrieben von: Credentia ()
Datum: 24. Oktober 2013 20:38

Zitat

Das zeigt doch, dass Klitschen und Institute auch die Arbeit und die Aufträge von tatsächlich selbständig arbeitenden DaFlern negativ beeinflussen.

Genau das ist doch deren Geschäftsmodell!

Was am Ende dabei rauskommt, ist oft mittelmäßiger als nur mittelmäßig!
Deutsche "Kultur"politik im Ausland und Inland, ick hör dir trapsen!

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Re: DAAD-Ausschreibungen Lektorate ab 2014
geschrieben von: Credentia ()
Datum: 24. Oktober 2013 20:57

Zitat
Redeker
Das Klitschenkrakeelen ist in diesem Forum wirklich zu einem reflexhaften Selbstläufer geworden.

So muss es auch sein, bis jeder begriffen hat, dass es sich um ein Geschäftsmodell handelt, dass nutzlos und überflüssdig ist und für das Geld, was bezahlt wird, keine adäquate Gegenleistung anbietet.

Man sollte für solche Betreiber überhaupt nicht arbeiten, wenn man in seinem Leben nicht der Loser sein will...

Und wer "nur" Germanistik studiert hat, dann ein DAAD-Lektorat absolviert hat, um sich dann nachher von Jahresvertrag zu Jahresvertrag zu hangeln _ welche Perspektiven biet das denn?

Da verkaufe ich doch lieber eins meiner Fachbücher, das über 300 Euro kostet im Buchhandel. Das Thema ist aber natürlich nicht germanistisch; dass man auf verschiedenen Hochzeiten, wenn denn nötig, tanzen kann - darauf sollte man schon während des Studiums bei der Wahl der Haupt- und Nebenfächer achten. Ich habe das auch getan, und nach einigen anfänglichen Disastern eigentlich immer gut damit gefahren.

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Re: DAAD-Ausschreibungen Lektorate ab 2014
geschrieben von: Kristin3 ()
Datum: 25. Oktober 2013 10:09

Hallo,

ich habe eine Frage an alle, die sich bewerben oder schon mit den Anforderungen auseinandergesetzt haben: Braucht man in diesem Jahr tatsächlich noch ein Gutachten eines Hochschullehrers? In den Ausschreibungen steht dazu nämlich nichts...

Kristin

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