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E-Mail-Infobrief Deutsch als Fremdsprache - WWW-Archiv

Deutsche Bibliothek: ISSN 1439-3611

Der Infobrief Deutsch als Fremdsprache (E-DaF-Info) ist eine kostenlose Serviceleistung im Auftrag des Instituts für Internationale Kommunikation e.V. in Düsseldorf und Berlin für Lehrende und Lernende weltweit. Ziel ist insbesondere die Verwendung des Internet als Informations- und Lernmedium zu fördern.

E-DaF-Info Nr. 05/2021

Guten Tag zusammen,

Deutschland macht sich locker, dank der sinkenden Corona-Zahlen. In Düsseldorf darf man immerhin nach sieben Monaten (!) die Außengastronomie besuchen, mit Test und bei Dauerregen, 14 Grad maximal. Es sieht also gut aus für den Sommer, die Normalität kehrt Stück für Stück zurück. Und in unserem Fachbereich? Da sind wir noch lange nicht so weit und die Folgen der Pandemie noch nicht absehbar. Einen Aspekt der Entwicklung greift das Projekt „Digitale De- und Reterritorialisierung“ auf, dass wir in dieser Ausgabe vorstellen.

Wichtigster Termin gleich zu Beginn: die Digitale Jahrestagung Deutsch als Fremd- und Zweitsprache findet vom 3. bis 6. Juni 2021 statt.

Viele der auf der Tagung verhandelten Themen gehen am darauffolgenden Montag, den 7.6. mit dem FaDaF-Livestream „Digitale Deterritorialisierung“ im Rahmen der „Langen Nacht der Ideen“ des deutschen Auswärtigen Amtes noch in die Verlängerung. Hier ist Ihr Mitmachen erwünscht (siehe Beitrag 3).

Viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren unserer Tipps!


Freundliche Grüße vom Rhein

Ihr
Andreas Westhofen

E-Mail: online-redaktion + @ + deutsch-als-fremdsprache.de
(Adresse als Spamschutz zerlegt - einfach zusammensetzen)
Redaktionsschluss Ausgabe 06/2021: 11.06.2021

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1. Unterrichtsmodul: Deutschsprachige Musik: Max Giesinger, „Irgendwann ist jetzt“
Von Andreas Westhofen (Düsseldorf)

Max Giesinger ist der kreative Prototyp einer neuen Generation von Musikern. Der 33-jährige aus der Nähe von Karlsruhe verdankt seinen musikalischen Erfolg zeitgemäßen Konzepten in der Popwelt: Schon früh platzierte er Songs auf der Videoplattform Youtube und belegte bei der Musik-Castingshow "The Voice of Germany" den 4. Platz. Sein Debüt-Album (Laufen lernen, 2014) finanzierte er mit Crowdfunding. Max Giesinger ist nicht nur Sänger, Musiker und Texter, sondern tritt auch regelmäßig im deutschen Fernsehen als Juror in Musik-Castingshows auf.

Mit seinem Song „80 Millionen“ gelang Max Giesinger 2016 der musikalische Durchbruch. Die Single erreichte in den deutschen Charts den 2. Platz, hielt sich einige Wochen auf den vorderen Plätzen und wurde für den Verkaufserfolg mit drei Goldenen Schallplatten ausgezeichnet.

Das offizielle Musikvideo zu „Irgendwann ist jetzt“: Achten Sie auf den großen Abstand zwischen den Personen! Wirkt leblos und unbeholfen – aber immerhin war der Dreh mit den strengen Corona-Regeln vereinbar ...

Unter dem Video („Mehr ansehen“) ist der Songtest abgelegt. Diese Fassung lässt sich jedoch einfacher ausdrucken.

Youtube-Kanal von Max Giesinger.

Den Song „Irgendwann ist jetzt“ kann man in den bekannten Musikportalen als MP3-Datei erwerben oder streamen.

Vorentlastung:

Im Refrain des Songs gibt es eine Zeile, die Sie erklären sollten, um fehlerhafte Interpretationen und Missverständnisse gar nicht erst aufkommen zu lassen:

„Hab 120 Fragen, bin scheiß verwirrt“.

Umgangssprachlich „scheiß“, bedeutet in diesem Kontext so viel wie „sehr“, „außerordentlich“, „ausgesprochen“, „wirklich“ und fungiert als emotionale, umgangssprachlich-saloppe Verstärkung zum Adjektiv.

Das Adverb „irgendwann“ (zu irgendeinem, unspezifischen Zeitpunkt in der Zukunft) sollten Sie ebenfalls vorher klären, wenn es noch nicht bekannt sein sollte.

Den Widerspruch im Songtitel - „Irgendwann ist jetzt“ – ansprechen und im Sprachkurs als Vorentlastung diskutieren lassen. Bitte verweisen Sie nur darauf, dass der Widerspruch am Ende der Unterrichtssequenz noch einmal aufgegriffen wird. Thematisiert wird dies in der „Diskussion über Songtitel und Refrain“ (siehe unten).

