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Re: Goethe Institut Test C1 ... in 3 Monaten?
geschrieben von: Dracula ()
Datum: 03. Februar 2016 15:04

Zum Tonfall: Vorwürfe, ich wäre ein 'schlechter Lehrer' mit 'Scheinerfolgen' in einer 'Klitsche', der den 'GER nicht verstanden hat, garniert mit einem knackigen Tucholsky-Zitat - das alles fällt dann also unter 'angemessenen Tonfall', noch dazu gegenüber jemandem, den man gar nicht kennt?
Interessant, gerade in einem Deutsch-Forum.

Zum Eigentlichen: Ich gebe dir, wie gesagt, prinzipiell Recht darin, dass eine sehr gute Vorbereitung das A und O bei jeder Prüfung ist. Und dass dadurch auch Leute ein Sprachniveau bescheinigt bekommen können, das sie eigentlich nicht haben. Ich kann mich spontan an einen Kosovaren in einem Integrationskurs erinnern, der super sprechen konnte, im Schreiben maximal A2.1 war und im Lese- und Hörverstehen mit der minimalen Punktzahl und wahrscheinlich viel Glück durch den DTZ kam. Klar gibt es sowas.

Und selbst wenn ich verstehe, dass du lieber das Mögliche als das Defizitäre im Blick hast, bleibt eines immer noch: Du hast meine Frage wieder nicht beantwortet. Oder höchstens im Negativen, sprich: Du würdest keine Lehrwerke benutzen, keine einzelnen Grammatikfelder durchnehmen.

Aber was denn stattdessen, bitte? Würdest du mit dem schwachen B1-Lerner dann nur Tageszeitungen lesen, Radiosendungen hören und Probetests durchführen? Ganz 'down-to-earth'-mäßig gefragt: Kommt er damit auf genügend Punkte? Was sind deine Erfahrungen?

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Re: Goethe Institut Test C1 ... in 3 Monaten?
geschrieben von: ainja ()
Datum: 03. Februar 2016 18:44

Es war nicht nur Dein Tonfall, sondern auch eine gewisse Anspruchshaltung. Es gibt doch nun genug Beispiele hier im thread, die aufzeigen, wie es anders geht. Dennoch beharrst Du darauf, dass Deine Fragen nicht beantwortet werden.

Wahrscheinlich hast Du eine völlig andere Lehrmethodik - von daher kann ich Dir nicht begreiflich machen, wie man individuell fördern kann, von Beginn an. Auch ich habe mittlerweile PC und Regale übervoll von selbst erstellten Unterrichtsmaterialien, die ich bei Bedarf zusätzlich oder auch alleine einsetze. Das ist mit den Jahren gewachsen, und ich lerne immer noch dazu.

Im Gegensatz dazu kann man auch prüfungstechnisch drillen; hat DAF2000 ausgeführt.

Ich kann mich nach wie vor nicht des Eindrucks erwehren, dass Du vor allem IK-SchülerInnen-Klientel im Blick hast. Da ist der Unterricht oft viel verschulter (muss er manchmal auch sein).

Noch mal das bereits erwähnte Beispiel, wenn man lehrwerksabhängig arbeitet: Nach Schritte 4 ist es möglich, TN auf eine B1-Prüfung vorzubereiten, wenn man vorher schon viel vorweggenommen und den Kontext (sagen wir mal Richtung B2) im Blick hat, was die Bücher aber oft nicht vorsehen.

Oder: Von Beginn an auf Schreibkompetenzen achten: Das wird oft unterschätzt. Wenn ich doch sehe, da geht in A1 bspw. jemand Richtung A2 oder in B1 Richtung B2, tue ich den Teufel, ihn da nicht zu begleiten.

Wenn ich allerdings von Dir in einem anderen posting lese:

Zitat
Dracula
Von A1 bis B1 zieht WO? immer den Dativ nach sich.
Ab B2 gibt's als Bonbon noch den Genitiv.

dann wünsche ich Dir nie gute Lerner, die Dir als Lehrperson mindestens damit in A2 die Hosen ausziehen. Das würde ich mir nie für B2 'als nächsten zu bearbeitenden Block' aufsparen, sondern ich schaue immer, so früh wie möglich Grammatikthemen aufzugreifen, damit das Erwachen später nicht so bös wird. Das wiederum lässt auch jedes Lehrwerk zu, ohne dass die TN glauben, man eile zu weit voraus.

Logische Schlussfolgerung von allem meiner Erfahrung nach: Je früher ich (je nach Klientel auch vorsichtig) fördere, desto schneller sind die TN in der Lage, ihren Sprachhorizont zu erweitern. Dazu gehört meiner persönlichen Vorliebe nach viel, viel Leseverstehen - da reiche ich dann z.B. auf noch niedrigem Niveau auch mal Zeitungstexte rein.
Und einig sind wir uns ja ohnehin darin, dasss dies naturgemäß sicherlich nicht für jeden Lerner und jede Lernerin gilt.

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Re: Goethe Institut Test C1 ... in 3 Monaten?
geschrieben von: Dracula ()
Datum: 05. Februar 2016 16:56

Ich habe nicht nur Integrationskurse im Kopf, dazu habe ich auch viel zu viel Uni- und Firmenunterricht auf dem Buckel.

Und ich war immer jemand, der seine Kursteilnehmer maximal gefordert und gefördert hat - was mir oft genug den Vorwurf einbrachte, ich wäre angeblich 'zu schnell'.

Das mit dem Schreiben sehe ich ganz genauso und wage zu behaupten, dass es kaum einen Integrationskurs geben kann, in dem mehr geschrieben wird als in meinen bisherigen (ich habe nämlich ab Tag 1 jeden Tag 30 bis 75 Minuten lang schreiben lassen).

Auch der Bedeutung des Lesens gehe ich d'accord - und Grammatik ist sowieso mein Lieblingsthema.

All dies lässt mich immer noch nicht zu dem Schluss kommen, dass es besonders einfach ist, einen schwachen B1-Lerner durch eine B2-Prüfung zu führen.

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Re: Goethe Institut Test C1 ... in 3 Monaten?
geschrieben von: Natalie Aoun ()
Datum: 15. Februar 2016 22:04

Hello,
I have the B1 bekommen, and I am now looking for a kurs for B2.
I liked their opinion about Goethe wissen :)
Please write to me :)
Thank you!

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Re: Goethe Institut Test C1 ... in 3 Monaten?
geschrieben von: Cici Lini ()
Datum: 05. Januar 2017 04:12

Hallo,

die Diskussion ist zwar schon etwas älter, ich dachte ich melde mich trotzdem mal dazu. Ich halte es für unmöglich, in so wenigen Monaten Deutsch zu lernen, ein jahr braucht man für B2 aber auch nicht immer. Ich bin selbst keine Deutschlehrerin, habe aber Kontakt zu einem Kurden, der seit 8 Monaten in Deutschland einen Deutschkurs besucht, und jetzt auf dem Niveau B2 ist (er hatte keine Vorkenntnisse). Man kann das also schon unter einem Jahr schaffen.

[www.esl.ch]

Auf diesem Link findet man die Fortschritte, die Durchschnittsschüler bei einem Sprachaufenthalt erreichen. Dazu muss gesagt werden, dass diese Kurse meistens 3-4 Stunden täglich dauern.

Gruß,
Chiara

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