Unterrichtsskizze:

Der Text lebt von vielen Wiederholungen des Songtitels, durch die die Dringlichkeit des Appells stilistisch verstärkt wird. Die Strophen sind durchweg sprachlich einfach formuliert und der Wortschatz entspricht - zumindest weitgehend - dem Goethe-Zertifikat B1.

Beim ersten Hören (Musik, Video lohnt sich nicht, siehe oben):

Den ganzen Song einmal komplett hören lassen. Die Lernenden konzentrieren sich darauf, was der Sänger machen möchte und notieren sich Stichworte. Dabei sollen sie sich am Leitwort „irgendwann“ orientieren, mit dem die Pläne eingeführt werden. Das Globalverständnis wird durch die vielen Wiederholungen im Songtext deutlich erleichtert.

Im Anschluss werden sie Stichworte gesammelt, Hypothesen über die Pläne des Sängers im Konjunktiv geäußert und im Sprachkurs diskutiert. Richtige Vermutungen bzw. richtig verstandene Pläne an der Tafel/dem Whiteboard notieren.

Beim zweiten Hören:

Die Lernenden konzentrieren sich beim zweiten Hören auf die im Kursgespräch gesammelten Pläne des Sängers. „Irgendwann“ fungiert dabei wiederum als akustische Hilfe beim selektiven Verstehen.

Diskussion über Songtitel und Refrain:

Nach dem zweiten Hören wird der komplette Liedtext ausgeteilt. Bei der Textarbeit konzentriert man sich jedoch nur auf den Refrain. Einstieg über den widersprüchlichen Songtitel (s. Vorentlastung). Wie stehen Songtitel und Refrain miteinander in Verbindung? Lassen Sie die Lernenden ausgehend von dieser Frage über den Text diskutieren und moderieren sie das Gespräch, ohne selbst Stellung zu beziehen. Erst wenn die Lernenden nicht verstehen, dass der widersprüchliche Songtitel im Refrain erklärt wird, lenken Sie die Diskussion in die richtige Richtung.

Refrain:
„Ich will nicht länger warten, dass was passiert
Hab 120 Fragen, bin scheiß verwirrt
Doch ich fang endlich an zu glauben
Dass alles, was ich brauche
Schon immer in mir steckt
Irgendwann ist jetzt
Irgendwann ist jetzt
Irgendwann ist jetzt“

Beim dritten Hören (fakultativ):

Einfach nur die Musik und den Text genießen, den man jetzt etwas sicherlich besser versteht. Viel Spaß mit dem Song!

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3. Fachartikel: Digitale De- und Reterritorialisierung – Mitmachen erwünscht!
Von Matthias Jung (FaDaF und IIK Düsseldorf/Berlin)

Im Rahmen der "Langen Nacht der Ideen" des Auswärtigen Amtes am Montag, den 7.6. (https://www.fadaf.de/de/aktuelles/), 21:00 Uhr, hat der Fachverband Deutsch- als Fremd- und Zweitsprache e.V. (FaDaF) ein Projekt zum Thema "Digitale Deterritorialisierung: Sprach- und Kulturvermittlung auf neuem Terrain" initiiert.

Dabei geht es in Kurzform u. a. um die Frage, die auch für Deutschlehrkräfte und Sprachkursanbieter im In- und Ausland eine große Bedeutung hat: Spielt es in der Welt der virtualisierten Deutschvermittlung noch eine Rolle, von wo ein Online-Kurs unterrichtet wird und ob sich die Teilnehmenden in Deutschland oder in ihrem Heimatland befinden? Technisch gesehen natürlich nicht, aber was bedeutet das für das kulturelle Lernen, das von der Sprachvermittlung nicht getrennt werden kann und immer wichtiger geworden ist. Wie werden in „Hybridkonzepten“ das territorialisierte Präsenzlernen und das de-territorialisierte Online-Lernen kombiniert und was bedeutet das für das kulturelle Lernen?

Hierzu gibt es u. a. eine international hochkarätig besetzen Diskussionsrunde mit vielen Einspielstatements und -aktionen aus der ganzen Welt. Es diskutieren: die Sprach- und Kulturwissenschaftler Albert Gouaffo aus Kamerun, Gerhard Lauer aus der Schweiz, Marion Grein und Coretta Storz aus Deutschland. Geleitet wird die Runde von Annegret Middeke und Matthias Jung vom FaDaF.

Konkret an die Unterrichtenden gerichtet bedeutet die Frage: Welche Rolle spielt es, in welchem deutschsprachigen oder nicht-deutschsprachigen Umfeld bzw. Land Ihr unterrichtet? Macht Ihr Euer reales kulturelles Umfeld zum Thema? "Inszeniert" Ihr das vielleicht sogar, indem Ihr immer wieder auf Euer "Territorium" verweist, etwa verbal "Hier laufen alle mit Masken rum" oder durch virtuelle Hintergrundbilder? Tauschen sich bei gemischten Kursen Teilnehmer, die im Zielsprachenland wohnen mit denjenigen aus, die (noch?) im eigenen Heimatland sind? Wie bricht die reale Welt manchmal in den virtuellen Unterricht ein?

Ich wäre sehr dankbar für jedes Material zu dieser Frage, speziell medialer Art, also kurze Statements in Schriftform, als Audio oder am besten als Video. Besonders willkommen wären kurze mitgeschnittene Unterrichtsgespräche mit den Lernenden zum Thema.

Die Statements (es kann auch nur ein Satz mit dem Zungenbrecher "Deterritorialisierung" sein, der immer wieder für Heiterkeit sorgt) kann man auf das „De-Territorialisierungspadlet“

https://padlet.com/fadafbuero/deterritorialisierung

laden und stehen längere Zeit zur Verfügung, sie werden außerdem in Auswahl während des Livestreams auch weltweit gezeigt und von der genannten Gesprächsrunde am 7.6. kommentiert.

Dieses Thema werden wir in den nächsten Jahren weiterverfolgen!

Vielen Dank!

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4. Partnerprogramm: Reisekrankenversicherung von Care Concept

Über unseren Kooperationspartner Care Concept können Sie als Deutschlerner eine Krankenversicherung abschließen - online noch vor der Einreise nach Deutschland. Diese Versicherung bietet für Sprachstudierende einen Mindestschutz gegen Kosten, die bei Krankheit oder Unfall entstehen können schon ab 28 €/Monat:
http://www.care-concept.de/

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5. Pinnwand: Kurzmeldungen aus und für die DaF- und DaZ-Szene

  • 48. Jahrestagung DaF/DaZ 2021:
    Die Jahrestagung des Fachverbandes Deutsch als Fremd- und Zweitsprache e. V. (FaDaF) findet vom 03. bis zum 05. Juni 2021 digital-hybrid an der PH Freiburg in Zusammenarbeit mit der Universität Kassel statt.

  • Wohnen in Deutschland:
    Ein Dossier über das Wohnen in Deutschland, inkl. einer Zeitreise und Hinweisen zu Regeln, Gesetzen und politischen Diskussionen. Materialien für Kinder von 8 bis 14 Jahre. Die einfach formulierten Texte lassen sich aber auch gut für den DaF- und DaZ-Unterricht verwenden.

  • IDT: Fortbildungen Abstracts und Teilnahmeunterstützung
    Die IDT Wien bietet zur Erstellung von Abstracts und der Einreichung von Teilnahmeunterstützungen Online-Fortbildungen an:

    Bewerbung um eine Teilnahmeunterstützung: 17. Juli 2021, 10 – 11 Uhr (Wiener Zeit, UTC +2)

    Einreichen eines Abstracts in der Posterpräsentation: Wie funktioniert eine Posterpräsentation mit Pecha-Kucha-Vortrag? Wie gestalte ich einen Pecha-Kucha-Vortrag? Wie erstelle ich eine Posterpräsentation? Wie schreibe ich ein Abstract für die Posterpräsentation? 9. Juni 2021, 15 – 16 Uhr (Wiener Zeit, UTC +2)

    Einreichen eines Abstracts in einer der 55 Sektionen: Wie funktioniert Sektionsarbeit? Was ist ein Beitrag in einer Sektion? Wie schreibe ich ein Abstract? 29. Juni 2021, 10 – 11 Uhr (Wiener Zeit, UTC +2)

    Bei Interesse wenden Sie sich bitte an: Chris Filko christian.filko@idt-2022.at

  • IDT Wien 2022: Call for Paper, Anmeldung
    Der ÖDaF veranstaltet vom 15. bis 20. August 2022 die Internationale Tagung der Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer (IDT) in Wien. Vom 1. Jänner bis 15. September 2021 können Sie Abstracts einreichen und bei Bedarf einen Antrag auf Teilnahmeunterstützung stellen. Anmeldung zur IDT, Vorprogramm und weitere Informationen.

  • Wischiwaschi:
    Das soll ein deutsches Wort sein? Es war sogar „Wort der Woche“ bei der Deutschen Welle! Manuskript und Audio zum Herunterladen (Niveau B2).

  • Deutsche Geschichte 1914-1990:
    Eine Zeitleiste mit kurzen Erklärungen und farbigen Grafiken für den Landeskunde- und Geschichtsunterricht. Die Zeitleiste kann bei der Bundeszentrale für für politische Bildung (BpB) kostenlos bestellt oder als PDF-Datei heruntergeladen werden.

  • Tool: OpenShot
    Kostenlose Software zum Schneiden und Bearbeiten von Videofilmen.

  • Die Kinos sind wieder geschlossen!
    Filmbeschreibungen und Filmtrailer zu DVD/Blu-Ray-Neustarts:

    • Ku'damm 63, Deutschland 2020, Drama, Historienfilm, ab 12 Jahre (Fernsehserie).

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